Ein Wochenende im Januar

14 Jan

Dies ist der Versuch, einen Wochenend-Rückblick zu schreiben, mein Wochenende war nämlich lustig. Leider war es gleichzeitig völlig unzusammenhängend, deswegen mache ich heute mal etwas, das ich sonst vermeide – Sternchen nämlich.

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Fangen wir mit dem Samstag an. Nach einem netten Freitagabend in bester weiblicher Gesellschaft in der Bar Reichenbach durfte ich ausschlafen. Danach machten wir einen Ausflug hierhin:Fische im Sea Life | raupenblau

Seit der Eröffnung (2007?) war ich nicht mehr im Münchener Sea Life gewesen. Dort zeigt man jetzt auch tropische Fische, da so viele Münchener auch in tropische Ländern in den Urlaub fahren – oder so. Wie auch immer, Fische sind ja stets lustig anzusehen, das waren sie auch gestern. Etwas schade war, dass die Tierchen wohl etwas durcheinander gekommen sind. Jedenfalls waren oft andere Fische in den Becken, als auf den Tafeln daneben, deswegen habe ich nicht so viel gelernt wie ich wollte.

Auf die Fische folgte ein furchtbarer Folter-Besuch in einem Laden namens V-Markt, Super- und Baumarkt in einem. Mag keine großen Supermärkte. Abends nach langer Zeit mal wieder diesen Film hier geguckt und viel gelacht.

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Der Sonntag war dann noch inkonsistenter. Vormittags Squash, ebenfalls seit langem mal wieder. Auf dem Weg zur Bushaltestelle sprach mich eine ältere Dame an, zeigte auf meinen Squash-Schläger und meinte: ‚Das sieht schön aus.‘ Das hier ist mein Squash-Schläger:Squash Schläger | raupenblau

Über Geschmack lässt sich ja streiten, aber sie fügte erklärend hinzu: ‚Das sieht so nach Sommer aus.‘ Die Erklärung lasse ich gelten, auch wenn der Sommer im Squash-Center eher einer Tour durch den Backofen einer Großbäckerei gleicht. Squash erwies sich dann als so anstrengend, wie ich es in Erinnerung hatte.

Das wahre Highlight folgte dann aber um 15 Uhr, als ich mir mit meiner Mama Schwanensee in der Philharmonie ansah, getanzt vom Russischen Staatsballett. Meine Mutter hatte sich im Vorfeld geweigert, irgendein anderes Ensemble als Alternative zu akzeptieren, außerdem wollte sie Karten der besten Kategorie, die glücklicherweise dann auch sie bezahlt hat. Hier erst einmal ein kleiner Einblick vom letzten Jahr aus Wien, mit Stimmen aus Wien, die in München sicher ähnlich geklungen hätten:

Die tollen Plätze erwiesen sich als gute Investition, denn so sieht man viel mehr lustige Details. Zum Beispiel den hampelnden vierten Schwan in der linken Reihe, der einfach nicht stillstehen und brav nach unten gucken konnte. Oder den offenbar angeschlagenen Solo-Tänzer (nennt man das so?) im ersten Akt, der furchtbar schnaubte, schwitzte und unter dem Gewicht seiner beiden Tanz-Partnerinnen fast umkippte. Ich sah Schwanensee zum ersten Mal und war schon ein wenig verzaubert. Hier eine ikonische Szene, ebenfalls vom Russischen Staatsballett:

Etwas irritierend fand ich, dass im zweiten Akt, beim ersten Auftritt der Odette, wie wild fotografiert wurde. Mit Blitz! In der Philharmonie! Erstens finde ich es unhöflich, so einen kulturell hochwertigen Moment durch Blitzlicht aus Billig-Knips-Kameras zu zerstören (die Bilder werden eh scheiße). Zweitens ist es verboten, weswegen die Damen an den Saaltüren auch wütend herumliefen und das Geknipse zu verhindern suchten. Drittens, und das ist mir das größte Rätsel – wenn man schon fotografiert, warum dann ausgerechnet die Szene, die man ohnehin schon fünfhundert Mal im Fernsehen oder auf Bildern gesehen hat? Jeder weiß, wie dieser zweite Akt aussieht – vom ersten und dritten hatte ich keine Ahnung. Was macht man denn dann mit so einem Bild? Zeigt man es seinen Freunden und sagt: ‚Hier, ein Bild, dass ihr eh schon kennt, nur in schlechterer Qualität‘? Ach ja und viertens: Wenn man fotografiert, dann bekommt man doch gar nichts mit. Das ganze Konzept blieb mir rätselhaft. Und ich hätte die Tänzerinnen gerne gefüttert.

Abends dann noch Tatort geguckt. Nicht so begeistert gewesen.

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