Zwiesel und Blomberghaus

21 Apr

Den Zwiesel habe ich an diesem Sonntag schon zum zweiten Mal besucht, diesmal von seiner wesentlich weniger steilen Seite aus. Statt von Lehen über die Gassenhofer-Alm, startete ich diesmal mit Jasmin an der Talstation der Blomberg-Bahn. Viele Tourenbeschreibungen empfehlen den Aufstieg über die Naturrodelbahn, die in Serpentinen unter dem Lift entlang läuft. Diese Empfehlung kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn der Weg ist ziemlich steil und wandern unter Liften fand ich noch nie so super attraktiv.

Wir wählten stattdessen den Forstweg etwas weiter westlich. Hier war auch wesentlich weniger los, nur die Mountainbike-Dichte dürfte hier höher sein, als auf der Rodelbahn. Allerdings ist der Weg breit genug für alle. Nach einiger Zeit hat man die Möglichkeit, über einen kleinen Steig abzukürzen und später parallel zum Forstweg zu laufen. Dann kommt man an eine Art Weggabelung zwischen Blomberg und Zwiesel. Auf dem relativ flachen Weg zum Gipfel wird man dann auch endlich mit einem schönen Ausblick belohnt: Zwiesel | raupenblau

Auf dem Gipfel machten wir dann eine kurze Rast mit Gurke, Brezn und Cranberry-Käse, um dann noch auf ein Süppchen zum Blomberghaus zu gehen. Dazu machten wir einen kleinen Umweg über die Schnaiter-Alm und spazierten gemütlich zum Blomberghaus. Dort war es – voll. Wir saßen neben einer Gruppe, die mit der Seilbahn auf den Berg gefahren war und sich darüber ausließ, dass eine andere Gruppe genau das gleiche ohne Wanderschuhe getan hätte. Damit sei dem Berg-Charakter der Unternehmung ja nicht gerecht zu werden. Das sind offenbar feine Abstufungen, man kann da viel falsch machen.Schnaiter-Alm | raupenblau

Für den Abstieg wählten wir dann den Weg über die Winter-Rodelbahn bis zur Mittelstation und dann die Abkürzung über die Sommer-Rodelbahn zurück zum Parkplatz. Der Weg bis zur Mittelstation war erlebnistechnisch ‚aufbereitet‘ worden. Es gab einen Waldfernseher (= ein Holzrahmen), neon-farben besprühte Bäume („Wer bin ich?“) und philosophisch angehauchte Wegweiser („Nutze deine Talente, auch wenn sie bescheiden sind. Der Wald wäre sehr stille, wenn nur die Nachtigallen sängen“). Es war etwas verstörend. Das Rodeln war lustig, aber es befand sich eine lebensmüde Eidechse auf der Bahn. Sowas traumatisiert mich ja immer.

Der Zwiesel war auch dieses Mal wieder sehr nett, ein schöner kleiner Berg. Der arme Blomberg war mir etwas stressig. Ich habe vollstes Verständnis für die Leute, die so ein Freizeiterlebnis wählen (es mag/kann halt nicht jeder Berge aus eigener Kraft besteigen) und sie haben die gleiche Berechtigung wie ich, in den Bergen rumzuhüpfen. Nur nächstes Mal hüpfe ich dann lieber wieder wo anders rum.

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Eine Antwort to “Zwiesel und Blomberghaus”

  1. Busserl&Brezn April 21, 2015 um 17:39 #

    Hört sich nach einem sehr schönen Ausflug an! 🙂

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