Schneeschuhspaß am Spitzingsee

2 Feb

Am Samstag durfte ich zwei sehr nette Kolleginnen, Ieva und Katya, auf ihre erste Schneeschuhtour entführen. Wir hatten geplant, vom Spitzingsattel aus zum Bodenschneidhaus (Tourenbeschreibung) zu laufen. Die Tour hatte von Anfang an einen gewissen Chaos-Charakter inne: in München konnte man keine Schneeschuhe mehr leihen – wir bekamen dann glücklicherweise direkt in Spitzingsee noch zwei Paar (10 Euro/Tag; Skiverleih beim Parkplatz an der Kirche). Am Spitzingsattel stellten wir dann fest, dass einige Ausrüstungs-Lücken bestanden, die ich glücklicherweise aus meinem Kofferraum-Fundus ausgleichen konnte (ich stelle mir manchmal vor, was alles auf der Autobahn rumkullern würde, wenn mein Kofferraum während der Fahrt aufginge – das gäbe eine interessante Radio-Meldung). Nach einigem Hin und Her konnten wir aber losstarten und hatten von Anfang an tollstes Wetter und schönsten Schnee:Schneelandschaft Spitzingsee | raupenblau

Wir folgten zunächst einer Spur zwischen den beiden Rodelbahnen, die von der Unteren bzw. Oberen Firstalm abgehen. Hier konnten die beiden Damen ihre Schuhe gleich mal im tiefen Schnee erproben, was gut klappte.Schneeschuhwandern Spitzingsee | raupenblau

Nach der Oberen Firstalm folgten wir einigen Spuren über den Freudenreich-Sattel zur Freudenreich-Alm. Hier gab es dann leider keine Spur zum Bodenschneidhaus, das man auf der anderen Seite des Tals schon gut sehen konnte. Mit zwei Anfängerinnen traute ich mich nicht, selbst zu spuren, stattdessen folgten wir noch ein Stück dem Weg Richtung Neuhaus, der auch schön in der Sonne lag.Schneeschuhwandern Spitzingsee | raupenblau

Irgendwo hier wurden wir von einer anderen Schneeschuh-Geherin angemault, weil wir in der Skitouren-Spur gingen. Das ist ja auch so ein Thema. Ich empfehle dazu den Artikel „Alle auf der richtigen Spur“ in der aktuellen Panorama (1/2015), der das Thema sehr vernünftig diskutiert. Tatsächlich gibt es keine Regel, wer wo gehen darf – aber es ist natürlich sinnvoll, nicht zu viele Spuren zu legen. Je nach Schneeverhältnissen haben wir auch ein ganzes Stück des Weges direkt neben der Skispur neu gespurt. Das ist auf Dauer halt ziemlich anstrengend. Ich vermute, die Dame hat diese Spur dann für ihren Aufstieg benutzt. Naja, es sei ihr gegönnt. Ich hoffe einfach, dass das Thema in Zukunft nicht zu vielen Konflikten führt, sondern Skitouren- und Schneeschuhgeher ein gemeinsames Miteinander finden.Schneeschuhwandern Spitzingsee | raupenblau

Als wir uns irgendwann auf den Rückweg machten, gab es dann doch eine Spur Richtung Bodenschneidhaus, die eine Gruppe Schneeschuhgeher vor uns gelegt hatte – leider war es dann schon etwas spät. Stattdessen stiegen wir gemütlich zurück zur Oberen Firstalm und ließen uns ein paar feine Knödel schmecken.Knödel Obere Firstalm | raupenblau

Katya und Ieva haben sich super geschlagen – wenn der Schnee noch eine Weile liegen bleibt, werden sicher noch ein paar ausgedehntere Touren folgen.

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