Ein kleines Kissen mit Borte

6 Mrz

Bevor wir hier einsteigen mit kulinarischen Erinnerungen an den Skiurlaub (die Meisterfotografin sitzt noch an der Bildbearbeitung; nicht dass es da viel zu retuschieren gäbe) möchte ich noch ein kleines Projekt vorstellen. Bei meinem IKEA-Ausflug im Januar habe ich ja zwei dieser kleinen blauen IKEA-Kissen gekauft. Seltsamerweise hat IKEA für die Teile kaum Bezüge im Angebot und auch so findet man für Kissen mit Seitenlänge 35 cm selten Bezüge – hilft nur eins: selber nähen.

Der Kissenbezug ist ein echtes Reste-Kind, ich musste viel planen, messen und fluchen, um diverse Flecken und Löcher auf Stoff und Spitzenborte verschwinden zu lassen. An sich ist diese Form des Kissenbezuges aber kinderleicht herzustellen. Ich habe aufgrund der ganzen Schimpferei während des Herstellungsprozesses keine Fotos gemacht, daher müsst ihr nun wohl oder übel mit Zeichnungen von mir (oh ja – mit Buntstift gemalt!) vorlieb nehmen.

Schritt 1: Stoff zurechtschneiden

Ein Kissen ist je 35 cm breit und hoch. Da der Kissenbezug keinen Reisverschluss oder Knöpfe bekommt, braucht man etwas mehr Stoff, um den Umschlag zu nähen. Ich habe als Seitenlänge grob 85 cm abgemessen (so supergenau muss man da nicht arbeiten) und als Breite 35 cm (das muss natürlich schon stimmen). Wie immer beim Nähen muss ein Rand stehenbleiben (1-2 cm auf jeder Seite).

Schritt 2: Kanten umbücken

Da die langen Kanten später innen liegen, müssen nur die Kanten auf den kurzen Seiten umgebückt werden. Das fleißige Schneiderlein umsäumt vorher alles mit einer Zickzack-Naht. Gerade bei billigem Stoff ist das keine schlechte Idee, weil der schon mal gerne ausfranst.

Schritt 3: Borte annähen

Auf die spätere Vorderseite (bei Stoff mit Mustern ist das logischerweise die Seite mit Muster drauf) die Borte nähen. Hier muss man jetzt ein bisschen nachdenken, wo man das Ding haben will. Am besten den Stoff mal so zusammenlegen, wie er später sein wird (siehe Schritt 4) und die Borte entsprechend feststecken. Natürlich könnte man hier auch einen Stoffstreifen oder sonst irgendetwas annähen. Mir hat die Kombination aus dem recht schlichten, graphischen Design des Stoffes und der verspielten Borte gut gefallen. Die Borte wird einfach mit einer Naht an der oberen Kante befestigt.

Schritt 4: Falten

Ich weiß echt nicht, wie ich das erklären soll: Man faltet den Stoff halt so, wie er später liegen soll, aber linksrum. Ich kann wohl kein Pilot werden, denn ich musste ziemlich rumdrehen und –falten. Ich habe die Lasche außen, theoretisch kann man sie auch innen im Kissen haben. Allerdings hat das den Nachteil, dass eine Kante oben immer etwas absteht; ich bevorzuge daher den offensiven Umgang mit meiner Unfähigkeit, Knopflöcher zu nähen.

Schritt 5: Zusammenähen

Nun noch zwei Nähte an den Außenkanten, umdrehen, fertig.

Für die nackige Schwester des kleinen blauen Kissens fehlt jetzt noch ein Bezug – sobald es was an hat, werde ich es hier natürlich vorzeigen.

 

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