Anderswo: Kilcowera-Station

4 Okt

Die meisten Blogger sind ja auch begeisterte Blog-LeserInnen und bei mir ist das keine Ausnahme. Dabei bin ich nicht auf ein bestimmtes Thema fixiert, sondern lese ziemlich viel verrücktes Zeug. Auch von Menschen, die komplett andere Ansichten haben als ich – auch wenn ich mich manchmal tierisch aufrege, finde ich es spannend, die Denkstrukturen und Ideen anderer Menschen so mitzubekommen. Und ab und zu stolpere ich über einen Post, der Assoziationen und Erinnerungen bei mir auslöst und mich so an Dinge denken lässt, die schon lange zurück liegen. So geschehen heute auf dem Blog von Outbackfarmerin-Toni, benannt nach ihrem Land: Kilcowera Station. Da schreibt Toni heute über die Handaufzucht von Lämmern und Kälbern. Hier ein Bild, auf dem ein Kalb gerade gefüttert wird:

Nach dem Abitur bin ich ein halbes Jahr durch Australien und Neuseeland gereist. Das war keine leichte Zeit für mich, so weit weg von Freunden und Familie, und gleichzeitig eine der tollsten Zeiten überhaupt. Zwei Monate habe ich auf einer Outback Station gearbeitet und dort genau solche Dinge gemacht: Schafe gehütet und elf Kälber per Hand großgezogen. Im Gegensatz zu Tonis Kälbern waren diese nicht durch irgendwelche Umstände zu Waisen geworden, sondern wurden als kleine Milchkälbchen aufgekauft, um sie auf der Farm großzuziehen und dann – naja – zu essen. Einzige Ausnahme war das Kalb Niclas, dessen Mutter sich kurz nach der Geburt in den Busch verzogen hatte und nie wieder auftauchte. Niclas wurde besonders zutraulich. Da so eine kleine Kuh ziemlich viel Milch trinkt, wurden die Kleinen auch nicht mit der Flasche gefüttert sondern mit so einer grünen Futter-Vorrichtung wie auf dem Bild. Die Kälber sollten eigentlich früh um fünf gefüttert werden. Spätestens um vier standen sie unter meinem Schlafzimmer-Fenster und haben herzerweichend gemuht. Ich denke ich muss nicht lange ausführen, dass sie ihr Essen täglich früher serviert bekamen. Daran habe ich lange nicht gedacht – lustig, wie so ein Bild alte Erinnerungen wieder aufleben lassen kann.

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