Das Hintere (Nebel)Hörnle (1548 m)

5 Mrz

Letzten Samstag wurde ja gewandert. Das Wetter sah zwar nicht traumhaft aus, aber zwei befreundete Damen und ich brauchten dringend Auslauf. Wir setzten uns also in Pauline (meine neueste Errungenschaft, von ihr werde ich bei Gelegenheit mal mehr erzählen) und fuhren Richtung Bad Kohlgrub. Der Mittlere Ring Richtung A8 war schon vollgestopft mit erwartungsfreudigen Skiurlaubern, aber Richtung Garmisch wollte irgendwie keiner und nach einer Stunde Fahrt kamen wir am Wanderparkplatz in Bad Kohlgrub an (für Navi-Nutzer: Sonnenstraße, 82433 Bad Kohlgrub). Von dort gibt es zwei Aufstiegsvarianten zum Hinteren Hörnle (1548 m): den Winterweg (18a) und den Sommerweg (18). Wir entschieden uns für den Winterweg, der erst einmal an ein paar netten Damhirschen vorbeiführte.

Damwild | raupenblau

(c) Angela Nienierza

Die wir natürlich nicht fütterten. Sowas würden wir nie tun. Nach einem schönen, wenn auch nicht grade unsteilem Stück auf einem Forstweg durch den Wald muss man am Rande einer Skipiste aufsteigen und später eine weitere Skipiste queren. Hier überholte und ein rüstiger älterer Herr und teilte uns, auf seine Schuhe deutend, mit, dass Grödeln hier schon sehr hilfreich wären. Hatten wir jetzt nicht dabei. Aber aufgrund unserer allgemein hervorragenden Grundverfassung schafften wir es auch so, obwohl es tatsächlich langsam sehr eisig und vor allem neblig wurde.

Hörnlehütte | raupenblau

(c) Angela Nienierza

Nach einer guten Stunde standen wir vor der Hörnlehütte (1390 m) und gingen erstmal rein, draußen war es doch recht unwirtlich. Drinnen empfing uns ein Holzfeuer und wir bestellten Griesnockerl-Suppe und einen Kaiserschmarrn.

Kaiserschmarrn Hörnlehütte | raupenblau

(c) Angela Nienierza

Zum Kaiser: mit meinen Mitwanderinnen hatte ich mich eigentlich auf eine Wertung von vier (von fünf möglichen) Rosinen geeinigt. Ich muss das aber im Nachhinein korrigieren, denn es fehlten die Rosinen. Das gibt eine Rosine Abzug, da bin ich streng. Ansonsten war der Kaiser zwar sehr fluffig und schmeckte nicht zu sehr nach Ei oder Mehl, er war allerdings auch sehr fettig und das Apfelmus war langweilig. Also drei von fünf möglichen Rosinen.

Vor dem Kaiser waren wir recht schlapp und etwas demotiviert vom Wetter gewesen, aber nach dem Kaiser beschlossen wir, das Hörnle doch noch in Angriff zu nehmen. Ab hier hatten wir geschlossene Schneedecke, was das Laufen weniger halsbrecherisch machte. Von der Hütte weg ist der Weg erst einmal sehr lange flach, geht immer etwas hoch und runter. Erst kurz vor dem Gipfel geht es wieder bergauf, ganz am Schluss kommt ein kleiner steiler Anstieg. Und dann standen wir glücklich oben und betrachteten das grandiose Panorama. Nicht. Jemand machte ein Gipfelfoto von uns, man erkennt gut den Nebel zwischen uns und dem Fotografen:

Gipfelfoto im Nebel Hinteres Hörnle | raupenblau

(c) unbekannter Fotograf

Auf dem Rückweg gingen wir auf Nummer sicher und nahmen den gleichen Weg. Alles in allem waren wir so viereinhalb Stunden unterwegs, davon eine Stunde Pause. Eine schöne kleine Wanderung, allerdings war es trotz Eis und Nebel relativ belebt. An schönen Tagen ist es also vermutlich proppenvoll. Aber laut dem Gipfelbuch soll der Blick vom Gipfel ja sehr beeindruckend sein. Und man kann sich bei Bedarf auch noch auf das Vordere und Mittlere Hörnle verteilen. Die Tour ist hier noch einmal beschrieben (inkl. pdf-Karte).

Vielen Dank an Angela für die Fotos und die Idee zum Titel!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: