Von Innsbruck nach Bozen: Tag 1 (Grinzens bis Adolf-Pichler-Hütte)

11 Okt

Im August bin ich mit drei sehr netten Menschen von Innsbruck nach Bozen gewandert (wir nennen es immer „Die Alpenüberquerung“, aber streng genommen fehlen da natürlich noch ein paar Berge in beide Richtungen; orierntiert haben wir uns an dieser Route). Das war anstrengend, aber auch sehr schön und voller Eindrücke. Ein bisschen schwierig, das alles in einem Blog-Post festzuhalten, daher wird es zu jedem Tag einen Post geben. Zum Glück waren wir fleißig und haben abends immer ein paar Notizen gemacht. Auch die Mitwanderer werden hier zu Wort kommen: Mit Guido und Ben bin ich zur Schule gegangen; Undine ist seit Mai mit Ben verheiratet und die beiden leben in Innsbruck.

Von Grinzens zur Adolf-Pichler-Hütte | raupenblau

Aufstieg Richtung Kemater Alm

Guido und ich waren am Abend vor Start der Wanderung mit dem Fernbus (bzw. mit zwei Fernbussen, denn schon am ZOB in München mussten wir uns wieder trennen) nach Innsbruck gereist. Am 12. August ging es dann los: Mit dem Bus fuhren wir nach Grinzens, von wo unsere Wanderung startete. Der erste Tag war relativ überschaubar: Wir wanderten bis zur Adolf-Pichler-Hütte. Spontan entschieden wir uns ab der Kemater Alm für einen etwas längeren Weg über das Senderstal.

Ausgangshöhe: 960 Meter
Zielhöhe: 1.977 Meter
Höhenunterschied: 1.136 Hm auf, 114 Hm ab
Strecke: 11,9 Km

Von Grinzens zur Adolf-Pichler-Hütte | raupenblau

Senderstal

Das Wetter war an diesem Tag noch nicht so ganz auf unserer Seite, es war nieselig und wolkig und vor allem kalt (gefühlt 5°C). Anfangs  ging es noch über Asphalt und dann auf einen Forstweg. Der Umweg über das Senderstal lohnte sich: Hier hatte man das erste Mal „richtig“ das Gefühl, in den Bergen zu sein und bekam Lust auf die bevorstehende Tour. Gleichzeitig hatte ich ziemlichen Respekt: Ich war noch nie so lange am Stück gewandert, einige Etappen hatten es von Strecke und Steigung her ganz schön in sich und meine rund neun Kilo Gepäck fühlten sich am ersten Tag sehr schwer an.

Von Grinzens zur Adolf-Pichler-Hütte | raupenblau

Adolf-Pichler-Hütte unter Wolken

Gegen 14.30 Uhr kamen wir an der Adolf-Pichler-Hütte an. Die Hütte ist rustikal und klein und war voller Holländer, die beiden Hüttenwirtinnen Karin und Andrea hatten den Laden aber voll im Griff. Man kann nur Menü essen und so wurden wir für den nächsten Tag gemästet: Es gab Linsensuppe mit Pfifferlingen und Speck, dann Schweinsbraten oder alternativ Penne mit Gemüse, ein Salatbüfett und Rahmtopfen mit Vanille, Zitrone und Beeren. Wir hatten ohnehin vorgehabt, uns vor allem auszuruhen, nach dem Essen war auch nichts anderes mehr möglich.

Recht spontan startete ich an diesem Abend eine kleine Tradition: Jeden Abend machten wir zusammen etwas Yoga, zum Teil auf ziemlich engem Raum. Genächtigt haben wir im Sunntiger Zimmer (5).

Und das sagen die Mitwanderer:

Guido: „Gefühlt riesige Kuh-Weide.“

Undine: „Guido will schaukeln.“

Ben: „Willkommen im Heiligen Land Tirol.“

Folgende Tiere haben wir an diesem ersten Tag gesehen: Eichhörnchen, Schaf, Ziege, Kuh, Murmeltier (ausgestopft).

Der erste Tag war gut zu schaffen, im Nachhinein wären wir wohl schon weiter gegangen bis zur Starkenburger Hütte (dann ohne den Umweg ins Senderstal).

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