Tag Archives: Sticken

Ein besticktes Eichhörnchen-Getreide-Wärmekissen

14 Apr

Wir erinnern uns: ich versuchte zu sticken. Das klappte ganz gut. Das Resultat sah dann so aus:Eichhörnchen Getreide-Kissen | raupenblau

Das ist ein mit Getreide-Körnern gefülltes Wärmekissen, wie man sieht in Eichhörnchen-Form. Folgendermaßen geht man bei sowas vor: Man stickt zuerst einmal ein Eichhörnchen.Eichhörnchen Getreide-Kissen | raupenblau

Dann befreit man das Eichhörnchen aus seinem Rahmen, dreht die Stickerei um, vernäht übrige Fäden und kürzt Enden. Dann zieht man mit Schneiderkreide (hier schlecht zu sehen – man erahnt vielleicht ein leichtes Blau) einen Strich rund um das Tier. Man sollte sich nicht täuschen lassen: Abstand ist geboten. In meinem Fall waren das zwei Zentimeter.Eichhörnchen Getreide-Kissen | raupenblau

Anschließend legt man das ganze auf einen passenden Stoff für die Rückseite, schneidet mit ausreichend Nahtzugabe um das Eichhörnchen und näht das ganze zusammen (in meinem Fall mit der Hand). Achtung! Eine ausreichend große Öffnung lassen. Dann die Nahtzugabe einschneiden (vor allem an den ‚Kurven‘), das Hörnchen auf rechts drehen und schwupps – hat man eine Kissenhülle.Eichhörnchen Getreide-Kissen | raupenblau

Im nächsten Schritt habe ich diese Hülle als Vorlage für das Innen-Kissen genutzt. Man geht wieder genauso vor und näht ein etwas kleineres Eichhörnchen-Kissen. Dieses wird dann mit Getreide (ich habe Weizen verwendet) befüllt. Man kann auch noch ein paar Lavendel-Blüten dazu geben, dann duftet es gut. Denkbar wären auch getrocknete Hopfendolden, die helfen beim Einschlafen. Dann das Innen-Kissen verschließen, in die Kissenhülle stecken und diese auch schließen.Eichhörnchen Getreide-Kissen | raupenblau

Fertig ist ein putziger kleiner Handwärmer. Man kann ihn in der Mikrowelle, im Ofenrohr oder auf dem Kachelofen anwärmen (nicht zu warm, sonst fängt das Getreide Feuer). Das Stickmuster stammt ja aus dem Waldtiere-Buch von Mollie Makes. Hier wurde vorgeschlagen, das Innen-Kissen direkt mit einzunähen (also vier Lagen Stoff zu stapeln). Finde ich nicht so gut, da man das dann eigentlich nie wieder waschen kann. In meiner Variante kann man die Kissenhülle unten auftrennen und das Getreide-Kissen entnehmen. Denkbar wäre natürlich auch ein Klett-Verschluss oder Druckknöpfe.

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Sticken – ein Versuch

27 Mrz

Die meiste Zeit handwerke ich irgendwie vor mich hin. Abends, am Wochenende, im Zug, wann es halt geht. Längst nicht alles stelle ich hier vor, das x-te Paar Socken interessiert wohl keinen. Meine Haupt-Handarbeit ist Stricken und nach besagtem letzten Paar Socken habe ich gemerkt: Ich habe Lust, mal wieder was anderes zu machen. Eine neue Technik erlernen, etwas machen, was ich vorher noch nie gemacht habe. Zum Geburtstag habe ich das putzige Waldtiere-Buch aus der Mollie Makes Reihe bekommen und fühlt mich gleich sehr inspiriert. Eine kleine Einkaufstour wurde nötig:Sticken | raupenblau

Irgendwie ein schönes Gefühl, ein paar ganz neue, noch nie benutzte Utensilien auf dem Tisch auszubreiten. Da blieben sie dann auch erstmal, bis ich mich an sie ran traute:Sticken | raupenblau

Und nun sticke ich so vor mich hin:Sticken | raupenblau

Das Projekt ist bisher sehr deppensicher, das könnten sicher auch Kinder gut. Ich bilde mir ein, als Kind schon kompliziertere Motive gestickt zu haben. Aber es ist angenehm meditativ, es geht langsam, aber stetig voran und in meinem Hinterkopf entstehen Ideen, was man mit dieser Technik noch so alles machen könnte (mit fast schon gruselig perfektem Timing wurde bei ringelmiez ein Einhorn gestickt). Mal gucken, was die Zukunft bringt. Sobald ich ganz fertig bin, zeige ich natürlich auch das Endprodukt. Es wird keine Schnecke, so viel kann ich verraten.