Bodenschneid (1668 m)

9 Mrz

Am letzten Februar-Wochenende wollte ich gerne kurz auf einen Berg, allein und unkompliziert. Da ich da schon länger nicht mehr war (zuletzt im Mai 2014) wollte ich auf die Bodenschneid. Um acht Uhr (da macht der Bäcker auf) fuhr ich in München los und stand eine Stunde später auf einem recht vollen Parkplatz am Kurvenlift. Zuerst lief ich den geteerten Weg zur Unteren Firstalm hinauf, der war ziemlich vereist, aber auch stellenweise schneefrei. Von der Firstalm aus konnte ich Kindern beim Ski-Rennen zugucken, das war lustig. Dann etwas nervig durchs Skigebiet und endlich erreichte ich den kleinen Sattel zwischen Suttenstein und Stümpfling. Von hier geht ein kleiner Steig durch den Wald hinauf:20160309_bodenschneid_1_raupenblau

Im Aufstieg war ich ganz allein. Der Weg war durch den Schnee anspruchsvoll, aber gut machbar. Am Vormittag war der Schnee noch recht kalt und trittsicher, durch den Wechsel zwischen Tauwetter und Frost in diesem Winter gab es aber auch einige eisige Stellen:20160309_bodenschneid_2_raupenblau

Bald hat man Ausblick auf den Spitzing- und Schliersee und das noch etwas nebelverhangene Tal:20160309_bodenschneid_3_raupenblau

Und kurz darauf sieht man dann auch schon den Gipfel vor sich:20160309_bodenschneid_4_raupenblau

Am Gipfel angekommen machte ich es mir mit meiner Butterbreze gemütlich. Außer mir waren noch zwei Pärchen am Gipfel, die keine Butterbreze hatten. Das tat mir leid, aber bei Brotzeit hört die Freundschaft auf. Ohne jetzt allzu bösartig werden zu wollen: Die Damen und Herren waren wohl keine sehr regelmäßigen Berggänger, wenn auch top ausgerüstet (natürlich). Sie lobten sehr ausführlich das Panorama und zählten fleißig Berggipfel auf. Als ich mich zum Abstieg bereit machte, brach allerdings Panik aus. Außer der Brotzeit hatten sie nämlich auch ihre Grödel nicht mitgebracht. Stattdessen trugen sie kniehohe Gamaschen. Eine eher schlechte Entscheidung: Ich sank nicht mal knöcheltief im Schnee ein, im Abstieg war ich aber sehr dankbar für die Krallen an meinen Sohlen. Nach ein paar tröstenden Worten genoss ich noch kurz das wirklich wunderschöne Panorama und machte mich auf den Rückweg.20160309_bodenschneid_5_raupenblau

Eigentlich hatte ich einen etwas anderen Abstiegsweg geplant, über die Obere Firstalm, aber da der Hang von Tourengehern schon sehr ausgefahren und außerdem doch ziemlich steil war, ging ich einfach zurück wie ich gekommen war. Um 14 Uhr war ich sehr zufrieden wieder zurück in der Stadt.

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Eine Antwort to “Bodenschneid (1668 m)”

  1. Ben März 9, 2016 um 21:32 #

    Super tolle Farben bei der Aussicht

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