Mariandlalm und Nesselberg

27 Okt

Letzten Sonntag, also nicht gestern, sondern die Woche davor, war ich ENDLICH mal wieder in den Bergen. So wie circa 80 Prozent der Weltbevölkerung auch, zumindest gefühlt. Davor war ich ungerechterweise dreieinhalb Tage krank gewesen, was schrecklich war. Ich bin selten krank, aber wenn, dann dauert es auf jeden Fall zu lange. Mich ereilte glücklicherweise Samstagnachmittag eine Wunderheilung, als ich im Bauhaus ein Verlängerungsstück für einen Schlauch gekauft habe. Trotzdem will man sein Glück ja nicht herausfordern, daher beschloss ich, am Sonntag einfach ganz gemütlich auf die Mariandlalm zu laufen. Um die 300 Höhenmeter (Tourenbeschreibung), guter Kaiser, passt.Mariandlalm | raupenblau

Der Aufstieg zur Hütte war dann auch sehr angenehm, so angenehm, dass ich nach einer knappen Stunde schon oben war. Selbst nach einer Vollsperrung der A8 war es noch zu früh zum Mittagessen. Ich machte mich also schulterzuckend auf in Richtung Trainsjoch. Allerdings hatte ich mir ja vorgenommen, es nicht zu übertreiben. Das schöne Wetter schrie zwar laut GIPFEL!, aber die Erinnerung an den Aspirin-Kampf der letzten Tage lies mich dann doch mal einen Blick auf meine Karte werfen, die ich mir vorab in die Alpenvereins-App heruntergeladen hatte. Diese App ist übrigens der Knaller, das sei hier nur mal so am Rande erwähnt. Mir war kurz nach der Hütte ein Wegweiser Richtung Nesseltal aufgefallen und laut Karte konnte man ein Stück weiter oben auch in diese Richtung abzweigen. Die Pfadfinderin in mir schloss haarscharf: irgendwie wird man dann ja auch von Pfad a auf Pfad b gelangen können, also quasi ein kleiner Rundweg, nicht mehr zu viele Höhenmeter – prima. Mariandlalm | raupenblau

Wie erwartet kam dann kurz darauf auch die Abzweigung und ich ging einen wunderschönen, mit großen Steinblöcken markierten Weg durch den Wald. An den Seiten gab es riesige Ameisenhaufen, es war schon fast etwas surreal. Durch die Bäume konnte man immer wieder schön das Panorama in beide Richtungen genießen. Außerdem war ich ganz allein. Der Karte nach heißt der Bergrücken Nesselberg. Kurz bevor der Weg steil nach rechts Richtung Nesseltal abfällt (sieht auch vielversprechend aus), wandte ich mich nach links und machte mich auf die Suche nach dem weiter unten gelegenen Weg.Mariandlalm | raupenblau

Dazu musste ich ein Stück recht steil weglos gehen. Dazu sollte man schon trittsicher sein. Die App leistete mir hier wieder gute Dienste – auch abseits des Weges ortet sie wirklich sehr präzise und nach kurzer Zeit war ich wieder auf einem (wenn auch kaum erkennbaren) Pfad und kam so zurück auf den Wanderweg. Inzwischen fühlte ich mich etwas einsiedlerisch und gar nicht mehr so nach Menschen und Kaiserschmarrn. Ich entschied mich alternativ für den Verzehr der mitgebrachten Brezl am Wegesrand, wo ich prima beobachten konnte, wie Schoßhunde, übergewichtige Grundschulkinder und genervte PartnerInnen den Berg hinauf getrieben wurden.Mariandlalm | raupenblau

Für den Weg nach unten wählte ich die Forststraße und genoss noch ein paar tolle goldene Herbst-Sonnenstrahlen. Um drei Uhr parkte mein Autochen wieder in München, jegliche Erkältungsviren waren vertrieben und ich ziemlich zufrieden.

Edit: Es darf an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass der Tipp mit der tollen App ursprünglich von Ben kam. Dank ihm bin ich also quasi schon mehrfach nicht verloren gegangen. Danke, Ben!

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2 Antworten to “Mariandlalm und Nesselberg”

  1. Lorraine November 18, 2014 um 13:25 #

    Beautiful scenery! 😉

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