Leonhardstein (1.449 m)

14 Okt

Letzten Freitag habe ich lange gearbeitet, draußen war es stockdunkel, das Büro war leer und ich dachte mir so: „Morgen sollte man echt auf einen Berg steigen.“ Zum Glück habe ich spontane KollegInnen und eine kurze Suche auf dem Alpenvereins-Portal (Suchkriterien: nicht zu weit weg, bis 800 Höhenmeter, noch nicht gemacht) brachten nach wenigen Minuten ein Ergebnis: der Leonhardstein (Tourenbeschreibung) sollte es sein.Leonhardstein | raupenblau

Der Leonhardstein ist ein putziger kleiner Berg, der neben seinem Nachbarn, dem Hirschberg, frech aus dem Wald guckt. Die Wanderung startet in Kreuth, wir suchten uns einen Parkplatz am Kirchberg (auf dem man eigentlich nicht parken durfte – also im Zweifel lieber einen Parkplatz im Ort suchen) und folgten der Beschilderung, die ab der Kirche gut zu finden ist. Am Waldrand hat man einen schönen Blick auf Kreuth:Leonhardstein | raupenblau

Im Gegensatz zu vielen anderen Touren gibt es hier nicht erst ein Stück Forstweg, es geht direkt auf einen kleinen Wandersteig, der stetig bergauf durch den herbstlichen Wald führt – aufgrund des feuchten Bodens war Konzentration angesagt. Nach gut zwei Kilometern bzw. ungefähr 45 Minuten kreuzt der Steig (nach einem erholsamen, wenn auch kurzen flachen Wegstück) den Weg zur Duslau-Alm. Nun wird der Weg direkt kraxliger:Leonhardstein | raupenblau

Ab hier braucht man immer mal wieder die Hände, der Fels ist teilweise schon etwas speckig. Die Kletterstellen sind aber einfach und selbst bei Feuchtigkeit sicher zu machen. Nach einem letzten Kletterstück steht man dann auf dem kleinen, felsigen Gipfel. Zeit für Brotzeit. Theoretisch könnte man von hier toll die Tegernseer Berge sehen, wir befanden uns aber in einer Art Wolken-Waschkessel:Leonhardstein | raupenblau

Die Wolken waren ständig in Bewegung, so bekamen wir ab und zu doch einen Sonnenstrahl ab oder erschaschten einen Blick auf den Hirschberg oder Roß- und Buchstein.Leonhardstein | raupenblau

Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Wir sammelten ein paar ausgewählte Steine für Ben und Undine. Andrea kraulte noch kurz eine Kuh in den siebten Himmel:Leonhardstein | raupenblau

Die junge pelzige Dame war so begeistert, dass sie versuchte, über den Zaun zu klettern, um uns nachzulaufen. Leider hatten wir nicht so viel Platz im Kofferraum. Insgesamt (mit langer Pause am Gipfel) waren wir gut vier Stunden unterwegs. Bei trockenem Wetter ist man sicher schneller, da man beim Abstieg mehr Gas geben kann. Mit 700 Höhenmetern ist die Tour nicht übermäßig anstrengend, aber technisch etwas anspruchsvoller. Hat Spaß gemacht und kommt definitiv auf die Liste der ‚kann man nochmal machen‘-Touren.

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2 Antworten to “Leonhardstein (1.449 m)”

  1. Busserl&Brezn Oktober 14, 2015 um 13:12 #

    Das hört sich nach einer sehr schönen Wanderung an! Ich hoffe ja nochs ehr auf ein paar goldene Herbsttage zum Wandern! 🙂

    • Clarissa Oktober 14, 2015 um 15:32 #

      Danke sehr 🙂 da bin ich ganz auf deiner Seite, ein goldener Herbst wäre wirklich fantastisch!

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