Tag Archives: Musik

Vorfreude auf…

18 Aug

Theatron | raupenblau… die Moonband heute Abend als Teil des Theatron-Musiksommers auf der Seebühne im Olympia-Park. 

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First Aid Kit – The Lion’s Roar

21 Jan

Zu Weihnachten geschenkt bekommen, bei den Eltern vergessen und letztes Wochenende bei der Matratzen-Aktion wieder bekommen: Das wunderbare Album The Lion’s Roar des schwedischen Duos First Aid Kit. Klingt sehr schön nach Wald.

Dazu kommt meine aktuelle sehr akute Game of Thrones Sucht. Ich weiß, ich mache mich hier angreifbar, denn jetzt können mir Leute Sachen verraten und ICH WILL NICHTS WISSEN!! Aber oh mein Gott ist diese Serie toll. So toll, dass ich die Bücher nicht lesen will. Denn entweder sind sie nicht so toll, dann bin traurig; oder sie sind noch toller, dann halte ich das nicht aus. Ich empfehle eine Folge Game of Thrones, ein paar Lieder First Aid Kit und danach eine neue Matratze – seltsame Träume sind garantiert. Viel Spaß.

PS: Es gibt noch mehr Videos!

Keller Steff & Band – langsam pressiert’s

21 Jun

Vorgestern Abend, im Milla, durch das früher wohl mal der Glockenbach geflossen ist, durfte ich einem denkwürdigen Auftritt dieser jungen Herren beiwohnen (nur Handy-Fotos, ich hatte von dem Abend nichts großartiges erwartet; mein Fokus lag anfangs nur darauf, keine Schweißflecken zu bilden):Keller Steff & Band | raupenblau

Das ist der Keller Steff mit seiner Band und das vorgestern war wohl so eine Art Album-Release-Party, denn man bekam ein Album geschenkt, mit dem Titel ‚langsam pressiert’s‘. Das hier ist es:langsam pressiert's | raupenblau

Laut dem dämlichen Text auf der Milla-Website ist die Musik ‚energiegeladen‘, so sehr, als hätte ‚Boby Dylan die E-Gitarre entdeckt‘ und sie ist durchaus auch ‚gesellschaftskritisch‘. Blabla. Es war saulustig und man kann es sogar daheim im Wohnzimmer anhören, echt toll. Ich verstehe ja fließend Bayrisch (sprechen tu ich es aber nicht), ich hab keine Ahnung, wie das ohne Sprachkenntnisse so ist. Vielleicht nicht ganz so lustig, aber klingen tut es so oder so gut.

Auf der ästhetisch gestalteten Website der Band gibt es eine Hörprobe, die man sich mal antun sollte. Aktuelle Videos der Band gibt es irgendwie kaum, hier ein etwas älteres, unplugged quasi, aus 2011:

Die Herren kommen natürlich auch dem Chiemgau, woher auch sonst? Das Chiemgau ist ja bekannt für seine exzentrischen Bewohner und das ‚Kraut-Rauchen‘ hat dort schon seit Jahrhunderten Tradition, wurde mir gesagt. Wobei ich keine Ahnung hab, was der Herr Keller so raucht. Ist ja aber auch wurscht.

Ich habe es immer gesagt: Das Glockenspiel ist ein vollwertiges Instrument.

23 Jul
The Moonband Release Show

(c) Matthias Schöller

Heute schreibe ich meinen Post aus dem Bett, was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass ich gestern leicht fiebrig auf der Release Show der Moonband im Feierwerk rumhüpfte und -tanzte. Releast wurde das neue Album der Band, genannt The Significance of Denavigation. Wie man am (etwas überlangen) Titel dieses Posts erkennen kann, war der Höhepunkt der Show für mich der zweimalige Einsatz eines Glockenspieles. Ich hatte kürzlich eine Diskussion über vollwertige Instrumente. Die von mir als Kind leidenschaftlich gespielte Blockflöte wurde in diesem Zusammenhang diskreditiert. Genauso erging es dem Glockenspiel. Ich sehe das anders, auch wenn ich heute fast ein Klavier gekauft hätte. Aber dazu ein andermal mehr.

Zurück zur Moonband. (An dieser Stelle: Sorry, aber wenn ihr einen englischen Artikel in euren Bandnamen setzt, kann ich den nicht grammatikalisch sinnvoll in Sätze einbauen. Selbst schuld.) Wie auch schon beim letzten Album gibt es eine Geschichte, und wieder bin ich zu faul, sie ganz zu lesen. Eigentlich. Aber für meine Blogleser mache ich natürlich eine Ausnahme und fasse die Rahmenstory aus dem CD-Cover hier in zwei zitierten Sätzen so zusammen, dass sie äußerst philosophisch klingt:

„The idea of finding one’s way in open space, where all directions are possible, is more than bewildering. […] We soon discovered that finding a particular place wasn’t all that important.“

Gut, oder? Ok, eigentlich geht es in der Geschichte um irgendein fiktives Navigationsinstrument, aber allein die Idee, mich jetzt aufzurichten und ein Foto zu machen ist mir zu anstrengend. Lieber noch ein Foto vom Konzert:The Moonband Release Show

Ja, das Konzert. Ich schweife immer wieder ab. Es war toll, nicht nur wegen des Glockenspiels. Sympathische Menschen mit interessanten Instrumenten und schöne Musik. Live haben mich die neuen Songs sehr begeistert, auf CD bisher noch nicht so sehr. Kann ja aber noch kommen. Mit dem alten Album versetzte ich einst einen ganzen Mini-Bus in Trance. Das ist auch schwer zu toppen. Wobei die ganzen Sterne und Planeten im projizierten Bühnenbild durchaus etwas Hypnotisches hatten:The Moonband Release Show

Vorband war übrigen Clemens Techmer & Band. Gute Musik, aber die ganze Szene wirkte etwas absurd: Da saßen Teenager, ungefähr so alt wie mein kleinster Bruder (und das Kind ist ein Nachzügler) auf der Bühne und benutzten die Instrumente der Moonband. Es hatte etwas Surreales. Aber das passte ja ganz gut zum Abend. Leider finden ich das MySpace-Profil der Jungs nicht. Falls jemand schlauer ist: Gerne kommentieren!

Also: Kauft die neue CD der Moonband. Holt ein bisschen Space in euer Leben. Und ich mach mir jetzt noch einen Hagebutten-Tee.

Caroline Keating im Rationaltheater

20 Feb

Auf dem Samstagabend-Programm stand diese Woche: Caroline Keating. Die junge Dame (23) spielte heute das Ende ihrer Pre-Release-Deutschland-Tournee (oder so; keine Ahnung, was genau sie wann releast) im Rationaltheater. Ich war vorher noch nie im Rationaltheater und wurde positiv überrascht: angenehme Bar-Atmosphäre, gemütliche Sessel, nette kleine Bühne. Sieht von außen gar nicht so aus. Aus dieser Perspektive durften wir es nämlich recht lange bewundern, da die Veranstalter im Inneren noch irgendwelche geheimen Dinge machen mussten, weswegen keiner rein durfte. Vor der Eingangstür sammelte sich eine Gruppe älterer Herrschaften um einen Mann namens ‚der Willi‘, die in deutlichem Oberbayrisch die Vorzüge Münchens priesen. Ich wurde schon leicht hibbelig, der Dialekt klang beunruhigend vertraut. Zum Glück durften wir dann irgendwann doch rein und da war es ja, wie gesagt, schön.

Bevor wir in den Genuss von Frau Keatings Sangeskünsten kamen, wurden wir noch von der Band D’oro bespielt, hier im Bild:

Diese Band war – gewöhnungsbedürftig. Nein, ich will ehrlich sein: Es war grausam. Der erste Song hieß ‘Soul Song’ und hatte folgenden Text: „Let your soul fly, let your spirit get high.“ Punkt. Die Sängerin (ich glaube sie heißt Dorothea Tausch und kam laut ihres mySpace-Profils ‚schon im Mutterleib in den Genuss des Hörens klassischer Musik‘) behauptete allerdings dreist, diese Zeile wäre nur der Refrain des Liedes. Mit den restlichen Kompositionen sah es nicht anders aus; wäre Text vorgesehen gewesen, hatte Dorothea ihn leider meist vergessen und machte stattdessen ‚dadadadaduuuu‘ oder gab Heul-Laute von sich. Begleitet wurde sie unter anderem von einer ‚Violinistin‘, die meistens einen halben Ton neben dem Rest lag. Der Rest waren ein Keyboarder, der verschämt die Schultern hochzog und ein Drummer, der nichts bewegte, außer seiner Handgelenke. Den beiden ist aber kein Vorwurf zu machen, sie spielten – solide. Ich weiß jetzt, dass Häkelmützen nicht als Schalldämpfer zu gebrauchen sind und stieg dann recht schnell von Weinschorle auf Whiskey mit Cola um. Dorothea und die Band schienen allerdings Spaß zu haben und strotzten vor Selbstbewusstsein. Ironische Bemerkungen des Publikums wurden einfach positiv interpretiert. Ich war fertig.

Zum Glück entschädigte Caroline Keating mehr als nur ein bisschen für die D’oro-Qualen, auch wenn die Gute und ihr Geiger Sebastian definitiv einen sitzen hatten.

Ab irgendeinem Punkt fing sie an, sich auf Französisch mit dem Publikum zu verständigen, aber selbst das war noch interessanter als Doros langweilige Männer- und WG-Geschichten. Die Musik war wunderschön und auch einfach gut. Die Lieder sind sich zwar untereinander recht ähnlich, aber da man sie stundenlang hören könnte, ist das eigentlich egal. Schöne sonnige Sonntagmorgen-Musik. Machte sich aber auch im schummrigen Rationaltheater ganz gut. Sehr schön fand ich das Lied ‚Ghosts‘, das mit einigen anderen Kompositionen auf Keating’s mySpace-Profil zu hören ist. Irgendwo kann man auch Lieder kostenlos runterladen, auf der mySpace-Seite ist das aber sehr verwirrend beschrieben. Vielleicht war sie doch nicht betrunken.

Etwas enttäuschend fand ich allerdings die Unfähigkeit der Rationaltheater-Crew, drei Mikrophone so auszusteuern, dass es keine Rückkoppelung gibt. Vielleicht mal ein bisschen üben vorher.

 

 

Wochenend-Schönheiten

6 Feb

Eigentlich wollte ich am Wochenende auf das Brecht Festival in Augsburg. In Augsburg war ich dann auch, aber nicht auf dem Brecht Festival. Grund: akute Faulheit. Und Fernsehen. Seit ich keinen eigenen Fernseher mehr habe, verhalte ich mich wie ein süchtiges Kleinkind, wenn ich mal eine Fernbedienung in die Finger bekomme.

Ganz umsonst war der Ausflug dann aber doch nicht, denn am nächsten Tag erwarb für fast kein Geld tolle Schätze. Bei Reste Maier gab es Knopftüten für je zwei Euro:

Ich habe ca. 30 Minuten überlegt, welche Knopftüte ich kaufen soll, denn alle hatten ihre Vor- und Nachteile. Wirklich ein fieses Psycho-Spiel. Nach einer ausführlichen Sortieraktion daheim war ich dann aber doch sehr zufrieden mit dem Inhalt.

Außerdem gab es bei Butlers im Ausverkauf noch diese beiden formschönen Moskau-Tassen:

Nicht, dass ich jemals in Moskau gewesen bin; aber falls mich mal jemand besuchen kommt, der irgendeinen Bezug zu dieser Stadt hat, darf/muss er/sie daraus trinken.

Nachdem meine Mutter kürzlich in meiner Wohnung war und dort handtuchtechnisch „nichts Gescheites“ finden konnte, durfte ich mir ein paar unbenutzte Handtücher aus ihrer Aussteuer aussuchen. Ja richtig: Aus ihrer Aussteuer. Meine Eltern sind dieses Jahr 30 Jahre verheiratet. Das sieht man auch an den Handtüchern:

Und um all diese schönen Dinge noch abzurunden, hier ein Lied der Band Kings of Leon, die ich vergessen, aber während meines TV-Exzesses wiederentdeckt habe:

Dann kann die Woche mal kommen, finde ich.

Sushi

26 Jan

Mein Lied des Tages, hier in einer Live-Version.

Auch wenn sicher zehnmal das Wort ’snow‘ in diesem wunderschönen Text vorkommt, muss ich dabei an große alte Bäume denken. Und große alte Bäume fehlen mir grade.