London

27 Aug

Tower Bridge

Im zarten Alter von 27 Jahren war ich nun auch mal in London. Ja, ich weiß. Ich war dafür schon anderen Orten. So. Freitag Abend bin ich hin geflogen, mit dem letzten EasyJet-Flieger aus München. Kurz ein Wort zu EasyJet: Wo bekommt man dieses Personal her? Gibt es spezielle Trainings? Unfreundlichkeits-Trainings? Damit mich niemand falsch versteht: Ich rege mich hier nicht auf. Die Flüge sind ja wirklich sehr billig, dafür lasse ich mich auch gerne mal anraunzen. Ich bin eher beeindruckt. Grundsätzlich war ich aber erleichtert – bei meiner letzten Billig-Airline-Erfahrung war ich plötzlich in Stockholm und rannte von einem Terminal zum anderen. Ich wollte nie nach Stockholm. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zu London. Die Erwartungen waren sehr hoch, weil ja die Hälfte der Menschheit bei der Erwähnung der britischen Metropole schier ausflippt. Entsprechend gut versorgt war ich auch mit allen möglichen Tipps – Reiseführer oder -planung waren gar nicht mehr nötig. Am ersten Tag war ich noch nicht so begeistert, da sehr müde. Das änderte sich nach dem ersten Gin & Tonic am Abend und am Sonntag war ich dann schon London-Fan. Ich mag einfach gerne alte Städte, zum Glück herrschte bei meinen Mitreisenden kein Sightseeing-Druck, obwohl wir alle das erste Mal da waren. So liefen wir, von gelegentlichem Jammern begleitet, gemütlich durch die Stadt und meistens war es sogar trocken. Auch über die Engländer kann man ja der einen oder der anderen Meinung sein, ich fand sie alle sehr nett und zuvorkommend und hatte großen Spaß mit dem British Accent. Und viele davon waren ja auch sehr lässig.

London Eye

Besonders angetan hat es mir übrigens der Borough Market. Im nächsten Leben möchte ich Brownie-Verkäuferin auf dem Borough Market werden und zwar genau diese Brownie-Verkäuferin:Borough Market London

Und natürlich werde ich eine Liebschaft mit einem der Jungs vom Pieminister-Stand haben, von dem mein leckeres Mittagessen kam – Pie mit Lamm und Minze. Nach einigen traumatischen Pie-Erfahrungen in Australien während meiner frühen Jugend eine wahre Wohltat:Lamb Mince Pie

Vielleicht wird der Junge vom Pie-Stand Desmond heißen. Das wird man im nächsten Leben erfahren.

 

Jetzt will auch nur noch schnell sagen, wo wir gewohnt haben, denn Unterkünfte in London sind offenbar ein großes Thema. Wir waren auf Empfehlung eines Freundes in einem Hostel der Astor-Kette, und zwar im Astor Hyde Park. Das Hostel ist in einem tollen alten Haus in Kensington, die Zimmer sind sauber und alles ist ziemlich neu. Das Personal ist nett, aber ziemlich stoned. Könnte aber auch an meinem Alter und der schwindenden Toleranz für hippe Teenager, die in Hostels arbeiten, liegen. Insgesamt habe ich ein gutes halbes Jahr meines Lebens in Hostels gewohnt und ich muss sagen – auch wenn ich in Hochbetten immer noch automatisch in komatösen Tiefschlaf verfalle, mein Ablaufdatum scheint näher zu rücken. Man sollte Senioren-Zimmer in Hostels einrichten, für Menschen, die noch nicht über das nötige Kleingeld für ein Hotel verfügen, aber schon zu alt und unflexibel sind für weinende Lettinnen nachts um vier. Da könnte man dann gegenseitig Rücksicht nehmen und das Licht immer nur ganz kurz anmachen.

Zum Thema Mitbringsel wird es noch einen extra Post geben, denn wenn man eine Suche mit den Begriffen ‚Queen Jubilee Tea Towel‘ durchführt, eröffnet sich eine ungeahnte Vielfalt.

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Eine Antwort to “London”

Trackbacks/Pingbacks

  1. London | Stories & Places - Februar 4, 2013

    […] https://raupenblau.wordpress.com/2012/08/27/london/ […]

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