Zwiebel-Honig-Schnaps – ein Post für Krankheits-Paranoiker

18 Feb

Hier kann ich es ja sagen: ich habe Angst vor Krankheiten. Nicht so sehr vor der Krankheit an sich, eher vor dem Zustand des Krank-Seins, denn dafür habe ich maximal 1,5 Tage Geduld. Dazu kommt, dass man Termine absagen muss. Vermutlich geht meine anhaltende Panik auf die dritte Klasse zurück, als meine kleinen Brüder mich mit Windpocken angesteckt haben – zum zweiten Mal! Dadurch verpasste ich die Weihnachtsfeier in der Schule, bei der ich glaube ich Xylophon spielen sollte. Ein Drama.

Nun hat München ja Grippe und ich bin mitten drin. In der Arbeit hustende Kollegen, die es lustig finden, mich mit ihren Viren durch die Gänge zu jagen. Und dann das schlimmste: mein Rad hatte einen Platten und ich musste öffentliche Verkehrsmittel nutzen. In mir stieg der starke Wunsch nach einem Mundschutz auf, aber hierzulande ist das gesellschaftlich ja leider nicht so akzeptiert. Inzwischen ist das Rad wieder heil, aber es war abends so kalt, dass ich mich erstmal mit einer Wärmflasche ins Bett legen und auftauen musste. Kältegefühl! Erste Anzeichen einer herannahenden Krankheit? Ich beschloss, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Wie jeder vernünftige Mensch konsultierte ich ein Werk der (inzwischen leider verstorbenen) Kräuterfrau Eva Aschenbrenner und setzte diverse Empfehlungen um (dazu musste ich leider in einen Supermarkt voller Menschen gehen). Eine ganz besonders leckere möchte ich euch nicht vorenthalten – den Zwiebel-Honig-Schnaps! Laut Eva Aschenbrenner stärkt er das Immunsystem und kann herannahende Erkältungen (vielleicht) noch abwenden.Zwiebel-Honig-Schnaps nach Eva Aschenbrenner | raupenblau

Zutaten

2 rote Zwiebeln
1 EL Honig
500 ml Obstler

(1) Zwiebeln reiben. Gut, das konnte ich nicht. Ich hab das ganze in den Mixer geworfen und den Honig gleich dazu.

(2) In eine Flasche (Weißglas!) füllen, mit Schnapps aufgießen.

(3) Einen Tag lang an der Fensterbank in der Sonne stehen lassen, dann täglich ein Stamperl trinken. Laut Eva Aschenbrenner am besten kurz bevor man unter Menschen geht. (Kommentar meiner Freundin Jennie: „Dann stinkt man schön nach Schnapps und Zwiebeln und wird gemieden.“)

Folgende Probleme: a) Meine Flasche war zu klein, daher stimmt das Verhältnis Zwiebel zu Alkohol nicht. Ich denke so rum ist das aber kein Drama. b) Die Sonne scheint nicht.Zwiebel-Honig-Schnaps nach Eva Aschenbrenner | raupenblau

Trotzdem habe ich heute morgen einen Schluck des Gebräus getrunken. Es schmeckt, wie es riecht und aussieht. Außerdem trinkt man direkt zum Frühstück einen Obstler. Wie sich das wohl mit dem ayurvedischen Hirsebrei verträgt, den ich kurz vorher (natürlich ausführlich kauend) zu mir genommen habe? Beim in die Arbeit Radeln habe ich mich außerdem gefragt, ob der basische Hirsebrei überhaupt wirken kann, wenn ich doch davor ein Glas warmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone zu mir genommen habe. Aber Zitrusfrüchte sind gut. Genauso wie Ingwer. Gerade trinke ich Ingwer-Sud. Mehr kann ich nun auch wirklich nicht tun. Höchstens ein Kräuterbad nehmen, aber das verstopft den Abfluss. Laut meiner Mutter muss ich mir eh keine Sorgen machen, denn „wir kriegen keine Grippe“. Das hat sie mir natürlich erst gesagt, als ich die Zwiebeln schon gehäckselt hatte. Außerdem kriegt man ja auch nur einmal Windpocken. Soviel dazu.

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3 Antworten to “Zwiebel-Honig-Schnaps – ein Post für Krankheits-Paranoiker”

  1. Caro Februar 18, 2015 um 11:52 #

    ohhh jaaa das kenn ich nur zu gut…. ich bekomme auch immer den flucht instinkt, wenn auch nur in der nähe einer Hustet…. und mittlerweile hab ich schon an jeder ecke Desinfektion stehen…. andere halten mich schon für verrückt… mir egal 😛

    • Clarissa Februar 18, 2015 um 14:11 #

      Caro, da bin ich ja echt froh, dass ich nicht die einzige bin hier, die *Krankheitserreger ernst nimmt* ^^ Liebe Grüße!

      • Caro Februar 18, 2015 um 15:10 #

        neee du bist nicht die einzige 😉 ich tage immer ein Tuch, das kann man unaufällig mal vor die Nase und Mund schieben, wenns beim Einkaufen zu viele Leute sind, in der Arbeit halt ich so gut es geht abstand, und sonst verkrümel ich mich auf meine Couch mit dem Strickzeug, und warte bis sich das mit dem GrippeVirus wieder gelegt hat…. wobei ich mir echt überlege, mich dieses Jahr im Herbst doch mal impfen zu lassen…

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