Rosskopf über Firstalmen und Stümpfling

7 Jan

Ich hatte die Wahl: entweder fängt 2014 mit Käsetoast an oder mit einer Wanderung. Aber da ich die Speicherkarte mit den Toast-Fotos nicht hier habe, gewinnt die Wanderung. Der erste Gipfel 2014 war der putzige kleine Rosskopf (1580 m) über dem Spitzingsee. Die schönen Bilder hat Wander-Gefährtin Jasmin geschossen.

Rosskopf | raupenblau

Wir sind mit der BOB angereist und von Fischhausen-Neuhaus aus mit dem Bus bis hinauf zum Spitzingsattel gefahren. Von dort folgt man einem breiten Weg hinauf zu den (Unteren und Oberen) Firstalmen (1370 m), die beide bewirtschaftet sind. Der Wanderweg ist gleichzeitig Rodelbahn, was bei den momentanen Schneeverhältnissen kein Problem war. Bei Schnee stelle ich mir das allerdings schon etwas abenteuerlich vor. Ab den Firstalmen ist man dann auch mitten im Skigebiet unterwegs, kann allerdings größtenteils neben der Piste gehen. Hier waren dann Gamaschen schon erforderlich.

Rosskopf | raupenblau

Zwischen Firstalmen und Stümpfling

Nach den Firstalmen erreicht man dann relativ schnell den Stümpfling (1508 m). Dieser ist nicht wirklich ein Gipfel, sondern eher ein Zwischenplateau, auf dem zwei Sessellifte landen. Wir nannten diese Etappe der Wanderung „sich deplaziert fühlen“, weil man die ganze Zeit von Skifahrern umrundet wird. Nach dem Stümplfing wird es etwas angenehmer, die letzten knapp 80 Höhenmeter bis zum Rosskopf legt man auf einem kleinen Winterwanderweg zurück, auf dem nur ab und zu ein Skifahrer auftaucht. Kurz vor dem Gipfel steht eine putzige kleine Hütte, von deren Rückseite man einen tollen Blick auf die dahinter liegenden Bergketten hat.

Rosskopf | raupenblau

Kurz vor dem finalen Anstieg zum Rosskopf

Vom Rosskopf abwärts gibt es diverse Abstiegsvarianten. Wir gingen Richtung Grünsee-Almen (von der Lift-Bergstation aus rechts vom Zaun halten). Hier wären Schneeschuhe nicht schlecht gewesen – das Gelände ist recht steil und der (inzwischen ja schon ziemlich alte) Schnee war überfroren und harschig, so dass es stellenweise ganz schön schwierig war, Halt zu finden. Bei anderen Verhältnissen ist das kurze steile Stück aber gut zu bewältigen.Rosskopf | raupenblau

Nach den Grünsee-Almen geht es einen gemütlichen Wanderweg abwärts durch den Wald Richtung Valepp. Einfach den Schildern Richtung Spitzingsee folgen – auf dem Weg liegt dann noch die bei Münchnern bekannte und beliebte Albert-Link-Hütte, die man von Spitzingsee aus bequem in 20 Minuten zu Fuß erreichen kann. Ganz Faule fahren mit dem Auto bis direkt vor die Tür. Entsprechend war auch der Betrieb. Wir testeten einen Kaiser, den es hier in vier Varianten (unter anderem auch einer deftigen) gibt.

Kaiserschmarrn Albert-Link-Hütte

Kaiserschmarrn Albert-Link-Hütte

Unser Kaiser war ein Hybrid-Kaiser: Rosinen, Mandeln, Zwetschgen UND Apfelmus. Leider eher enttäuschend: Der Kaiser sieht aus wie Chicken Wings, schmeckt recht neutral und ist dafür sehr fettig. Die „Außenhaut“ (sowas sollte ein Kaiser nicht haben) ist recht hart, innen ist er zwar fluffig aber wie gesagt recht fad. Apfelmus und Zwetschgen waren auch nichts besonderes. Leider nur zwei von fünf möglichen Rosinen in der Kaiser-Wertung.

Alles in allem eine nette kleine Wanderung; wir waren mit Bahnfahrt hin und zurück acht Stunden unterwegs. Einige nützliche Infos inkl. Kartenausschnitt zur Umgebung gibt es noch hier.

 

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