Laufen / Rennen / Joggen

15 Jan

Ein ehemaliger Student von mir, Pat Heine, ein netter junger Amerikaner, hat sich vorgenommen, 50 Meilen zu laufen. Das sind 80,467 Kilometer. Fast ein doppelter Marathon. Und ich finde Marathon schon verrückt. Das hier ist Pat:

(c) Pat Heine

Er will am 3. Mai The North Face Endurance Challenge in Bear Mountain, NY mitlaufen und so wie ich ihn kenne, macht er das auch. Pat hat einen kleinen Blog zu diesem Unterfangen, TRAIL TO 50, auf dem er auch detailliert sein Training schildert. Pat verbindet das Rennen auch mit einem Fundraiser, alle Informationen dazu gibt es hier.

Ich finde die Idee, 50 Meilen zu rennen, völlig verrückt. Gleichzeitig beeindruckt mich Pat sehr – er ist ein wahnsinnig kreativer Mensch und dabei gleichzeitig so unheimlich willensstark. Ein bisschen musste ich deswegen auch über mich selbst schmunzeln, als ich gestern durch den Schneeregen-Matsch im Englischen Garten joggte. Es war kalt und dunkel, aber toll. Ich laufe erst seit einiger Zeit wieder und genieße es gerade sehr.

Allerdings sind meine Ziele etwas bescheidener: Ich laufe mit dem NHS choices Couch to 5K-Podcast, der, wie der Name schon sagt, zum Ziel hat, fünf Kilometer zu laufen. Also ein Sechzehntel von dem, was Pat vorhat. Naja, jeder fängt mal klein an. NHS steht für National Health Service und ist, grob gesagt, das Gesundheitssystem von Großbritannien. Der Podcast wurde also quasi für britische Couch-Potatoes entwickelt, die am Ende einer neunwöchigen Trainingsphase in der Lage sein sollen, fünf Kilometer am Stück zu laufen. Tatsächlich konnte ich auch vorher schon fünf Kilometer am Stück laufen, allerdings habe ich mich dabei nie so richtig kompetent und fit gefühlt – ich war immer in Sorge, zu schnell zu laufen und die Strecke nicht zu schaffen, weswegen ich dann eher gekrochen bin. Was kurioserweise sehr anstrengend ist. Couch to 5K arbeitet mit Intervall-Training, das heißt Phasen des Laufens und Gehens wechseln sich ab, wobei der Lauf-Anteil von Woche zu Woche größer wird. Eine freundliche Engländerin namens Laura sagt einem, was zu tun ist, zwischendurch spielt sie fetzigen Brit-Pop.

Für mich ist der Podcast ideal, ich muss mich um nichts kümmern, laufe einfach und merke inzwischen (ich bin bei Woche sechs) wie ich merklich fitter und schneller werde. Musste ich mich anfangs noch überwinden, die Lauf-Sachen anzuziehen, kann ich es jetzt kaum erwarten und freue mich schon den ganzen Tag auf mein Training. 50 Meilen sind sicher nicht mein Ziel, aber vielleicht werden es mal zehn Kilometer? Da wäre ich schon ganz schön stolz.

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