Hohe Asten

25 Jan

Kurz nach Neujahr, genau genommen am 3. Januar des Jahres 2013, habe ich eine kleine Wanderung unternommen. Ziel war der Berggasthof Hohe Asten. Laut meinem Hüttenführer hat man von dort einen „herrlichen Ausblick über das Inntal bis zum Chiemsee“, außerdem gäbe es einen Kaiserschmarrn, der „weit über die Umgebung bekannt“ sei. Kaiser ist immer gut, Blick auch, also nichts wie los. Die Anfahrt mit dem Auto ist schon fast lächerlich einfach: Man verlässt die A93 an der Ausfahrt Brannenburg, biegt zweimal links ab und ist am Parkplatz. Mit der Bahn kann man ebenfalls direkt nach Flintsbach fahren und von dort losgehen. Auf der Website des Gasthofes ist auch eine Wegbeschreibung, eine Tourenbeschreibung gibt es hier.

Am 3. Januar lag noch nicht so viel Schnee, jetzt sieht es da sicher etwas romantischer aus. Der Weg ist sehr einfach, hat aber ein paar schöne kleine Überraschungen zu bieten. Gleich nach dem Parkplatz trifft man auf die erste, die Ruine der Falkenburg, die sogar eine Burgmauer hatte:Mauer an der Falkenburg | raupenblau

Von der Burg selbst ist nur der Turm erhalten, dieser ist dafür immer noch bewohnt:Falkenburg | raupenblau

Nach der Burg hat man die Wahl – auf der Forststraße bleiben oder einen kleinen Steig nehmen. Ich folgte zwei Rentner auf den Steig, denn ältere Damen und Herren in den Bergen kennen sich meist gut aus. Die Entscheidung war richtig, man steigt gemächlich durch den Wald auf und hat seine Ruhe. Nach einiger Zeit kann man einen Abstecher zum Petersberg machen, den ich mir für den Rückweg aufheben wollte. Kurz danach trifft man auf einen uralten Bergbauernhof, den recht schlicht, aber treffend Bauer am Berg heißt:Bauer am Berg | raupenblau

Der Weg geht eigentlich die ganze Zeit stetig, aber nie anstrengend bergauf, irgendwann kommt ein lächerlich kurzes etwas steileres Stück. Trotz Schnee ab ca. 700 Metern war es eher ein etwas sportlicherer Spaziergang. Nach einer guten Stunde, vielleicht eineinhalb, erreicht man die Hohen Asten:Hohe Asten | raupenblau

Dort bestellte ich den vielgerühmten Kaiser. Naja.Kaiserschmarrn Hohe Asten | raupenblau

Höchstens drei von fünf Rosinen. Allein schon, weil keine drinnen waren. Preiselbeeren aus dem Glas, Kaiser eher lauwarm. Weder in Schmalz gebraten noch mit Rum flambiert. Wenn ich es mir recht überlege, waren es wohl nur zwei von fünf Rosinen. Man muss allerdings dazu sagen, dass der Kaiser starke Konkurrenz hatte, denn am 28. Dezember hatte ich einen starken Konkurrenten am Wallberg verspeist. Mir Rum-Pflaumen. Allerdings hatte dieser Wallberg-Kaiser den Vorteil, dass ich zwei Stunden schnellen Aufstieg in einem Schneesturm hinter mir hatte. Meinen Brüdern und meinem Cousin gegenüber hatte ich eine leichte Wanderung angekündigt, ich hoffe sie haben mir inzwischen verziehen. Aber das ist eine andere Geschichte. Der Kaiser am Wallberg war auf jeden Fall im drei bis vier Rosinen-Bereich. Kostete aber auch knapp 12 Euro im Vergleich zu knapp acht Euro auf den Hohen Asten.

Zurück zum Berg. Nachdem der Kaiser verdrückt worden war, versuchte ich unter dem Gelächter einiger älterer Herren vergeblich, die alte Haustür von innen zu öffnen. Komplizierter Mechanismus. Nach meiner Befreiung machte ich mich zügig an den Abstieg, denn ich wollte ja noch den Petersberg mit seiner Kirche besuchen. Es gibt zu diesem Berg ein fancy Projekt, eine Tafel versprach auch wieder den grandiosen Ausblick. Also hoch. Die Kirche war natürlich zu, auch wenn die Tafel etwas anderes versprochen hatte. Der Ausblick – nun ja. Schauen wir uns erstmal die Kirche an:Peterskirche Flintsbach | raupenblau

Die ist schnuckelig, aber das Inntal halt nicht. Man kann weit gucken und sieht dann schön deutlich den begradigten Inn und die A93. Deswegen muss man da jetzt nicht hoch, aber der Weg ist schön abwechslungsreich und ich denke ich werde im Sommer nochmal wiederkommen – dann kann man das auch locker mal nach Feierabend machen.

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2 Antworten to “Hohe Asten”

  1. Ben Februar 11, 2013 um 15:33 #

    Ich kenne da wen, der hat schon ein Kaiserschmarrn wettkochen gewonnen 😉

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