Riesenberg und Schlüssellochhöhle

23 Mai

In den letzten Wochen war ich schon fleißig Kaiserschmarrn-Testessen. Einmal auf der Mariandlalm am Trainsjoch (3 von 5 möglichen Rosinen in der Kaiser-Wertung; zu wenig fluffig und sehr alkoholisch, ich bin den Berg quasi besoffen runtergelaufen), am Montag mal wieder auf dem Rotwandhaus (wie immer 5 von 5 Rosinen, der Kaiser ist einfach unschlagbar gut). Auf dem Weg zur Mariandlalm habe ich mich peinlicherweise verlaufen und den armen Freund auf den falschen Berg gelotst, das Rotwandhaus hatten wir ja hier schon öfter, deswegen berichte ich heute mal vom Riesenberg, da waren wir letzten Samstag.

Gestartet sind wir vom Wanderparkplatz Lederstube in Frasdorf (700 Hm). Tipp: Wenn man bis zum Ende des Parkplatzes fährt, gibt es ein paar kostenlose Plätze für Besucher der Frasdorfer Hütte. Auf ebendieser Hütte hatte ich im letzten Jahr eine denkwürdige Nacht verbracht, allerdings in Schnee und Eis. Dieses Mal war alles schön grün:Wald am Riesenberg | raupenblau

Der Weg hinauf zur Frasdorfer Hütte (945 Hm) ist ein breiter Forstweg, nicht zu steil und dementsprechend ist man auch nicht allein. Danach kann man auf dem Weg zur Riesenhütte (1346 Hm) auf einen kleineren Steig ausweichen, aber auch da ist einiges los. Auf der Hütte selbst gab es natürlich erstmal einen Kaiser:Kaiserschmarrn auf der Riesenhütte | raupenblau

Aufgrund eines Missverständnisses gab es einen Kaiser zu viel – ein Trauerspiel, denn so einen guten Kaiser wirft man ja nicht weg! Die Reste landeten dann letztendlich in der Tupperbox. Der Riesenhütten-Kaiser kostet knapp 8 Euro, ist in Orangensaft karamellisiert und würde 5 von 5 Rosinen bekommen, wenn denn Rosinen drin wären. Da diese aber fehlen, bekommt er 4 von 5 Rosinen. Mit dem Bauch voller Kaiser kletterten wir auf den Gipfel des Riesenberges (1449 Hm) und genossen kurz die Aussicht auf den Chiemsee und die Kampenwand. Leider habe ich kein Bild gemacht, daher hier ein Schnappschuss von weiter unten am Berg, aber in die gleiche Blickrichtung:Kampenwand vom Riesenberg gesehen | raupenblau

Obwohl ich schon lange nicht mehr oben war, betrachte ich die Kampenwand irgendwie ein bisschen wie meinen Hausberg, vielleicht weil man sie vom Chiemsee aus immer so schön sieht. Vom Riesenberg aus gingen wir dann auf den Hochries zu und wandten uns anschließend nach Süden, um den Spielberg zu umrunden (hier eine Übersicht). In der Gegend fanden wir noch einiges an Schnee, Ziel der ganzen Sache war aber etwas ganz anders: Die Schlüssellochhöhle. Die Höhle ist gar nicht so einfach zu finden, auch wenn sie auf der Karte eingezeichnet ist, denn der Eingang ist wirklich nur ein kleines Loch im Felsen, in welches man mehr oder weniger auf allen Vieren hineinkriecht. Drinnen wird es dann schnell stockdunkel, wir hatten aber vorsorglich Stirnlampen mitgebracht.

Schlüssellochhöhle | raupenblau

(c) David Englhardt

Ich war zum ersten Mal in so einer ‚untouristischen‘ Höhle und war sehr fasziniert. Es ist gleichzeitig sehr schön (innen ist der Fels feucht und ganz sauber, fast rosa), ziemlich beängstigend und auch echt gruselig. Weit hinein haben wir uns nicht getraut und ich musste zwischendurch immer mal wieder raus, um nachzusehen, dass die Welt noch existiert – aber ein tolles Erlebnis.

Brückenklettern | raupenblau

Über einen etwas anderen Weg ging es dann wieder hinunter zum Parkplatz, wobei einige Hindernisse überwunden wurden, die man eigentlich nicht hätte überwinden müssen.

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