Mariandlalm und Trainsjoch (1.707 m)

23 Mai

Zum insgesamt dritten Mal war ich am Sonntag auf der Mariandlalm, zusammen mit Katya, Andrea, Felix und unserer Kollegin Jessica, die sich auch mal am Wandern versuchen wollte. Da wir mit größerem Ansturm auf die Berge rechneten, machten wir uns um acht Uhr in München auf den Weg. Der Aufstieg zur Alm war gewohnt schön, erst eine Weile am Bach entlang auf einer Forststraße und dann über einen kleinen Weg über Wiesen:Aufstieg Mariandlalm aus dem Ursprungstal | raupenblauAuf der Alm waren wir so gegen elf und sofort gab es einen Kaiserschmarrn. Was auch sonst. Der begleitete uns dann die nächsten Stunden. Ich hatte die Version ohne Rum (= zahmer Kaiser) und würde drei von fünf Rosinen auf der Kaiser-Skala geben. Begründung: Keine Rosinen (!!), nicht sehr fluffig, nicht karamellisiert, aber angenehmer, nicht zu süßer Geschmack. Felix hatte mit Rum (= wilder Kaiser) und würde vier Rosinen geben, aber Hitze und Alkohol… ich lasse das mal so stehen.Kaiserschmarrn auf der Mariandlalm | raupenblau Jedenfalls waren wir dann um kurz vor zwölf vollgefressen und irgendwie unausgelastet. Nach etwas Gruppendynamik und Alternativensammlung erklärte sich Jessica netterweise bereit, an der Hütte auf uns zu warten, während der Rest der Gruppe sich noch Richtung Trainsjoch (Tourenbeschreibung) aufmachte. Der Weg dahin geht erst einmal mäßig steil um den Berg herum, wobei es inmitten der Latschenkiefern immer wärmer wird. Aber dann steht man auf einem Sattel und hat sehr viel Panorama, mit dem Kaisergebirge direkt vor der Nase. Und Wind hat es da auch.Blick auf das Kaisergebirge beim Aufstieg auf das Trainsjoch | raupenblauDas letzte Stück bis zum Gipfel ist dann noch einmal ordentlich heiß und steil, aber oben hat man tatsächlich noch mehr Panorama (draufklicken, dann wird’s größer):

Panorama Trainsjoch Gipfel | raupenblau

(c) Felix Frey

Damit Jessica nicht so lange warten musste, schickten wir Felix im Abstieg voraus und er war tatsächlich ganze 30 Minuten vor uns wieder an der Hütte (behauptet er zumindest). Wir warfen einen letzten Blick auf Garfield, den Hüttenkater und machten uns an den Abstieg zum Parkplatz:

Garfield auf der Mariandlalm | raupenblau

(c) Felix Frey

Zur Abkühlung machten wir auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher hinauf zum Spitzingsee, wo wir ein leckeres Eis vom Beindlhof futterten:Schokoeis vom Beindlhof | raupenblauKatya und ich gingen für jeweils ca. fünf Sekunden Schwimmen, der Rest genoss den Seeblick:Spitzingsee in der Abendsonne | raupenblauZiemlich genau zwölf Stunden nach Abfahrt waren wir wieder daheim in München, die Hälfte meines Gehirns war geschmolzen, aber das habe ich zum Glück erst heute Vormittag gemerkt. Schön war’s!

Seekarkreuz (1.601 m) und Lenggrieser Hütte

20 Mai

Puh, wir haben es schon in den April geschafft! Da konnten wir endlich mal einen Klassiker abhaken – das Seekarkreuz. An der Lenggrieser Hütte war ich vorher schon gewesen und wir wählten diesmal den gleichen Aufstiegsweg. Den finde ich super, er geht eine ganze Weile schön am Bach entlang. Irgendwie habe ich nur sehr wenige Bilder gemacht, deswegen muss dieser Post hiermit auskommen: Seekarkreuz | raupenblau

Das ist das Seekarkreuz. Nach der Hütte geht man eine Weile durch den Wald, wo es recht matschig war. Danach dann noch über den kleinen Kamm, den man auf dem Bild gut erkennt und schwupps, steht man auf dem Gipfel.

Den Abstieg machten wir, glaube ich, über den Grasleitensteig, wo man nochmal an überraschend vielen kleinen Gipfel steht. Eine schöne Wanderung, bei der wir leider etwas in Eile waren. Zum Durchschnaufen hat es aber gereicht.

Spitzstein (1.596 m) und Spitzsteinhaus

20 Mai

Ebenfalls im März, nämlich von Karfreitag auf den Samstag vor Ostern, war ich mit Andrea, Felix und Kilian auf dem Spitzsteinhaus zu Gast – eine sehr nette Hütte mit freundlichen Wirtsleuten. Der Aufstieg zur Hütte gestaltete sich noch recht unspektakulär, aber kurz vor unserer Ankunft fing es ganz schön an zu schneien. Daher gab es erstmal Kaiserschmarrn:Spitzsteinhaus | raupenblau

Wenn ich mich recht erinnere, haben wir ihn mit 3,5 von 5 Rosinen auf der Kaiser-Skala bewertet. Mir fällt aber die Begründung nicht mehr ein. Ich muss nachforschen. Da der Aufstieg zur Hütte nicht sooo lang gewesen war, beschlossen wir doch noch den Spitzstein in Angriff zu nehmen (nachdem der Bruder ein Mittagsschläfchen gehalten hatte). Inzwischen lag so viel Schnee, dass man keinen Weg mehr erkennen konnte und wir orientierten uns im Nebel an Zäunen und Spuren und standen dann recht unvermittelt am Gipfel:Spitzstein | raupenblau

Die Aussicht ist grundsätzlich bestimmt toll, leider konnte man keine zwei Meter weit sehen und das Wetter zeigte sich insgesamt eher grimmig. Wir stiegen also wieder ab und entdeckten auf der Hütte den Zirbenschnaps für uns. Am nächsten Morgen war das Wetter viel besser, aber es lag auch viel mehr Schnee.20160520_spitzsteinhaus2_raupenblau

Wir mussten den Plan, auf eine Nachbargipfel zu steigen, aufgeben, nachdem ich nach zwei Schritten hüfttief versank:Spitzsteinhaus | raupenblau

Trotzdem beschlossen wir, nicht den Aufstiegsweg über die Stoana-Alm zu nehmen, sondern einen Wanderweg weiter östlich zu suchen. Suchen ist hier das Stichwort – die ersten 200 Höhenmeter legten wir weglos zurück, bis wir im Wald den Pfad wieder erahnen konnten. An der Meßner-Alm machten wir eine kurze Pause:Meßner-Alm | raupenblau

Der Abstieg war etwas kurios, da wir zwar durch tiefen Schnee stapften, die Sonne aber über uns schon fleißig wärmte und wir so aus den Bäumen permanent angetropft wurden; wir hatten sozusagen drei Wetter in einem, was nicht unbedingt so toll ist, wie es sich anhört. Da wir relativ früh wieder am Auto waren, machten wir das einzig Logische: Wir fuhren nach Österreich und kauften Zirbenschnaps in einem netten kleinen Dorfladen.

Aueralm

20 Mai

Da ich mit den Wander-Posts ziemlich im Rückstand bin, wird heute einfach mal rausgehauen – immerhin dient dieser Blog ja vor allem auch der Dokumentation meiner Wander-Aktivitäten. Ich kann mir Berge nämlich nicht so gut merken, und es hat sich als sehr nützlich erwiesen, hier immer mal wieder die Suchfunktion zu bedienen. Auf dem Weg zur Aueralm | raupenblau

Fangen wir also mit einer März-Wanderung an: Zusammen mit Mareike war ich auf der putzigen kleinen Aueralm. Der Weg dahin ist nicht arg weit, es schneite aber nonstop und wir trafen exakt eine Person. Auf der Hütte waren außer uns insgesamt noch vier andere Gäste, wir bekamen sehr feines Essen und wurden vom Hüttenwirt freundlich unterhalten und aufgewärmt. Danach Sauna. Das war ein ziemlich guter Tag.

Nachtwanderung am Zwiesel

18 Mai

Ich bin hoffnungslos hinterher mit der Dokumentation des Wanderjahres 2016, was schade ist, denn es gab schon ein paar ganz lustige Touren bisher. Um wieder ein bisschen in den Flow zu kommen, fange ich einfach mit letzter Woche an, in der wir ein neues Format ausprobiert haben: Feierabendwanderung mit Stirnlampen. Um fünf Uhr düsten wir los Richtung Waldherralm und machten uns von dort auf den Weg Richtung Zwiesel-Gipfel. Für den Aufstieg wählten wir den Weg über die Seibolds- und Schnaiter-Alm. Da es noch hell war, stellte der etwas anspruchsvollere Weg kein Problem dar. Nachtwanderung am Zwiesel | raupenblau

Nach einer Weile im Wald (inklusive Brotzeit am Steinbach) wurden wir mit viel Aussicht im Abendlicht belohnt. Spätestens an der Schnaiter-Alm wurde dann fotografiert wie wild.Nachtwanderung am Zwiesel | raupenblau

Der Sonnenuntergang war für halb neun berechnet, um kurz nach acht standen wir am Gipfel.Sehr viel Sonnenuntergang kann man von hier wegen der Bäume nicht sehen, aber die Berge im Osten spiegelten die Abendsonne für uns wider.Nachtwanderung am Zwiesel | raupenblau

Und zum ersten Mal seit gefühlten Ewigkeiten waren wir ganz allein am Gipfel. Als es dann dunkelte, machten wir uns an den Abstieg, diesmal über Gassenhofer- und Moar-Alm, da der Weg hier sehr unproblematisch ist. Im Wald wurden die Stirnlampen angeschaltet.Nachtwanderung am Zwiesel | raupenblau

Glücklicherweise (meiner Meinung nach) trafen wir bis auf ein paar Kröten auf keinerlei tierische Bewohner des Waldes – Wanderkamerad Felix hätte sehr gerne ein Wildschwein gesehen. Ansonsten kamen wir auf dem Abstieg gut zurecht, der Gruselfaktor hielt sich größtenteils in Grenzen. Auf den letzten Metern zurück zum Auto wurden wir mit klarem Sternenhimmel und sogar einer Sternschnuppe belohnt.

Birnen-Nutella-Tarte

27 Apr

Die Birnen-Nutella-Tart ist sehr einfach zu Backen, auch wenn der ganze Vorgang etwas absurd erscheint. Dafür schmeckt sie im Anschluss sehr lecker. Das Rezept stammt von hier. Ich habe es nur etwas ent-amerikanisiert.Birnen-Nutella-TarteZutaten:

4-5 Birnenhälften aus der Dose (man kann sicher auch frische Birnen nehmen, aber zurzeit bekommt man ja nur so hartes unreifes Zeug)
120 gr Nutella
120 ml Sahne
120 ml Milch
2 Eier
1 Rolle Blätterteig (kann man selbstverständlich auch selbst machen)
etwas Butter für die Form.

(1) Tarteform (das Rezept ist für eine 22cm-Form; da bleibt etwas Blätterteig übrig) mit etwas Butter ausstreichen. Mit dem Blätterteig auslegen (auch den Rand).  Form in den Kühlschrank, Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze; bei Umluft 160 Grad) vorheizen.

(2) Eier und Nutella verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Dann nach und nach Milch und Sahne dazugeben. Nicht wundern: Es entsteht eine braune Flüssigkeit. Das soll aber so.

(3) Birnenhälften in Schnitze schneiden und gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen. Nutella-Gemisch in die Form geben. Die Birnenschnitze sollten nicht zu weit aus der Masse stehen.

(4) Tarteform seeeehr vorsichtig in den Ofen heben und 40-45 Minuten backen. Danach gut auskühlen lassen (heiß ist die Tarte noch recht flüssig) und aufessen.

Beim ersten Backen hat mich diese Nutella-Flüssigkeit noch sehr irritiert, aber es wird tatsächlich fest und am Ende hat man eine Art Pudding, in dem sich Birnen verstecken. Sehr lecker und der Entstehungsprozess im Ofen ist auch lustig anzusehen.

Flammkuchen mit Spargel, Austernpilzen und Lachs

22 Apr

Es spargelt wieder und ich liebe das Zeug ja, vor allem in grün. Gestern gab es den Spargel zusammen mit Lachs und Austernpilzen auf einem leckeren Flammkuchen.Flammkuchen mit Spargel, Austernpilzen und Lachs | raupenblau

Zutaten (für 1 Flammkuchen):

250 gr grünen Spargel (geht natürlich auch mit weißem)
eine Handvoll Austernpilze
250 gr Lachs
eine Handvoll Rucola
2 EL Crème fraîche
etwas Zitronensaft
etwas Olivenöl
Salz
Pfeffer
Teig für einen Flammkuchen (kaufen oder selber machen)

(1) Ofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und Wasser für Spargel aufsetzen. Spargel vorbereiten: weißen Spargel schälen und holzige Enden abschneiden; bei grünem Spargel werden nur die holzigen Enden entfernt. Spargel in Salzwasser kochen (grün 5 Minuten, weiß 10 bis 12 Minuten) und anschließend in Stücke schneiden. Gut abtropfen lassen.

(2) Fisch würfeln und in etwas Salz, Zitronensaft und Öl marinieren. Austernpilze kurz abspülen und in Streifen schneiden.

(3) Flammkuchenteig auf Backblech mit Crème fraîche und nach Geschmack etwas Zitronensaft und Olivenöl bestreichen. Spargel, Pilze und Lachs gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

(4) Flammkuchen bei 220 Grad ca. 12 Minuten backen. In der Zeit den Rucola waschen und schleudern/abtropfen lassen. Flammkuchen mit Spargel, Austernpilzen und Lachs | raupenblau

(5) Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, Rucola drauf, essen.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 65 Followern an