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Origami Geschirr von moij design

2 Mai

Nach der missmutigen Katze erreichte mich letzte Woche mein zweites Crowdfunding-Produkt, sehr sorgfältig verpackt und mit Nachricht:Origami-Schalen von moij design | raupenblau

Diesmal hatte ich das Projekt auf startnext unterstützt – es handelt sich um diese drei hübschen Origami-Schalen:Origami-Schalen von moij design | raupenblau

Entworfen haben die Schätzchen zwei Hamburgerinnen, Stine Paeper und Angelina Erhorn, die gemeinsam das Design-Büro moij design gegründet haben. Die Formen für die Schalen wurden direkt von Origami-Basteleien abgeformt, so dass sogar die Falzkanten in der Mitte des Papiers noch erkennbar sind.Origami-Schalen von moij design | raupenblau

Ich konnte mich damals nicht zwischen den drei zur Auswahl stehenden Farben entscheiden, zum Glück konnte man aber auch ein Kombi-Paket bestellen. Einziger Nachteil: Man kann die Schälchen schlecht stapeln, aber hey, nicht alles im Leben kann praktisch sein!Origami-Schalen von moij design | raupenblau

Soweit ich weiß kann man die Schalen noch nicht regulär kaufen (aber vielleicht bald?). Wer trotzdem gerne etwas von moij design haben möchte, der kann sich zum Beispiel die witzigen Origami-Servietten bestellen. Sehr schön finde ich auch die Zwiebelschalen des Design-Duos. Ich bin schon sehr gespannt, was die beiden noch so auf den Markt bringen werden.

Angry Cat

23 Apr

Heute hatte ich ein Paket mit mürrischem Inhalt in der Post:Angry Cat im Karton | raupenblau

Das ist die Angry Cat von der Künstlerin Amanda Coronado. Die Katze entstand 2012 als Comic und Amanda hat via Kickstarter ein Kuscheltier daraus gemacht.

Das Kätzchen ist mein erstes durch Crowdfunding erworbenes Produkt und ich gebe zu, es gibt sicher sinnvollere Investitionsobjekte. Es war aber wirklich spannend, den Prozess vom Entwurf über die Finanzierung bis hin zur Produktion mitzubekommen. Ist irgendwie doch anders als einfach nur Einkaufen und ich finde es prima, dass KünstlerInnen (oder auch einfach Leute mit einer coolen Idee) wie Amanda durch Crowdfunding die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen umzusetzen. Ich bin seit der Katze jedenfalls etwas angefixt. Wer eher nach Projekten im regionalen Bereich sucht, der wird sicher auf startnext fündig.

Der Advent, der nicht so will (wie ich)

18 Dez

Ich hatte mich ja sehr auf den Advent gefreut, aber leider ist er nicht ganz so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Das hat schöne und traurige Gründe gleichzeitig. Der traurige Grund ist, dass der Freund und ich kein Paar mehr sind und ich mich in dieser neuen Situation irgendwie zurecht finden muss, auch wenn sie an sich ok ist. Der schöne Grund ist, dass ich nicht allein bin und um mich rum dauernd schöne Dinge mit tollen Menschen passieren – so schön und toll, dass ich am letzten Sonntag nicht einmal die Zeit hatte, meine dritte Adventskerze anzuzünden. Daher gibt es hier ein echt altes Bild vom ersten Advent:Erster Advent | raupenblau

Heute morgen bin ich dann über dieses sehr kluge Video über den Unterschied zwischen ‚empathy‘ und ’sympathy‘ gestolpert:

Ich finde es sehr treffend, auch wenn ich nicht so genau weiß, wie man ’sympathy‘ in diesem Zusammenhang am besten übersetzt, um es ausreichend vom deutschen Begriff ‚Empathie‘ abzugrenzen. Mitleid vielleicht? Mitgefühl, Verständnis? Das Video überzeichnet etwas, denn Mitleid, Mitgefühl und Verständnis müssen ja nicht zwingend oberflächlich sein und sie können in schweren Zeiten auch Trost spenden. (Vielleicht ist die Abgrenzung auch wirklich von der Sprache bedingt?) Viel entscheidender war für mich die Aussage, dass Empathie eine Entscheidung ist – man entscheidet, mit einem Menschen wirklich mitzufühlen, sich an dessen dunklen Ort zu begeben und für ihn da zu sein. Ich wünsche mir, dass viele Menschen, für wen auch immer, diese Entscheidung treffen.

Chairbook

22 Okt

Am Wochenende war ich auf einer Fortbildung zum Thema ‚Jugendliche und Internet‘, die ich zum Teil mitgestalten durfte. Das Kuriose an der ganzen Sache war, dass die Fortbildung auf einem Einödhof stattfand. Ohne Internet. Außer Screenshots und Videos konnte man also nichts zeigen, weswegen wir etwas kreativ werden musste. Eines der Themen waren soziale Netzwerke; an der Fortbildung nahmen auch Personen teil, die noch nie auf Facebook und Co. angemeldet waren. Um auch diesen TeilnehmerInnen ein Gefühl für solche Plattformen zu geben, habe ich mir ein kleines Spiel ausgedacht: Chairbook. Es ist eine Nachbildung von Facebook, aber offline, in einem ganz normalen, echten Raum.Chairbook | raupenblau

Schritt 1: Richte dir dein Profil ein.Chairbook | raupenblau

Wie der Name schon sagt, spielt man Chairbook mit Stühlen. Jedes Mitglied hat einen Stuhl, den es erst einmal ganz nach seinem Geschmack gestalten darf. Unsere Chairbook-Mitglieder hatten ganz unterschiedliche Ideen; sie haben Gegenstände aus dem Tagungshaus verwendet oder den Inhalt ihrer Handtasche auf dem Stuhl/Profil arrangiert.

Schritt 2: Finde Freunde.Chairbook | raupenblau

Jedes Chairbook-Mitglied hat ein kleines Wollknäuel erhalten, mit dem es Freundschafts-Anfragen an andere Mitglieder richten konnten. Dazu wurde das Ende der Wolle am eigenen Stuhl befestigt und das Knäuel dann zu einem anderen Profil getragen. Wenn diejenige Person das Knäuel zurückbringt, ist die Anfrage bestätigt. Mit der Zeit entsteht so ein schönes buntes Netz. Wir haben mit offenen Profilen gespielt – theoretisch könnte man die Profile auch zudecken und nur Freunde dürfen unter die Abdeckung gucken.

Schritt 3: Kommuniziere.Chairbook | raupenblau

Erst einmal dürfen keine neuen Freundschafts-Anfragen gestellt werden. Freunde dürfen miteinander kommunizieren – wir haben das mittels Post Its gemacht. Einfacher und realistischer wäre eine Art Pinnwand an jedem Profil, an die man entweder direkt schreiben oder aber seine Nachrichten anpinnen kann. Mit den Post Its wurde es etwas chaotisch, was ja nun wiederum aber auch nicht unrealistisch ist. ‚Liken‘ konnte man bei uns nicht, weil ich keine passenden kleinen Post Its bekommen habe, das wäre noch eine schöne Erweiterung gewesen. Wichtig: Während des Spiels wird nicht gesprochen, kommuniziert werden darf nur auf Chairbook. Nach einiger Zeit werden auch Freundschafts-Anfragen wieder zugelassen und das Netzwerk-Leben nimmt seinen Lauf.

Schritt 4: Reflektiere.Chairbook | raupenblau

Wir haben circa 15-20 Minuten gespielt (glaube ich) und danach war ich ehrlich gesagt ganz schön geschafft. Das Spiel ist erstaunlich nah am ‚echten‘ Social-Network-Erleben: Es ist spannend zu gucken, was die anderen machen, gleichzeitig ist man immer damit beschäftigt, das eigene Profil zu pflegen und irgendwie auch in Kontakt zu bleiben. Es werden auch unterschiedliche Nutzer-Typen deutlich: Einige Leute waren sehr stark vernetzt und wie wild am Schreiben, andere hatten nur ein oder zwei Freunde und haben sich mit denen intensiv ausgetauscht; wieder andere waren eher am Herumgehen und Beobachten.

Vielleicht kommt ja jemand von euch LeserInnen mal in eine ähnliche Situation und möchte die Chairbook-Idee verwenden – hier findet ihr auch eine kleine Anleitung: Chairbook Kurzanleitung

Danke Vera!

8 Feb

Vor kurzem habe ich am Gewinnspiel von Vera auf ihrem Blog seni with love mitgemacht – und gewonnen! Direkt aus den Niederlanden kam eine Tüte voller roter Kleinigkeiten bei mir an und ich habe mich sehr gefreut:seni with love | raupenblau

Das ist nun schon das zweite Mal, dass ich bei einem Blog-Gewinnspiel etwas gewinne. Sonst gewinne ich nie etwas – Blogs scheinen Glück zu bringen! Oder die Zeit des Jahres liegt mir, denn der Gewinn bei Tiripitiri liegt fast genau ein Jahr zurück.

Vera, thank you so much for the lovely package – I like it a lot! 

Die Dackel-Kette

15 Nov

Erinnert ihr euch noch an die coole Dackel-Kette, die ich auf meinem Samstags-Ausflug durch München bei Kauf dich glücklich(Reichenbachstraße 14) gesehen habe? Online ist sie leider nicht mehr verfügbar und mit ich glaube gut 20 Euro war sie mir damals auch zu teuer. Aber guckt mal hier:Dackel-Kette | raupenblau

Jaaa, das ist auch eine Dackel-Kette und ich finde sie eigentlich sogar noch schöner. Gebastelt wurde sie von Nina, der Frau hinter dem DaWanda-Shop miniblings. Der kleine Dackel ist mit Emaille überzogen, auf Wunsch bekommt man ihn mit silberner oder goldener Kette in verschiedenen Längen. Vielleicht was für Weihnachten? Den Dackel gibt es übrigens hier. Meiner Meinung nach sollte jeder Mensch mindestens ein Tier-Accessoire besitzen.

Anderswo: Big Man’s Pictures

12 Nov

Manche Leute machen es richtig. Während ich gestern durch etwas komisches zwischen Nebel und Regen radelte, schien in Portugal die Sonne. Hier der Beweis:

BIG MAN'S PICTURES

(c) Andreas Reich

Warum ich das weiß? Jemand war dort und zwar der ‚Besitzer‘ des Foto-Blogs Big Man’s Pictures, der Big Man selbst also. Er surfte dort und fotografierte andere Menschen beim Surfen und so wie ich das sehe war das wohl ein ziemlicher Genuss.

BIG MAN'S PICTURES | raupenblau

(c) Andreas Reich

Ein Genuss sind übrigens auch Big Man’s Bilder aus seiner Heimatstadt Berlin, durch welche er mit dem Team der Stadtforscher auch Führungen anbietet. Beim letzten Berlin-Besuch habe ich das aufgrund akuter Erkältung leider verpasst, in der Vergangenheit war ich aber schon ein paarmal mit dabei. Beste Stadtführungen aller Zeiten. Bucht sie! Und wenn wir schon dabei sind, hier noch eine kleine Impression aus der Hauptstadt:

BIG MAN'S PICTURES | raupenblau

(c) Andreas Reich

Eigentlich wollte ich ja nur ein bisschen Sonne klauen. Danke, lieber Andreas!

Edit: Einige ausgewählte Bilder von Andreas kann man nun auch kaufen – und zwar hier

Bilder

5 Nov
Bild | raupenblau

(c) raupenblau.wordpress.com

Ich habe heute aus einigen alten raupenblau-Posts Bilder entfernt, die ich nicht selbst aufgenommen habe. Unter die entsprechenden Posts habe ich kurze Kommentare gesetzt, denn natürlich ist es dort jetzt nicht mehr so hübsch bunt. Einige der Bilder waren wirklich toll und es ist schade, sie hier nicht mehr zeigen zu können. Warum ich das dann mache? Weil ich schlicht und ergreifend nicht wirklich sicher weiß, ob es (il)legal und/oder vom Urheber der Bilder gewünscht ist, dass diese Inhalte hier zu sehen sind.

Auf Spiegel Online gab es dazu vorgestern einen Artikel, der zwar aus meiner Sicht die Intention der meisten Bilder teilenden Bloggern nicht im Ansatz richtig erfasst, aber das Dilemma ganz gut zusammenfasst. Selbstverständlich will ich niemandem Bilder klauen. Wenn ich (nicht selbst geschossene) Bilder auf meinem Blog zeige, dann weil ich sie sehr schön finde und so meine Bewunderung für die Arbeit anderer zum Ausdruck bringen möchte. Oft kenne ich die FotografInnen und nenne sie namentlich in der Bildunterschrift. Einige so gekennzeichnete Bilder finden sich hier auf dem Blog auch noch – entweder habe ich die KünstlerInnen um Zustimmung gebeten oder ich gehe aus guten Gründen davon aus, dass sie mit der Verwendung ihrer Bilder einverstanden sind. In einigen sehr wenigen Fällen kenne ich die UrheberInnen nicht und gehe (vielleicht naiverweise) davon aus, dass es sie nicht stört, wenn ich den Inhalt teile. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Bilder zu Werbezwecken veröffentlicht wurden. Auch dann gebe ich natürlich die Quelle an.

Die allermeisten der Bilder auf raupenblau habe ich selbst geschossen. Dahinter steckt natürlich viel Arbeit. Ich denke ich muss eigentlich nicht erwähnen, dass ich mit diesem Blog hier keinen Cent verdiene. Ich weiß, dass ab und zu Werbung hier auftaucht – darauf habe ich keinen Einfluss und ich profitiere davon nicht. Wenn ich fremde Bilder verwende, dann nicht, um mir Arbeit zu sparen – oft habe ich einfach nicht die Möglichkeit, ein entsprechendes Bild selbst aufzunehmen. In Zukunft werde ich davon absehen. Das wird raupenblau sicher nicht schaden und auch meine Arbeit mit diesem Blog nicht stark einschränken. Andere (zum Teil sehr gute) Angebote sind davon stärker betroffen. Das finde ich schade, denn die Idee des Social Web besteht für mich zu einem großen Teil daraus, in fairen, offenen Prozessen interessante, relevante, schöne und wichtige Inhalte zu teilen und zu verbreiten. Ich hoffe sehr, dass die Gesetzgebung hier in naher Zukunft klare, zeitgemäße Entscheidungen trifft – um die Urheber dieser Inhalte zu schützen und eine offene Kommunikation über dieselben zu ermöglichen.

My knitted boyfriend von Noortje de Keijzer

17 Okt

Wo wir gerade beim Thema Stricken sind: Warum nicht einfach mal den Mann an der eigenen Seite stricken?

MY KNITTED BOYFRIEND von Noortje de Keijzer.

Flohmarkt-Funde

12 Okt

Eigentlich wollte ich mir einer Freundin morgen auf den Flohmarkt, aber nun sind ja diese ganzen Tropfen in der Luft. Das ist schade, denn ich habe ein paar schöne Schätzchen zu verkaufen und hätte dann gerne hier eingeladen. Nun ja, so ist das eben. Dafür endlich mal die Flohmarkt-Schätze vom letzten Besuch vor ein paar Wochen.

Erstens – eine ganz tolle Tasche, in die nur unglaublich wenig hineinpasst:

Zweitens – drei Armreife für schlappe 50 Cent, die in echt schärfer aussehen. Was war denn da los?

Ach ja, Flohmarkt. Könnte übrigens sein, dass ich da mit jemandem war, der sich doch tatsächlich ein Longboard gekauft hat. Dazu hier noch ein tolles Video von Juan Rayos, von dem wir es ja auch erst kürzlich hatten:

Als Ausgleich zu dieser ganzen Regen-Sache werde ich mich am Wochenende an Zwiebelkuchen versuchen. Eine Sache, bei der ich bisher immer gerne das Feld meiner Mutter überlassen habe. Sie hat mich aber mit Rezepten versorgt und ich bin schon ganz vorfreudig ob der Aussicht, sehr sehr viele Zwiebeln schneiden zu dürfen. Der Mensch ist manchmal ein komisches Wesen.