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Insel-Advent

7 Dez

Zum vierten Mal war ich gestern auf dem Fraueninsel-Christkindlmarkt im Chiemsee. Die letzten beiden Male hatte ich jeweils eine Gruppe Erasmus-Studierender im Schlepptau, die sich leider immer als etwas kälteempfindlich erwiesen (ein paar Erinnerungen aus 2012).20151207_fraueninsel_christkindlmarkt1_raupenblauDa man ja aus seinen Erfahrungen lernt, beschränkte sich die gestrige Gruppe auf Freundinnen und Familie. Kalt war es ja eh nicht. Es musste gut werden.20151207_fraueninsel_christkindlmarkt3_raupenblauDer 6. Dezember war in diesem Jahr auch der letzte Tag des Marktes. Als wir gegen halb vier endlich ankamen (unser Schiff musste eine Weile auf einen Platz am Steg warten, so viel Verkehr war auf dem See) war noch recht viel los. Zum Glück ist die Insel groß genug für alle.20151207_fraueninsel_christkindlmarkt4_raupenblau Es gab die traditionelle Renken-Semmel und den ersten Glühwein. Dann ging es direkt in den Klosterladen, der um 17 Uhr schließt, um (natürlich) Marzipan zu kaufen. Zur großen Freude meines kleinen Bruders bieten die Benediktinerinnen nun auch Marzipan in 1-Kilo-Stücken an:Chiemsee Fraueninsel Christkindlmarkt | raupenblauDen Rest des Abends verbrachten wir hauptsächlich mit Essen und Trinken, wobei dieser Glühwein-Stand mich mit seinem absolut leckeren Glühwein* wie jedes Jahr in ganz neue Glücks-Zonen katapultierte:Chiemsee Fraueninsel Christkindlmarkt | raupenblauWeitere Highlights waren der Lebkuchen-Likör, der Pralinen-Stand und der Bio-Glühwein am Feuer unter dem Wunschbaum, wo wir dann auch den Rest des Abends verbrachten.Chiemsee Fraueninsel Christkindlmarkt | raupenblau20151207_fraueninsel_christkindlmarkt7_raupenblauEinziges Manko: Kurzzeitig herrschte Wurst-Knappheit auf der Insel. Glücklicherweise tat sich direkt am Dampfersteg eine neue Bratwurst-Quelle auf. Wir kauften 24 Würste und fuhren mit dem Dampfer zurück.

*Für den weißen Glühwein gilt das nur, wenn man Ingwer mag. ICH mag Ingwer.

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Das Wetter am See

29 Mai

So sah es gestern aus auf dem Chiemsee:

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Etwas später am Abend dann so, man konnte sich in der Wetterküche wohl nicht so recht entscheiden:

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Heute war man sich dann wieder einig:

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Das nette ist, dass man in Urlaub ja nichts muss. Man kann in die Regenjacke schlüpfen und über Inseln laufen, man muss aber nicht. Stattdessen kann man auch Kuchen essen und stricken. Und dann gibt es ja auch noch Marzipan auf dieser schönen Welt voller schmackhafter Dinge.

Inselzeiten sind gute Zeiten

29 Mai

Hach die Pfingsttage. Jedes Jahr so schön. Ich war auf einer Hochzeit und am Chiemsee und dort natürlich auch mal wieder auf ‚meiner‘ Insel. Wie sollte es auch anders sein. Diesmal mit dabei die Eltern, wir zogen den Ausflug routiniert durch. Die Fraueninsel ist um diese Jahreszeit wunderschön – hier ein paar Impressionen, um das Regenwetter heute ein bisschen aus dem Kopf zu vertreiben:Blumengarten auf der Fraueninsel

In den Gärten blüht und grünt es…Blüten auf der Fraueninsel

Der Garten der Benediktinerinnen:Klostergarten Fraueninsel

Ein kleiner Hafen:Privathafen Fraueninsel

Fisch gibt es immer und ausschließlich hier (am liebsten Renke):Pollfischer Ferber Fraueninsel

Irgendwann kam dann etwas Wetter und es ging wieder zurück auf’s Festland – nur um kurze Zeit später mit dem Segelboot loszufahren und sich diebisch über den grade noch zu kalten Wind zu freuen…Chiemsee Schifffahrt

Leider muss ich sagen, dass die Fraueninsel in den letzten Jahren einiges an Charme eingebüßt hat – am Uferweg, den man früher ganz in Ruhe entlangschlendern konnte, mit Blumen auf der einen und See auf der anderen Seite, tauchen immer mehr blöde kleine Läden auf. Wer will denn auf dieser Insel schon Seife kaufen? Trotz allem nach wie vor ein wunderschöner Ort, ein Ausflug lohnt sich immer.

Grade fällt mir auf, dass mein letzter Insel-Besuch auch kurz nach einer Hochzeit war – ob da ein Zusammenhang besteht?

Die Insel

31 Aug

Fraueninsel ChiemseeIch denke jeder Mensch hat so seine Orte, an die sie oder er immer wieder gerne zurückkehrt. Nachdem ich am Freitag und Samstag eine tolle bayrisch-schottische Almhochzeit fotografieren durfte, habe ich mir auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher an meinen Lieblingsplatz gegönnt: Die Fraueninsel im Chiemsee. Zugegeben, die Insel hat sich ziemlich verändert, seit ich als Kind dort herumgehüpft bin. Inzwischen gibt es unzählige Lädchen in kleinen Bootsschuppen und sehr sehr viele Menschen, die die Insel umkreisen. Aber das macht nichts. Ich halte einfach stur am Programm meiner Kindheit fest. Und das geht so:

1) Mit dem Boot von Gstadt übersetzen.Chiemsee Dampfer Siegfried
2) Den Klosterladen der Benediktinerinnenabtei Frauenwörth aufsuchen und köstliches Marzipan erwerben. Fraueninsel Chiemsee Klosterladen KetteDiesmal habe ich mir auch noch eine kleine Kette gegönnt. Mit dem Anhänger um den Hals, dem Marzipan in der Tasche und einem Tuch von Muttern kam ich mir dann ein bisschen vor wie in einer verrückten Sekte und wandelte sphärisch entspannt über die Insel, zum nächsten Programmpunkt:

3) Eine geräucherte Renke essen. Geräucherte Renke auf FrauenchiemseeDie Renken kommen direkt frisch aus dem See, wie man auch auf FOCUS online nachlesen kann. Ich weiß leider nicht, wie mein favorisierter Fischräucherer heißt, aber es ist ein Haus in der Mitte der Insel, mit einem kleinen Biergarten davor. Man muss um das Haus herumgehen und hinten an einem kleinen Stand den Fisch aussuchen. Ehrlich  gesagt habe ich auch noch nie irgendwo anders meine Renke gegessen. Aber sie schmeckten alle fantastisch.

4) Die Inseltöpferei besuchen.Getöpferte Fische - Inseltöpferei FrauenchiemseeWenn man vom Räucherfisch bergab Richtung Ufer kommt, dann trifft man auf die Inseltöpferei. Die gibt es bereits seit 400 Jahren und ich habe so das Gefühl, man ist seinem Stil dort seitdem auch mehr oder weniger treu geblieben. Es gibt auch einen Online-Shop, aber die Produkte dort sind nicht repräsentativ. Ruderboot am Chiemsee

Danach kann man noch ein wenig am Ufer sitzen oder sogar in den See springen. Als 15jährige bin ich auch mal zur Nachbarinsel, der Krautinsel, geschwommen. Da ich ein unsportlicher Teenager war, gehe ich davon aus, dass die Strecke nicht so dramatisch ist. Eins kann ich aber garantieren: Wer meinen Programmpunkten folgt und sich dabei Zeit lässt, der wird sich fünf Jahre jünger fühlen, wenn er wieder Festland betritt. Versprochen.

Und um mal ganz frech Michel Houellebecq den fantastischen Titel seines (meiner Meinung nach nicht ganz so fantastischen) Buches zu stibitzen: Ganz in der Nähe Münchens besteht die Möglichkeit einer Insel. Und das ist doch einfach toll.