Das Gleichgewicht zwischen Kopf- und Handarbeit

10 Jan

Mit sechzehn war ich meinem Alter entsprechend unzufrieden mit mir und meinem Leben. Meine Mutter, eine sehr kluge Frau, sprach nicht das offensichtliche (Pubertät) aus, sondern sagte einen Satz, den ich mir seitdem gut gemerkt habe: „Das Gleichgewicht zwischen Kopf- und Handarbeit muss stimmen.“ Sie kaufte Wolle, ich strickte einen interessanten Pullover (orange) und tatsächlich: Die Welt wirkte wieder freundlicher.

Da es bei mir momentan mit der Kopfarbeit, sagen wir mal, nicht so ganz 100%ig reibungslos läuft, dachte ich: Etwas Handarbeit kann ja nicht schaden. Also habe ich mir erst einmal ein wenig Material besorgt, denn aus nichts kann man ja auch nichts machen (sagt die Frau mit den überquellenden Stoff-/Woll-Kartons auf dem Schrank). Im Internet habe ich diese tollen goldenen Knöpfe erworben:

Besonders cool finde ich die handgeschriebene Quittung, meiner Meinung nach ein Beweis dafür, dass das Internet inzwischen überall ist. Oder so ähnlich. Die Knöpfe sind aber auf jeden Fall prima und werden demnächst Bestandteil diverser Kurzschals. Die Großen zumindest – die Kleinen waren eher ein Lustkauf. Vielleicht für Stulpen. Oder Kurzschals für Katzen.

Dann war ich ja am Samstag noch bei IKEA mit dem Bruder und der Nachbarin. Danke Bruder, dass du ein Auto besitzt und deine Schwester damit herum fährst! IKEA. Ich bin ja Fan. Warum eigentlich? Ich finde nämlich weder die Möbel noch die Accessoires von IKEA besonders toll (im Einrichtungshaus sehen sie noch gut aus, daheim verwandeln sie sich in eine IKEA-Werbetafel). Aber ich liebe die Bilderrahmen (billig), die Stoffe (billig und zum Teil ziemlich tolle Muster) und die Küchenutensilien (nützlich). Dementsprechend habe ich Bilderrahmen, einen Milchaufschäumer (siehe Neujahrsvorsätze) und diesen Stoff  gekauft:

€ 2 pro Meter. In schier unmenschlicher Selbstüberwindung habe ich nur einen Meter gekauft, da ich keine Ahnung habe, was ich mit diesem doch sehr bunten Textil anfangen soll. Außerdem gab es noch zwei dieser Mini-Kissen, die sich beim Waschen in kleine Klumpen verwandeln (ich werde sie einfach nie waschen, sondern für 79 Cent austauschen, sollten sie je dreckig werden). Für diese Kissen habe ich schon einen ziemlich coolen Plan, den ich demnächst hier vorstellen werde.

Da ich ja nun aber eigentlich nur eingekauft und keine wirkliche Handarbeit verrichtet hatte, wollte ich noch schnell dieses Projekt umsetzen. Ich besitze nämlich ein Häkel-Deckchen, das keinen wirklichen Zweck erfüllt. Allerdings scheiterte die Umsetzung bereits an dem Versuch, die Etiketten vom Glas zu lösen.

Sollten Etiketten auf Gläsern, die Bio-Produkte enthalten, nicht automatisch auch wasserlöslich sein? Ich finde schon. Noch einen Kampf, den es 2011 zu gewinnen gilt. Also los.

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