Rechelkopf (1330 m)

1 Dez

Sonntag früh um kurz vor zehn, mit Truthahn vom samstäglichen Thanksgiving-Essen im Bauch. Wir sitzen vor dem Bäcker auf einer Bank, es ist trüb, es ist kalt und irgendwie auch feucht. Im Bett wäre es jetzt schöner. Aber hilft ja nichts, schnell den Kaffee trinken und ab ins Auto, ein bisschen türkischen Pop hören und dem Navigations-System vertrauen, das uns an Wolfratshausen vorbei durch Bad Tölz auf immer kleinere Straßen führt. Ziel: der Rechelkopf.Rechelkopf | raupenblau

Durch mysteriöse Umstände sind meine Füße um eine halbe Größe gewachsen, ich habe neue Wanderschuhe (die gleichen wie vorher, aber eben eine halbe Größe größer) und die müssen eingelaufen werden. Also eine kleine Tour (Beschreibung hier und hier mit Karte, knapp 700 Höhenmeter sind zu bewältigen), Katya und Jasmin begleiten mich. Wir fahren unter dem Nebel durch und hoffen, heute irgendwie noch über diese Wolkendecke zu kommen. Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Filze, von hier steigt man über die Forststraße auf, ein kleines Stück kann man durch einen Steig abkürzen. Unterwegs sammeln wir alle möglichen Zweige, Äste und Tannenzapfen ein – Deko für den Advent. Und irgendwann ist ein Ende der Wolke in Sicht:Rechelkopf | raupenblau

Kurz danach treffen wir auf die Schwaiger Alm und gucken uns die Wolken über dem Alpenvorland von oben an:Rechelkopf | raupenblau

Es ist wunderbar sonnig und wir können unser mitgebrachtes Picknick essen, ohne zu frieren. Danach geht es noch ungefähr eine halbe Stunde durch den Wald, zum Teil ist es recht matschig. Wir werden ein bisschen ausgelacht für das Gebüsch, das wir mit uns rumtragen. Die Stimmung am Berg ist euphorisch: Sonne! Oben angekommen werden wir mit einem traumhaften Blick auf den Karwendel belohnt:Rechelkopf | raupenblau

Nochmal ein wenig Sonne tanken und dann wieder abwärts. Man könnte jetzt einen kleinen Umweg im Abstieg über die Sigrizalm machen, aber ein freundlicher Herr aus der Gegend rät uns ab: sehr matschig und nicht besonders schön. Nach dem kleinen Steig wählen wir diesmal den Weg hinunter nach Gaißach-Lehen. Dieser ist wesentlich steiler – wenn man steile Anstiege nicht scheut, ist es sicher schlau, zu tauschen und über den Forstweg abzusteigen. Nach einiger Zeit stecken wir wieder im dichten Nebel:Rechelkopf | raupenblau

Die beiden Parkplätze sind ungefähr zehn Minuten zu Fuß voneinander entfernt. Etwas matschig, aber mit Sonne im Herzen steigen wir ins Auto, überqueren die Isar und landen am späten Nachmittag wieder in der Stadt.

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