Ich habe es immer gesagt: Das Glockenspiel ist ein vollwertiges Instrument.

23 Jul
The Moonband Release Show

(c) Matthias Schöller

Heute schreibe ich meinen Post aus dem Bett, was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass ich gestern leicht fiebrig auf der Release Show der Moonband im Feierwerk rumhüpfte und -tanzte. Releast wurde das neue Album der Band, genannt The Significance of Denavigation. Wie man am (etwas überlangen) Titel dieses Posts erkennen kann, war der Höhepunkt der Show für mich der zweimalige Einsatz eines Glockenspieles. Ich hatte kürzlich eine Diskussion über vollwertige Instrumente. Die von mir als Kind leidenschaftlich gespielte Blockflöte wurde in diesem Zusammenhang diskreditiert. Genauso erging es dem Glockenspiel. Ich sehe das anders, auch wenn ich heute fast ein Klavier gekauft hätte. Aber dazu ein andermal mehr.

Zurück zur Moonband. (An dieser Stelle: Sorry, aber wenn ihr einen englischen Artikel in euren Bandnamen setzt, kann ich den nicht grammatikalisch sinnvoll in Sätze einbauen. Selbst schuld.) Wie auch schon beim letzten Album gibt es eine Geschichte, und wieder bin ich zu faul, sie ganz zu lesen. Eigentlich. Aber für meine Blogleser mache ich natürlich eine Ausnahme und fasse die Rahmenstory aus dem CD-Cover hier in zwei zitierten Sätzen so zusammen, dass sie äußerst philosophisch klingt:

„The idea of finding one’s way in open space, where all directions are possible, is more than bewildering. […] We soon discovered that finding a particular place wasn’t all that important.“

Gut, oder? Ok, eigentlich geht es in der Geschichte um irgendein fiktives Navigationsinstrument, aber allein die Idee, mich jetzt aufzurichten und ein Foto zu machen ist mir zu anstrengend. Lieber noch ein Foto vom Konzert:The Moonband Release Show

Ja, das Konzert. Ich schweife immer wieder ab. Es war toll, nicht nur wegen des Glockenspiels. Sympathische Menschen mit interessanten Instrumenten und schöne Musik. Live haben mich die neuen Songs sehr begeistert, auf CD bisher noch nicht so sehr. Kann ja aber noch kommen. Mit dem alten Album versetzte ich einst einen ganzen Mini-Bus in Trance. Das ist auch schwer zu toppen. Wobei die ganzen Sterne und Planeten im projizierten Bühnenbild durchaus etwas Hypnotisches hatten:The Moonband Release Show

Vorband war übrigen Clemens Techmer & Band. Gute Musik, aber die ganze Szene wirkte etwas absurd: Da saßen Teenager, ungefähr so alt wie mein kleinster Bruder (und das Kind ist ein Nachzügler) auf der Bühne und benutzten die Instrumente der Moonband. Es hatte etwas Surreales. Aber das passte ja ganz gut zum Abend. Leider finden ich das MySpace-Profil der Jungs nicht. Falls jemand schlauer ist: Gerne kommentieren!

Also: Kauft die neue CD der Moonband. Holt ein bisschen Space in euer Leben. Und ich mach mir jetzt noch einen Hagebutten-Tee.

Advertisements

3 Antworten to “Ich habe es immer gesagt: Das Glockenspiel ist ein vollwertiges Instrument.”

  1. Zelde Juli 24, 2011 um 11:30 #

    Ich denke, dass so viele Leute „einfache“ Instrumente abwerten liegt daran, dass so viele Menschen diese in ihrer Kindheit „spielen“ und dann behaupten. „Jaja, das kann ich ja auch. Demnach ist das kein richtiges Instrument.“ Dabei klingen gut gespielte Blockflöten und Glockenspiele wunderschön und es is wirklich schwierig. Das ist so ähnlich wie beim Klavier: Auf den Tasten klimpern kann jeder, Klavier spielen nicht. Irgendwie scheint der Unterschied beim Klavier nur offensichtlicher zu sein.

  2. Andy August 28, 2011 um 12:30 #

    Hier noch die Myspaceseite der Vorband:
    http://www.myspace.com/marvpaul

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: