Zweiter Versuch: Brunnsteinspitze (2179m)

18 Jul

Im frühen Frühling hatten wir es ja schon einmal zur Brunnsteinspitze versucht und waren im Schnee versunken. Am letzten Juni-Wochenende starteten wir bei bestem Wetter einen zweiten Versuch, diesmal mit einer Truppe munterer Erasmus-Studierender. Freitagmittag ging es mit der Bahn nach Mittenwald. Meine Kollegin Andrea verlor auf dem Weg zum Bahnhof ihre Schuhsohle und schaffte es, innerhalb weniger Minuten neue, perfekt passende Wanderschuhe zu erwerben. Das ringt mir nach wie vor Bewunderung ab. Mit Schuhen in Mittenwald angekommen ging es über die Hängebrücke am Leitersteig hinauf zur Brunnsteinhütte:

Brunnsteinspitze | raupenblau

(c) Felix Frey

Der Weg über die Brücke ist etwas länger als der Weg vom Wanderparkplatz, aber günstiger, wenn man mit der Bahn anreist; abwechslungsreicher ist er sowieso und die Brücke ist spaßig. Nachdem sich alle Studis mit ihrem Schicksal („Geht das die ganze Zeit bergauf?!“) abgefunden hatten, waren sie umso froher, an der Hütte anzukommen. Mehr hatte ich in weiser Voraussicht für den Tag nicht geplant.

Brunnsteinspitze | raupenblau

(c) Felix Frey

Brunnsteinspitze | raupenblau

(c) Felix Frey

Ein paar Studis versuchten noch, mit dem Esel zu schmusen (das Tier lebt mit einigen befreundeten Ziegen an der Hütte), der aber zu dieser Tageszeit eher grummelig ist. Frühmorgens ist er sehr verschmust, was einen auf dem Weg zur Toilette etwas erschrecken kann.

Brunnsteinspitze | raupenblau

(c) Felix Frey

Am nächsten Tag machten wir uns dann an den Gipfel. Erst ging es durch Latschen kontinuierlich bergauf. Nach einiger Zeit erreicht man dann schon felsigeres Gelände:

Brunnsteinspitze | raupenblau

Rechts im Bild: der Fotograf

Die Kletterstellen waren für die meisten kein Problem, aber ein steiles Geröllstück forderte einige Nerven und viel Geduld. Dafür wurden wir mit ersten tollen Gebirgslandschaften belohnt. Many selfies were taken.

Brunnsteinspitze | raupenblau

(c) Felix Frey

Auf dem Sattel unter der Brunnsteinspitze konnten wir dann Blasen versorgen und uns darüber freuen, dass wir an der Grenze zu Österreich stehen (noch mehr Selfies). Der verbleibende Gipfelanstieg war dann ein Klacks und oben genoss die Gruppe den Blick hinüber ins Nachbarland:

Brunnsteinspitze | raupenblau

(c) Felix Frey

Der Abstieg verlief bis zur Hütte problemlos. Die Studis stiegen am gleichen Tag noch ab ins Tal – leider gab es hier einen kleinen Unfall, ich musste den Berg hinunter rasen und die Bergwacht holen. Glücklicherweise ging die Geschichte letztendlich sehr glimpflich aus. Die Kollegen, mein Bruder und ich versuchten uns am Sonntag noch am Heinrich-Noë-Steig. Aufgrund des sich verschlechternden Wetters und (seien wir ehrlich:) Angst mussten wir aber leider abbrechen. So endet diese Tour wieder mit einer offenen Aufgabe. Und mit einer tollen Esel-Bilderreihe, die ich niemandem vorenthalten will:

Brunnsteinspitze | raupenblau

(c) Felix Frey

Danke lieber Felix, für die tollen Fotos! PS: Die Kaiserwertung bleibt konstant. Und das Hüttenpersonal habe ich inzwischen sehr lieb.

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