Lenggrieser Hütte

7 Apr

Am Sonntag war das Wetter ja ausnahmsweise mal nicht strahlend schön. Es regnete sogar. Ich war heilfroh – endlich wurden mal diese dämlichen Pollen aus der Luft gewaschen. Mit zwei bereits regen-erprobten Wanderkameraden konnte ich so meine freitags beim Lowa-Musterabverkauf erworbenen Schätzchen ausprobieren:Lowa Focus GTX Ws | raupenblau

Es handelt sich hier um den Lowa Focus GTX Ws, ein, wie ich soeben auf der Website des Herstellers erfahren habe, ‚Mittelgebirgswanderschuh‘. Aha. Da ich kein Mittelgebirge in der Nähe hatte, musste der Schuh sich in ungewohntes Terrain begeben, nämlich auf den Grasleitensteig (Nr. 621) hinauf zur Lenggrieser Hütte. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Hohenburg in Lenggries. Von München aus kommt man so dahin: auf die A8 (Richtung Salzburg, versteht sich), Ausfahrt Bad Tölz, über Bad Tölz nach Lenggries. Hier nicht von der B13 links in den Ort fahren, sondern weiter zur zweiten Abbiege-Möglichkeit links in den Lenggrieser Ortsteil Achen. Dort deutet ein Schild Richtung Hohenburg, ab hier hält man einfach die Richtung, vorbei an einer gruseligen Mädchenschule und kommt dann zum Parkplatz.

Es gibt zwei Aufstiegsvarianten zur Lenggrieser Hütte. Ich empfehle den Grasleitensteig, weil der auf dem letzten Stück steil und hässlich ist, den mag man lieber nicht runter gehen. Bis zu diesem hässlichen Stück, das teils einer Forststraße, teils einer Geröllhalde gleicht, geht man aber über einen netten kleinen Steig im Wald.

Wald am Seekar | raupenblau

(c) Jennie Ringelstein

Die Lenggrieser Hütte selbst ist klein und urig, leider haben wir keine Fotos gemacht. Die Spezialität, Speckknödel-Suppe, ist auch wirklich nicht fotogen, aber extrem lecker. Auch die Kartoffelsuppe ist zu empfehlen. Kaiser wurde an diesem Tag leider nicht serviert. Als Abstiegsvariante haben wir dann den sehr schönen Sulzersteig (Nr. 601) gewählt. Von der Hütte abwärts geht man zuerst entlang eines Forstweges und kann sich dann für den Abstieg über den Winterweg oder für den Steig entscheiden. Der Steig führt am Bergbach entlang (es gibt sogar einen Wasserfall!), ist wirklich sehr wildromantisch und angenehm zu gehen. Das letzte Stück geht man wieder auf dem Winterweg. Für den Aufstieg haben wir zwei, für den Abstieg eineinhalb Stunden gebraucht.

Sulzersteig | raupenblau

(c) Jennie Ringelstein

Theoretisch hätte man von der Hütte aus noch gut zum Seekarkreuz gehen können – allerdings liegt da oben schon noch Schnee, Gamaschen wären also eine gute Idee gewesen. So war es eine nette Halbtages-Tour und der Regen war gnädig mit uns. Die Schuhe haben übrigens einen blasenfreien Einstieg gegeben. Ich konnte es kaum glauben, denn ihre großen, nicht-mittelgebirgigen Geschwister haben mich seinerzeit auf dem Weg von der Tutzinger Hütte hinunter nach Benediktbeuern fast zum Weinen gebracht. Sie dürfen also wieder mit in die Alpen, die neuen kleinen.

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