Lange Lesen

31 Dez

Seit ich zwischen den Jahren nicht mehr auf irgendwelche Prüfungen lernen muss oder hektisch Arbeiten fertigstellen, habe ich eine neue Tradition: Ich mache so wenig wie möglich. In dieser Woche ist es erlaubt sehr viel fern zu sehen, zu lesen oder genüsslich im Internet zu surfen. Oder zu schlafen. Ach ja, und zu essen natürlich. Genauso habe ich es auch dieses Jahr gehalten und endlich endlich ein Buch zu Ende gelesen, an dem ich seit ungefähr 2007 lese (kein Scherz): ‚Maps for Lost Lovers‘ von Nadeem Aslam.Maps for Lost Lovers - Nadeem Aslam

Ich habe natürlich nicht kontinuierlich an diesem einen Buch gelesen, aber immer mal wieder. Dass ich so lange gebraucht habe, liegt nicht daran, dass das Buch langweilig und -atmig ist – im Gegenteil. Das Buch ist fantastisch. Aber für jemanden, der Englisch nicht als Muttersprache hat, ist es harte Arbeit. Ich wette, es ist auch für einen Muttersprachler, der nicht viel liest, kein einfaches Lesevergnügen. Mein Vater hat es mir damals aus England mitgebracht, nachdem ich mir ausdrücklich ein Buch mit anspruchsvoller Sprache gewünscht hatte. Das hatte ich dann davon. Die Sprache ist wunderschön – sehr malerisch, grafisch, poetisch und einfach irgendwie – voll. In einem positiven Sinne. Wer also eine anspruchsvolle englische Lektüre sucht, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Wer keine Lust hat, sein Vokabelgedächtnis zu strapazieren, aber trotzdem ein tolles Buch lesen möchte: Das Buch wurde von  Rosetta Stein ins Deutsche übersetzt und ist unter dem Titel ‚Atlas für verschollene Liebende‘ erschienen.

Das Buch handelt von einer pakistanischen Familie in England – die Mutter, Kaukab und der Vater, Shamas, sind Auswanderer der ersten Generation. Sie haben drei Kinder, die alle die Familie verlassen haben. Zur Familie gehört außerdem Shamas‘ jüngerer Bruder Jugnu, ein Schmetterling-Liebhaber, der zu Anfang der Geschichte bereits fünf Monate spurlos verschwunden ist. Die Geschichte entwickelt sich um die Schicksale der Familie und der Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen mit ihnen verbunden sind. Sie beschreibt den Zwiespalt, in dem sich die Kinder befinden und die Schwierigkeiten der Eltern (vor allem der strenggläubigen Mutter), sich in einem immer noch fremden Land zurecht zu finden.

Wie gesagt – eine wirklich lohnende Lektüre. Und für das nächste Jahr kann ich mir ja einen neuen Wälzer zulegen. Ich wünsche jedenfalls schon mal einen guten Rutsch! Feiert wild und ausgelassen!

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