Abenteuer, auch auf dem Eis

28 Jan

Ich habe mir etwas vorgenommen. Es tauchte bei meinen Vorsätzen für das neue Jahr nicht auf, und irgendwie gehört es da auch nicht hin, denn es ist eher so ein latenter, schon länger existierender Vorsatz. Er lautet: abenteuerlustig sein. Es gibt ja immer viele Empfehlungen für das Leben, aus unterschiedlichsten Richtungen und einer lautet häufig: regelmäßig die Komfortzone verlassen. Vermutlich ist damit genau das beschrieben, was ich mit meiner Abenteuerlust auch meine. Aber ich mag die Begrifflichkeit der Komfortzone nicht, denn für mich hört es so an, als wäre es sehr unbequem, sie zu verlassen – eine Quälerei, die man sich antun muss, um irgendwelchen externen Ansprüchen zu genügen. Nein danke, ich habe nicht vor, mich selbst zu foltern. Ich möchte nur einfach gerne mein Leben so leben, dass ich auch ab und zu etwas neues erlebe, auch wenn das bedeutet, dass ich ein gewisses Risiko eingehe. Nämlich das Risiko, dass mir etwas doch nicht gefallen könnte. Bevor das hier alles sehr theoretisch wird mache ich mal ein konkretes Beispiel: Am Wochenende war ich mit zwei lieben Kollegen Eislaufen. Hier sieht man meinen Fuß auf Eis:Eislaufen | raupenblau

Als Kind durfte/musste ich öfter mal eislaufen und war dabei eher unerfolgreich. Je älter ich wurde, desto unerfreulicher wurde das Eislaufen, denn ich war ein sehr unsportliches Kind und habe mich nie verbessert. Das lag auch daran, dass ich mich nicht getraut habe, etwas auszuprobieren. Ich war schon froh, wenn ich nicht hingefallen bin und so drehte ich eher angsterfüllt meine Runden (Bremsen erschien mir schon als zu gefährlich) und war froh, als diese Wochenend-Aktivität irgendwann von der Liste der familiären Aktivitäten verschwand. Dieses Jahr vor Weihnachten kam dann die Idee auf, Eislaufen zu gehen. Instinktiv dachte ich sofort über lebensrettende Ausreden nach und tadelte mich dann selbst: Obwohl mir nie etwas dramatisches beim Eislaufen zugestoßen ist, wollte ich mich drücken. Nicht sehr abenteuerlustig. Und so stand ich nach geschätzten 16 Jahren wieder auf dem Eis, im Prinzregentenstadion, wo ich zufälligerweise auch meine allerersten Eislauf-Schritte gemacht hatte. Es war tatsächlich ziemlich lustig. Bremsen kann ich zwar immer noch nicht, aber wer weiß? Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät.

Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Die Zwerge und Pinguine auf Skiern stehen im Prinzregentenstadion nur Kindern bis sechs Jahre zu. Betteln hilft nicht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: