Brecherspitz (1683 m) mit Wolke

27 Jul

Am Sonntag war ich auf der Brecherspitz, zum zweiten Mal. Es gibt eigentlich nicht arg viel dazu zu sagen, aber gerade stellte ich überrascht fest, dass ich doch diverse hübsche Bilder habe. Aus Gewohnheit startete ich nicht am Spitzingsattel, sondern am Kurvenlift-Parkplatz und lief dann an den beiden First-Almen vorbei. Auf dem Weg nach oben gab es hübsche Blümchen:Brecherspitz | raupenblau

Bis zur Oberen First-Alm war es schwül-heiß, danach kam Wind. Das war ganz angenehm, brachte aber auch eine Art Problem mit sich, nämlich eine Wolke, die von der Schliersee-Seite auf den Grat zum Gipfel zutrieb (auf dem Bild habe ich die Brecherspitz im Rücken):Brecherspitz | raupenblau

Damit war die Sicht dann halt weg. Mir machte es nichts, ich hatte eh vergessen meine Arme mit Sonnencreme einzucremen. Aber ein ebenfalls anwesendes Pärchen litt sehr: „Oh Schatz, so schade, das ist der schönste Teil der Tour! Und jetzt ist Nebel!“ Da man das wohl nicht oft genug sagen kann, betrachtete ich einige Zeit interessiert das lustige „Gras“, um Abstand zu gewinnen:Brecherspitz | raupenblau

Auf dem Gipfel dann tatsächlich null Sicht:Brecherspitz | raupenblau

Da hilft es, die Perspektive zu wechseln und das Naheliegende zu betrachten. Das mitgebrachte Ei beispielsweise (lecker):Brecherspitz | raupenblau

Oder am Gipfelkreuz rastende Wildbienen:Brecherspitz | raupenblau

Auf dem Rückweg war es dann natürlich wieder sonnig und ich bekam doch noch Sonnenbrand. War klar.

Äußerst erfreuliche Entdeckung auf der Heimfahrt: Bei Slyrs ist der Cider nun wohl dauerhaft im Sortiment. Sehr lecker. Gleich mal auf Vorrat gekauft.

Von Spitzingsee nach Gaitau über Rotwandhaus und Soinsee

18 Jul

Die lieben Wander-Kolleg_innen wollten gerne zum Rotwandhaus. Schon immer quasi. Zähneknirschend (ich war da schon mal: 1, 2, 3, 4, 5) stimmte ich zu. Es ist ja schon schön da und der Kaiserschmarrn gut (dazu später mehr). Um den faden Normalweg zu meiden, wählten wir den schönen Aufstieg über den PfanngrabenPfanngraben | raupenblau

Leider sind Gumpen schwierig zu fotografieren, aber der lange, nicht sehr steile Anstieg am Bach entlang ist wirklich sehr sehenswert. Auch bei eher feuchtem Wetter wie am Samstag.Pfanngraben | raupenblau

Nach dem Pfanngraben geht man kurz durch den Wald, dann über eine (matschige) Wiese an der Kümpfl-Alm vorbei und schließlich kurz steil hinauf zur Kümpflscharte. Und schon gibt es Kaiserschmarrn. Der war wieder recht lecker, ich würde ihn knapp unter 5 Rosinen einordnen. Er war schon mal ein bisschen knuspriger an der Oberfläche. Rotwandhaus | raupenblau

Nach der Stärkung machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Gipfel der Rotwand, von wo man einen tollen Blick auf die aktuell sehr grünen Berge hat – der viele Regen macht schon fast Dschungel-Gefühle. Unterwegs streichelten wir eine liebesbedürftige Kuh.Rotwand | raupenblau

Westlich an den Ruchenköpfen vorbei stiegen wir hinab Richtung Großtiefental-Alm und wurden nun sogar von der Nachmittagssonne beschienen. Eine weitere liebesbedürftige Kuh wurde gestreichelt. Sie stellte sich als weniger flauschig heraus als erhofft.Großtiefental-Alm | raupenblau

Für ein Bad im Soinsee war es leider etwas zu kalt. Der Soinsee hatte sich in den letzten Tagen offenbar etwas ausgebreitet und kleine Fische schwammen durch frisch entstandene Unterwasser-Wiesen. Soinsee | raupenblau

Der Abstieg nach Gaitau war dann wenig spektakulär: Auch auf dieser Seite vom Berg besteht der Weg hauptsächlich aus fiesen steilen Forstwegen (z.T. bevölkert von nicht-liebesbedürftigen Jungkühen), besonders bis zur Schellenberg-Alm zieht es in den Beinen. Dafür kann man dann neben dem Bahnhof in Gaitau seine Füße in einem Kneipp-Becken schockfrosten. Insgesamt eine lange, aber einfache Tour.

Göteborg

16 Jul

Im Mai war ich das erste Mal richtig in Schweden (auf dem Rückweg von meinem Baltikum-Trip musste ich überraschend in Stockholm Flugzeug wechseln, aber das zählt nicht), liebe Freunde besuchen und dort treffen. Das war ein schöner Trip, noch schöner, als ich mir erhofft hatte – denn das Wetter war alle drei Tage lang fantastisch.Göteborg | raupenblau

Am ersten Tag waren wir auf einer der nördlichen Schären, ich habe vergessen, wo genau. Das war aber ein toller Einstieg, mit Wind und Salz in der Luft.Göteborg | raupenblau

Am zweiten Tag haben wir uns etwas die Stadt angeguckt, wobei es mir die lustigen Pflanzen im Botanischen Garten besonders angetan haben. Ein gemütlicher Tag mit Eis und gutem Essen.20160716_goeteborg_5_raupenblau

Am dritten Tag war das Wetter besonders toll und ganz Schweden wollte nur eins: raus an die Sonne. Wir fuhren nach Vrångö und das war definitiv mein Lieblingstag. Am Strand sitzen, Fika machen (das einzige Café auf der Insel akzeptiert als wohl einziger Laden Schwedens keine Kreditkarten, dafür aber Euro, wenn man sehr verzweifelt guckt)…,Göteborg | raupenblau….stricken und gucken. Göteborg | raupenblau

Auf dem Rückweg war das Licht besonders magisch.20160716_goeteborg_2_raupenblau

Auch ein tolles Göteborg-Feature: die öffentliche Sauna im Stadtteil Frihamnen im Star Wars-Design.Göteborg | raupenblau

Ich stieg am Sonntag äußerst zufrieden ins Flugzeug. Und bin jetzt ein bisschen Schweden-Fan. Danke, Laura und Andi, für die Gastfreundschaft!

Japan

15 Jul

Mein aktueller Job hat den schönen Nebeneffekt, dass ich ab und zu an Orte verreisen darf, an die ich sonst sicher nie gereist wäre. In diesem Fall Fukuoka in Japan, wo ich Anfang Juli an der Jahreskonferenz der ICA teilnahm. Japan | raupenblauEs ist gleichzeitig ein großes Privileg und völlig irre, für eine Woche nach Japan zu fliegen. Ich möchte auch nicht behaupten, irgendetwas von diesem Land kapiert zu haben. Aber ein paar kleine Eindrücke und Schnipsel möchte ich hier doch gerne festhalten. Japan | raupenblauKois im Yūsentei Park, einem sehr schönen japanischen Garten in Fukuoka, wo wir einer Teezeremonie beiwohnten und versuchten, Origami zu falten:20160715_japan_7_raupenblauEssen an den Straßenständen am Fluss Naka:20160715_japan_4_raupenblauDie konferenzgeplagten Füße kurz in das (vermutlich radioaktive) Meerwasser halten:Japan | raupenblauDrei Stunden im Bus, um im Berg-Örtchen Kurokawa den Tag in heißen Quellen (Onsen) zu verbringen (besonders schön bei Regen): 20160715_japan_6_raupenblauBesonders gefallen haben mir die vielen wunderschönen Blumen-Läden, die es immer und überall zu geben scheint:Japan | raupenblauAuf dem Rückweg machten wir einen Zwischenstopp in Tokio. Davor hatte ich Respekt, aber letztendlich ist es zwar voll und etwas verrückt, aber machbar.20160715_japan_9_raupenblauPositiv hervorzuheben ist auf jeden Fall, dass man überall nützliche Alltagsgegenstände kaufen kann:Japan | raupenblauBesonders schön in Tokyo: der Meiji-Schrein.Japan | raupenblau20160715_japan_1_raupenblau

Insgesamt hat der Trip mehr Fragen aufgeworfen als Erkenntnis gebracht, aber das finde ich gar nicht so schlecht. Außerdem habe ich das beste Sushi meines Lebens gegessen, ich schmecke es quasi noch heute.

Stepbergalm (1592 m)

11 Jul

Die Stepbergalm war ja eine der ersten Wanderungen auf raupenblau, Ende April 2011 war ich dort. Damals traf ich einen netten Herren, mit dem ich gemeinsam abstieg, um dann in Grainau zu landen statt in Garmisch (was jetzt nicht so weit auseinander liegt, aber damals war ich irritiert). Es war auch eine meiner ersten Bergtouren, die ich ganz alleine gemacht habe (vielleicht sogar die allererste, ganz sicher bin ich mir nicht), nur mit mir selbst als Begleitung. Inzwischen ist das zu einem lieb gewonnenen Ritual geworden, ab und zu früh aufzustehen, einen kleinen Cappuccino und was sehr Süßes beim Bäcker zu holen, in Pauline zu steigen und dann einen Berg zu besteigen. Gelbes Gwänd | raupenblauDiesmal wählte ich bewusst dein Einstieg am Parkplatz Herrgottschrofen bei Grainau, denn der Aufstieg führt durch das schöne Gelbe Gwänd und ich hatte Lust, die Loisach zu sehen. Das Wetter war etwas verrückt, schwül, aber windig, warm, aber kalt und ab und zu hat es recht halbherzig geregnet. Leider war mein Kopf nicht so ganz anwesend, es schwirrte viel darin herum und ich konnte die Tour nicht ganz so genießen, wie ich das gerne gewollt hätte. Daher ließ ich den Kramer dann auch sein, den nehme ich mir nochmal ganz in Ruhe vor.Gelbes Gwänd | raupenblauAuf der Stepbergalm war es aber schön wie immer, es gab diesmal Käse mit Brot und ich guckte rüber zur Zugspitze, meinem kleinen Hassberg. Ein angenehmer Unterschied zur 2011-Wanderung: Der Aufstieg war ein Leichtes für mich (damals fand ich ihn sausteil und seeehr anstregend). In den letzten fünf Jahren habe ich ganz schön Kondition aufgebaut und darauf bin ich schon etwas stolz. Natürlich hab ich ordentlich geschwitzt, aber inzwischen kann ich 900 Höhenmeter ohne Probleme am Stück gehen, ohne Brotzeit machen und fluchen. Mit der Zeit habe ich meinen Rhythmus gefunden und wenn es gut läuft, dann kann ich lange lange gehen. Und das ist schön.

Mariandlalm und Trainsjoch (1.707 m)

23 Mai

Zum insgesamt dritten Mal war ich am Sonntag auf der Mariandlalm, zusammen mit Katya, Andrea, Felix und unserer Kollegin Jessica, die sich auch mal am Wandern versuchen wollte. Da wir mit größerem Ansturm auf die Berge rechneten, machten wir uns um acht Uhr in München auf den Weg. Der Aufstieg zur Alm war gewohnt schön, erst eine Weile am Bach entlang auf einer Forststraße und dann über einen kleinen Weg über Wiesen:Aufstieg Mariandlalm aus dem Ursprungstal | raupenblauAuf der Alm waren wir so gegen elf und sofort gab es einen Kaiserschmarrn. Was auch sonst. Der begleitete uns dann die nächsten Stunden. Ich hatte die Version ohne Rum (= zahmer Kaiser) und würde drei von fünf Rosinen auf der Kaiser-Skala geben. Begründung: Keine Rosinen (!!), nicht sehr fluffig, nicht karamellisiert, aber angenehmer, nicht zu süßer Geschmack. Felix hatte mit Rum (= wilder Kaiser) und würde vier Rosinen geben, aber Hitze und Alkohol… ich lasse das mal so stehen.Kaiserschmarrn auf der Mariandlalm | raupenblau Jedenfalls waren wir dann um kurz vor zwölf vollgefressen und irgendwie unausgelastet. Nach etwas Gruppendynamik und Alternativensammlung erklärte sich Jessica netterweise bereit, an der Hütte auf uns zu warten, während der Rest der Gruppe sich noch Richtung Trainsjoch (Tourenbeschreibung) aufmachte. Der Weg dahin geht erst einmal mäßig steil um den Berg herum, wobei es inmitten der Latschenkiefern immer wärmer wird. Aber dann steht man auf einem Sattel und hat sehr viel Panorama, mit dem Kaisergebirge direkt vor der Nase. Und Wind hat es da auch.Blick auf das Kaisergebirge beim Aufstieg auf das Trainsjoch | raupenblauDas letzte Stück bis zum Gipfel ist dann noch einmal ordentlich heiß und steil, aber oben hat man tatsächlich noch mehr Panorama (draufklicken, dann wird’s größer):

Panorama Trainsjoch Gipfel | raupenblau

(c) Felix Frey

Damit Jessica nicht so lange warten musste, schickten wir Felix im Abstieg voraus und er war tatsächlich ganze 30 Minuten vor uns wieder an der Hütte (behauptet er zumindest). Wir warfen einen letzten Blick auf Garfield, den Hüttenkater und machten uns an den Abstieg zum Parkplatz:

Garfield auf der Mariandlalm | raupenblau

(c) Felix Frey

Zur Abkühlung machten wir auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher hinauf zum Spitzingsee, wo wir ein leckeres Eis vom Beindlhof futterten:Schokoeis vom Beindlhof | raupenblauKatya und ich gingen für jeweils ca. fünf Sekunden Schwimmen, der Rest genoss den Seeblick:Spitzingsee in der Abendsonne | raupenblauZiemlich genau zwölf Stunden nach Abfahrt waren wir wieder daheim in München, die Hälfte meines Gehirns war geschmolzen, aber das habe ich zum Glück erst heute Vormittag gemerkt. Schön war’s!

Seekarkreuz (1.601 m) und Lenggrieser Hütte

20 Mai

Puh, wir haben es schon in den April geschafft! Da konnten wir endlich mal einen Klassiker abhaken – das Seekarkreuz. An der Lenggrieser Hütte war ich vorher schon gewesen und wir wählten diesmal den gleichen Aufstiegsweg. Den finde ich super, er geht eine ganze Weile schön am Bach entlang. Irgendwie habe ich nur sehr wenige Bilder gemacht, deswegen muss dieser Post hiermit auskommen: Seekarkreuz | raupenblau

Das ist das Seekarkreuz. Nach der Hütte geht man eine Weile durch den Wald, wo es recht matschig war. Danach dann noch über den kleinen Kamm, den man auf dem Bild gut erkennt und schwupps, steht man auf dem Gipfel.

Den Abstieg machten wir, glaube ich, über den Grasleitensteig, wo man nochmal an überraschend vielen kleinen Gipfel steht. Eine schöne Wanderung, bei der wir leider etwas in Eile waren. Zum Durchschnaufen hat es aber gereicht.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 66 Followern an