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Segeln auf der Außenalster

25 Sep

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich Menschen beim Segeln dabei hatte (außer natürlich Männer, die mit mir verbandelt waren und daher Vertrauen vorheucheln mussten). Normalerweise segle ich mit meinem Vater, das ist eingespielt, das funktioniert.

Vor ein paar Jahren segelte dann ein befreundetes Pärchen mit mir mit. Das ganze endete, sagen wir mal: ungünstig. Aus meiner Perspektive ist nichts passiert, aber es war viel Wind und ab und zu schwappte etwas Wasser über die Bootswand (es ist eine Sportjolle!!). Insgesamt hinterließen das Boot und ich wohl keinen sehr vertrauenerweckenden Eindruck und wir mussten schnell an Land gehen. Dementsprechend war ich dann am Montag, als es ans Segeln auf der Außenalster ging, doch etwas aufgeregt. Es war nämlich auch windig.Segeln auf der Außenalster | raupenblau

Wir haben einen Schwertzugvogel (so heißt das Boot) bei der Segelschule Pieper ausgeliehen. Und dann sind wir so hin und her gesegelt auf der Außenalster, mal war es windiger, mal weniger, das Licht war dafür konstant fantastisch.Segeln auf der Außenalster | raupenblau

Nach einer Stunde ging die Sonne unter und der Segler weiß: dann muss man heim. Seitdem bin ich von Neid zerfressen: Ich will auch ein Segelrevier mitten in München haben, verdammt!Segeln auf der Außenalster | raupenblauMeine Crew hat sich übrigens sehr gut geschlagen, beide waren auch am Steuer und haben das souverän gemeistert. Da sind die beiden, und guckt wie sie lachen:

Segeln auf der Außenalster | raupenblauSegeln auf der Außenalster | raupenblau

Sie sind eindeutig ganz ruhig – sie hatten keine Angst, nein und sie haben danach auch nicht geschworen, nie wieder mit mir segeln zu gehen. Ha! Ich denke mein Trauma ist besiegt. Wenn jetzt auch noch Team New Zealand den America’s Cup gewinnen ist mein Segel-Jahr perfekt. Übrigens gilt auf der Alster wirklich rechts vor links. Sehr sehr seltsam.Segeln auf der Außenalster | raupenblau
Der Verleiher wollte irgendwie nicht, dass wir Richtung Mundsburger Kanal segeln. Wir waren auch brav, aber jetzt würde ich ja schon gerne wissen, warum nicht. Kennt sich jemand da aus und hat eine Idee?

Neben dem Segeln haben Juli und Alex auch noch die tollen Fotos in diesem Post gemacht – normalerweise gibt es dafür natürlich einen Bilduntertitel mit vollem Namen, aber da die beiden auch zu sehen sind, lassen wir es diesmal beim Vornamen.

Edit: Das mit dem perfekten Segel-Jahr sollte dann wohl nicht sein. Zähneknirschend muss ich auch noch eingestehen, dass Oracle den Sieg schon ziemlich verdient hat. 

Auf Abwegen(wassern) in Hamburg

23 Sep

Zum ersten Mal, seit ich dieses Dokument 2009 offiziell erworben habe, werde ich es heute einsetzen, um ein Segelboot auszuleihen, und zwar auf der Hamburger Außenalster.

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Das ist schon recht aufregend. Zwar segle ich seit rund 15 Jahren regelmäßig, aber eben eigentlich nur auf dem Chiemsee. Der ist jetzt nicht unbedingt ein einfaches Segelrevier, unter anderem ist er berüchtigt für seine drehenden Winde. Die größte Gefahr dort droht aber von der Flaute, denn dann muss man unter Umständen sehr weit heimpaddeln. Ich habe so das Gefühl, dass das hier im Norden kein so vordergründiges Problem ist.

Dann habe ich auch noch gelesen, dass auf der Außenalster ‚aufgrund der zahlreiche Amateure‘ nicht die üblichen Vorfahrtsregeln, sondern schlicht links vor rechts gilt. Das stelle ich mir auf dem Wasser spannend vor. Mit an Bord sind Juli und Alex; ich werde berichten.

Hamburg

18 Jun

Uiuiui, ich bin schon ein ganzes Wochenende hinterher hier! Gestern und vorgestern habe ich die Sonne in den Bergen genossen, aber bevor ich euch da ein paar schicke Bilder zeige, muss ich kurz noch vom vorletzten Wochenende erzählen. Da war ich nämlich im hohen Norden, in Hamburg – und so langsam wird diese Stadt zur zweiten Lieblings-Stadt. Bilder gibt es nicht so wirklich, um nicht zu sagen: keine. Grund: viel zu tiefenentspannt, um zu fotografieren. Wir waren zu Gast bei Liz (Verfasserin dieses wundervollen Textes) und Juli, in deren wunderschönen Wohnung wir wieder übernachten durften. Danke ihr zwei Zuckerschnecken!

Ganz untätig war ich aber natürlich nicht, ein paar Schätze habe ich schon ergattert und mit nach Hause geschleppt. An erster Stelle zu nennen dieses Schmuckstück von der Flohschanze, das überraschenderweise auch noch 100 türkische Lira* enthält. Superschnäppchen!Flohschanzen-Fund

Tags zuvor war ich schon freudig erregt durch das Karoviertel gebummelt. Kann nicht mal jemand die Martkstraße in München nachbauen? Ich habe mich sehr am Riemen gerissen, um nicht völlig pleite nach München zurückzukehren, aber bei Anna Golightly habe ich ein paar Sachen gekauft, unter anderem ein tolles Halstuch für ein Baby, das ich in Hamburg besuchte (leider kein Foto, da schon an den süßen kleinen Erdenbürger übergeben). Auch ich wurde beschenkt und zwar mit dieser tollen maritimen Kette:Ankerkette von Anna Golightly

Ist sie nicht schön? Und so hamburgisch! Ein besonderes Highlight aus dem lustigen kleinen Laden ist aber der Faultier-Stempel:Faultier Stempel Anna Golightly

Ich meine – ganz ehrlich – das ist doch der Stempel aller Stempel, oder nicht? (Es ist echt ein bisschen schade, dass das Fleiß-Stempel-System es nicht bis an die Uni geschafft hat. Den könnte ich doch ab und zu mal verwenden.)

Um das hier mal zu einem Abschluss zu bringen: Hamburg ist toll. Ich bin Fahrrad und Fähre gefahren, habe ein Matjes-Brötchen gegessen, war im Alster-Kaufhaus, Baby wurde beguckt, Diskussionen über Alice Schwarzer geführt und Windbeutel vernascht. Was will man mehr von so einem Wochenende? Nur doof, dass Hamburg so weit weg ist…

* Wer jetzt dachte: Boah, die ist reich! – Leider handelt es sich um Lira von 1988. Ich schätze die waren damals so 10 Cent wert. Naja, man kann sich Geschichten dazu ausdenken, das ist eh cooler als Reichtum.

Ein Wochenende in: Hamburg

5 Sep

Elbstrand Hamburg September 2011Der Kennerblick hat es (wenn er nicht bereits eifrig die Überschrift studiert hat) bereits erkannt: Ich war in Hamburg. Und da die meisten Menschen wissen, wie Hamburg aussieht, erspare ich euch weitere Hamburg-Bilder. Stattdessen möchte ich euch meine lieben Gastgeber vorstellen. Bevor ich mit dem Blog angefangen habe, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und beschlossen, dass keine Gesichter hier zu sehen sein sollen. Ich würde nie Bilder von Menschen veröffentlichen, ohne sie vorher zu fragen – und jedesmal zu fragen wäre mir zu anstrengend. Manchmal finde ich das allerdings etwas schade, denn ich habe sehr schöne Freunde und würde sie ab und an gerne mal vorzeigen. Daher habe ich mir etwas ausgedacht: Statt Juli und Alex (so heißen die beiden) in all ihrer Pracht und Schönheit zu zeigen, werde ich ein paar kleine Einblicke in ihre wunderhübsche Wohnung gewähren, in welcher ich freundlicherweise drei Nächte lang residieren durfte. (Die beiden haben selbstverständlich zugestimmt.)

Fangen wir mit dem Wohnzimmer an. Unter anderem findet man hier dieses grüne Ensemble: Palme und Bild.Palme und Bild

Übrigens ein sehr guter Ansatz, wenn man viele unterschiedliche Accessoires kombinieren will: Ähnliche Farben in ein Eck packen.

Ein sehr schönes Detail finde ich auch die Obstkisten-Regale.Obstkisten als Regale Im oberen Regal wird jeweils der ‚Gegenstand des Monats‘ präsentiert. Dazu muss man sagen, dass die Bewohner dieser Wohnung beide von einer gewissen Sammelleidenschaft befallen sind. Ich versuche auch immer, meine Deko-Gegenstände möglichst zu rotieren (für alles ist in meiner Wohnung einfach kein Platz). Die Idee, das institutionalisiert an einem bestimmten Ort zu tun, finde ich prima.

Juli war es besonders wichtig, dass ich die Vogelwand im Flur mit integriere. Hier also ein paar der zarten Wesen:Vogelwand

Was mir am Stil der Wohnung besonders gut gefällt, ist der Mix zwischen Alt und Neu. Schön zu sehen an dem Sperrmüll-Wandregal, das in der ansonsten eher modernen Einbauküche zu sehen ist:Wandregal Küche

Jetzt fragt sich der interessierte Leser sicherlich: Und wo schlafen die beiden? Na, im Schlafzimmer natürlich. Auch hier durfte ich kurz spitzen. Aber ich bin ja diskret und deswegen gibt es nur zwei kleine Details von Julis Kommode:Spiegel im Schlafzimmer

Ich liebe die Ente:Ente Skulptur

Theoretisch hätte ich mich mehrere Tage allein in der Wohnung aufhalten können – aber das schöne Wetter hat uns dann doch nach draußen gerufen. Ein dickes Dankeschön an Juli und Alex für die Gastfreundschaft und die schöne Zeit im Norden!