Rosmarin-Salz

8 Jan

Kurz vor Weihnachten hatte ich noch einmal einen Bastelschub. Ich mache eigentlich wenige Geschenke selbst. Mit Grauen muss ich immer an das Buch ‚Hab ich selbst gemacht‘ denken, in dem Autorin Susanne Klingner sich vornimmt, ein Jahr alles oder so viel wie möglich selbst zu machen (oder so). Kurioserweise kauft sie dann im Supermarkt keine Butter mehr, sondern Sahne, die sie so lange schüttelt, bis daraus Butter wird. Da hat jemand ganz genau verstanden, wie es funktioniert. Aber ich schweife ab. Sie bastelt natürlich auch alle Weihnachtsgeschenke selbst und ist am Ende furchtbar im Stress. Wie schon einmal beschrieben, schenke ich gern, aber ich möchte dabei möglichst keine verzweifelten Schmerzenslaute ausstoßen müssen. Trotzdem, am Freitag vor Weihnachten hatte ich frei und habe das Trachten-Projekt fertiggestellt (finaler Bericht folgt bald). Da blieb dann noch ein ganzes Wochenende voller Bastelfreuden und diese Zeit habe ich genutzt. Unter anderem habe ich Rosmarin-Salz selbst gemacht:Rosmarinsalz | raupenblau

Das geht fast schon gruselig einfach, macht Spaß und schmeckt super (der Freund, der sonst Vollkornbrot verschmäht, aß mehrere Scheiben – nur mit Butter bestrichen und Rosmarin-Salz bestreut). Die Anleitungen im deutschen Internet beinhalteten alle einen Mörser, die im US-Netz alle einen ‚Food Processor‘. Ich weiß nicht, was das ist, aber es klang weniger anstrengend als ein Mörser, den ich auch gar nicht besitze. Letztendlich packte ich die Rosmarin-Nadeln mit ein bisschen Salz in den Aufsatz meines Pürierstabes und dort wurden sie dann ganz unanstrengend kleingehäckselt. Aber fangen wir mal von vorne an. So hab ich das gemacht:

Zutaten (für 300 Gramm Rosmarin-Salz):

300 g Meersalz
3 Zweige Rosmarin

(1) Rosmarin waschen, so weit es geht abtrocknen (bin da ungeduldig, natürlich könnte man auch einfach warten, bis die Zweige wieder trocken sind). Nadeln von den Zweigen abstreifen und in den ‚Food Processor‘ oder Mörser tun. Etwas Salz dazu – mörsern/processen.

(2) Rosmarin-Salz-Mischung mit restlichem Salz vermengen, durch ein Sieb streichen (so verbinden sich die ätherischen Öle des Rosmarin mit dem Salz).

(3) Auf einem Backblech ausbreiten, bei 40 bis 50 Grad im Ofen trocknen (hat bei mir ca. 40 Minuten gedauert). Noch einmal durch ein Sieb streichen. In Gläser füllen. Fertig.

Ich fand das ganze so einfach und irgendwie spaßig, ich glaube Salz wird mein neues Hobby. Da sind ja noch viele andere Mischungen denkbar.

Advertisements

2 Antworten to “Rosmarin-Salz”

  1. debelloculinario Januar 16, 2013 um 08:49 #

    Food processor ist kuechenmaschine/puerierstab- alles richtig gemacht. Damit kannst du dann auch schwierigkeitsstufe 2 meistern: die sahne zu selbstgemachter butter verarbeiten;-)

    • Clarissa Januar 18, 2013 um 13:08 #

      Nee nee, mir ist meine Butter aus dem Supermarkt-Kühlregal für’s erste genug 😉 Danke für den Processor-Hinweis, dann kann ich ja fleißig weiter ‚processen‘!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: