Durch die Höllentalklamm zur Bergstation der Alpspitz-Bahn

10 Jul

Vorletztes Wochenende, also grade noch im Juni war Generalprobe für letztes Wochenende. Und ja: ich blogge hier grade nicht sehr aktuell. Jedenfalls wollte ich mal gucken, wie anstrengend ich es finde, 1.300 Höhenmeter zu überwinden. Bergauf, versteht sich. Auf bergab hatte ich nicht ganz so arg viel Lust. Nach ein bisschen Überlegen dachte ich mir folgendes aus: man könnte durch die Höllentalklamm bis zur (sich aktuell noch im Bau befindlichen) Höllentalangerhütte laufen, dort abbiegen Richtung Alpspitze und dann dort die Bergbahn nach unten ins Tal nehmen. Der Gipfel der Alpspitze ist nur über einen Klettersteig erreichbar; kann man ja dann irgendwann auch mal machen.Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Leider kann ich keine Beschreibung der Tour verlinken, jedenfalls nicht in der Richtung, die wir gemacht haben. Die Tour wird offensichtlich eher umgekehrt gegangen (Beschreibung): mit der Bahn hoch, dann den Klettersteig, dann Abstieg durch die Höllentalklamm. Ich kann für mich persönlich nur sagen, dass meine Füße so viel Abstieg nicht mögen und der Rest von mir auch nicht. Uns kamen aber tatsächlich im letzten Drittel recht viele Menschen entgegen. Zuerst einmal geht es aber durch die Höllentalklamm, die wie immer voller Menschen war. Erschöpften Menschen, denn die Gemeinde Hammersbach geht nicht gerade offensiv mit der Information um, dass man erst einmal drei Kilometer kontinuierlich bergauf laufen muss, um die Klamm zu erreichen. Davon profitiert die Höllentaleingangshütte auf 1.045 m, an der sich alle erst einmal erfrischen. Wir zahlten lieber gleich unsere 1,50 Euro Eintritt für DAV-Mitglieder, wir hatten ja noch was vor. Die Klamm war wie immer sehr schön und nass:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Nach der Klamm geht man noch kurz am Hammersbach entlang und dann sehr schön an hohen Felswänden vorbei bis zum Höllentalanger. Hier wird gerade auf 1.387 m die Höllentalangerhütte neu errichtet. Sie sieht recht futuristisch aus, ich habe allerdings kein Bild gemacht. Ersatzweise hier ein Foto von meinem jungen Ich im Jahr 2009 vor der alten Hütte, quasi in memoriam:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Wir machten eine schöne Pause im Höllentalanger und folgten dann den Wegweisern Richtung Kreuzeck. Hier muss man etwas aufpassen: folgt man den Wegweisern Richtung Alspitze, landet man im Mathaisenkar und dann im Klettersteig. Möchte man (wie wir) den Gipfel der Alpspitze umgehen, hält man sich erstmal etwas nördlich. Der Weg ist wirklich wunderschön, ein schmaler Wanderpfad mit tollen Ausblicken. Ab hier waren wir relativ allein, ab und an kamen Leute von oben. Bald ist das Höllentorköpfl in Sicht.Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

In den Latschen trafen wir einige sehr angstfreie Gämsen, denen vermutlich wohl bewusst war, wie langsam sich Menschen bergauf bewegen. Jedenfalls ließen sie sich durch uns nicht weiter stören und verschwanden erst im letzten Moment seelenruhig zwischen den Büschen:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Nach den Latschen folgt der letzte Teil des Aufstiegs, der Rinderweg. Hier wäre eigentlich Geröll, aber das ist durch Holzleitern abgesichert. Das geht noch einmal gut in die Wadeln:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Ein kurzer Abstieg führt einem am Einstieg zum Klettersteig vorbei zur Bergstation der Alpspitz-Bahn. Man kann sich auf die gruselige Alpspix-Aussichtsplattform begeben:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Die Plattform bietet eine tolle Gelegenheit, Höhenangst zu entwickeln. Um den Schock zu verarbeiten aßen wir ein Eis und fuhren dann mit der Alpspitzbahn (17 Euro für die Talfahrt) nach unten.

Nach einem kurzen Fußweg zurück zum Wanderparkplatz Hammersbach saßen wir wieder im Auto. Eine sehr schöne Tour an einem sehr schönen Tag: Sonnig, aber nicht zu heiß. Müde war ich nicht. Und damit zuversichtlich, das nächste Wochenende lebend zu überstehen.

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