Elmauer Alm & Tegernseer Höhenweg

3 Aug

Man mag es kaum glauben, aber nach der Gleirschklamm hatte ich von Bergen erstmal genug. Es war für meinen Geschmack einfach zu heiß zum Wandern. Ich verordnete mir dementsprechend eine Bergpause, die ich mit anderen angenehmen Dingen verbrachte. Segeln zum Beispiel. Und Essen. Und Schlafen.

So ganz ohne ging dann aber doch nicht. Ende Juli waren wir auf Betriebsausflug auf der Elmauer Alm. Von Klais aus ging es durch den Wald, am Hotel Kranzbach vorbei zur Elmauer Alm.Kranzbach | raupenblau

Natürlich war es wieder brütend heiß. Auf der Alm gab es leckere Brotzeit und Apfelstrudel, der seinem guten Ruf aber nicht so ganz gerecht wurde. Auf dem Rückweg drohten Gewitterwolken und das letzte Stück mussten wir dementsprechend eher rennen als gehen. Aber es war nicht mehr heiß; ich war durchaus dankbar.20150803_almauer_alm_raupenblau

Der Weg ist eine nette Geschichte, die man auch in Turnschuhen gehen kann – zum Beispiel wenn man Besuch hat, der auch mal einen Berg sehen möchte, aber nicht so recht drauf rumlaufen (ca. 270 Höhenmeter je nach Route, Beschreibung hier).

Ähnlich ist es mit dem Tegernseer Höhenweg, den ich letzten Sonntag ging. Ich parkte mein Auto in Tegernsee am Bahnhof und fuhr mit der BOB eine Station nach Gmund (1,50 Euro). Dort traf ich Mareike und Simon. Wir besorgten Kaffee und liefen los. Der Weg ist hervorragend ausgeschildert, leider konnte ich mir den Namen nicht merken und stand mehrmals ratlos vor den Schildern. Tegernseer Höhenweg | raupenblau Tegernseer Höhenweg | raupenblau Tegernseer Höhenweg | raupenblau

Ansonsten ist der Weg recht gemütlich es geht etwas hoch (140 Hm) und runter (250 Hm) und man guckt oft auf den See und geht über kleine Bäche. Aufgrund des Wetters waren wir bewanderschuht, aber das geht auch problemlos in Turnschuhen.

Gleirschklamm und Oberbrunnalm

14 Jul

Wandern in der Hitze scheint mein neues Hobby zu werden. Nachdem Hoch Annelie sich verzogen hatte, kam ja Hoch Clara. Angeblich nicht ganz so heiß. Vermutlich war das sogar so, aber ab 30 Grad scheine ich Temperaturunterschiede nicht mehr so differenziert wahrzunehmen. Am Sonntag gab es also mal wieder eine schweißtreibende Wanderung, die nichtsdestotrotz sehr schön war. Gleirschklamm | raupenblau

Ben und Undine hatten die Wanderung (Beschreibung) ausgesucht und wir (Ieva und ich) trafen uns mit ihnen am Wanderparkplatz in Scharnitz. Zunächst geht man eine ganze Weile an der noch jungen Isar entlang, was sehr schön anzusehen ist (siehe oben). Besonders viel Höhe gewinnt man hier zunächst nicht. Nach ungefähr vier Kilometern überquert man einen Zufluss zur Isar, kurze Zeit später noch einmal und dann ist man in der wirklich sehr schönen Gleirschklamm.Gleirschklamm | raupenblau

Der Weg ist gut zu gehen, aber nicht mit Seilen abgesichert wie z.B. in der Höllental– oder Partnachklamm. Die Gleirschklamm ist insgesamt natürlich eher von der kleinen Sorte, aber was ihr an hohen Felswänden fehlt, macht sie durch klares, blaues Wasser wieder wett. Angenehm kühl und schattig ist es auch noch.20150714_gleirschklamm_2_raupenblau

Nach der Klamm geht es wieder auf einem breiteren Weg aufwärts. Nun gewinnt man an Höhe und es wird anstrengender. Nach einiger Zeit kann man den Fahrweg zur Oberbrunnalm verlassen und auf einen Weg über eine Alm wechseln. Ein sehr schönes Wegstück, mit hübschen Kühen. Nochmal ein Stück Fahrweg und man erreicht die Oberbrunnalm (1523 m).

Gleirschklamm Oberbrunnalm | raupenblau

(c) Benjamin Schneeweiß

Nun wurde es etwas seltsam. Kaum hatten wir uns auf der Terrasse hingesetzt, erschien ein etwa 8jähriges Mädchen mit Flasche und Schnapsgläsern und goss uns ungerührt Obstler ein. Wir tranken brav und bestellten Essen von der kleinen Karte. Kurze Zeit später erschien der Wirt und fragte, ob wir schon unseren Begrüßungs-Schnaps gehabt hätten. Wir bejahten. Er goss uns Schnaps ein. Nachdem wir, nun schon leicht angeheitert, unser Essen gegessen hatten, gingen Ben und Undine in die Hütte, Kuchen aussuchen. Der Wirt erschien und fragte mich, welchen Aufstiegsweg wir genommen hätten. Ich antwortet wahrheitsgemäß: “Durch die Klamm.” “Ah was! Durch die Klamm!! Da braucht ihr noch einen Schnapps!” Langsam wurde ich etwas unruhig. Ich erwähnte, dass ich mit dem Auto angereist sei und auch beabsichtigte, den Rückweg so zurückzulegen. Der Wirt schüttelte den Kopf und meinte, ich sei ja nun wohl kaum mit dem Auto durch die Klamm gefahren. Ich guckte flehend und sagte, dass ich wirklich nicht noch einen Schnaps trinken wollen würde. Kurze Zeit später kam Ben aus der Hütte zurück. Natürlich mit Schnaps. Wir aßen noch sehr leckeren Kuchen und verließen die Hütte dann fluchtartig. Gleirschklamm | raupenblau

Nach der Hütte geht es noch eine Weile bergauf, wodurch man den Alkohol hoffentlich gut abbaut. Ab hier wird man immer wieder mit sehr schönen Ausblicken verwöhnt. Irgendwann geht es auch nach rechts hoch zum Zäunlkopf. Das ist vermutlich ein sehr kurzer Anstieg, aber in unserem Hitze-Schnaps-Delirium verzichteten wir lieber. Der Abstieg ist dann anfangs recht steil, aber immer wieder kann man toll Berge gucken:Gleirschklamm | raupenblau

Nach kurzer Zeit trifft man auf einen Fahrweg und geht dann recht gemütlich zurück nach Scharnitz, wo man am Parkplatz Eis essen und die Füße in die Isar hängen kann. Abgesehen von der Hitze eine wirklich sehr schöne Wanderung, die sich mit knapp 800 Höhenmetern gut für eine entspannte Tagestour oder eine sportliche Halbtagestour eignet. Danke Ben und Undine, für diesen tollen Vorschlag!

Nächstes Wochenende gehe ich übrigens nicht wandern. Egal wie das Wetter wird.

Ulm

13 Jul

Ulm, und das war mir bis letzten Samstag gar nicht so bewusst, ist eine Stadt der Rekorde. Zufällig liegt sie auch noch genau zwischen meiner Freundin Nadine und mir, geographisch gesehen. Weswegen wir uns dort trafen.

Wir erklommen den Kirchturm des Ulmer Münsters. Das Ulmer Münster ist die größte evangelische Kirche Deutschlands und der Kirchturm der höchste der Welt, mit 161,53 m.Ulm | raupenblau

Wir stiegen über 768 Stufen auf 143 m und guckten runter:Ulm | raupenblau

Nach dem Abstieg war uns schwindelig, und nachdem die Besteigung der Zugspitze letzte Woche spurlos an mir vorüber gegangen war, hatte ich von den ganzen Treppen gestern Muskelkater. Danach spazierten wir durch das Fischerviertel:Ulm | raupenblau

Dort wartete die nächste Attraktion auf uns, nämlich das schiefste Hotel der Welt:Ulm | raupenblau

Da ja alles so voller Donau war, aßen wir noch etwas leckeren Fisch.Ulm | raupenblau

Nach einem warmen und sonnigen und irgendwie ziemlich guten Nachmittag fuhren wir auf entgegengesetzten Richtungen der A8 wieder davon.

Zugspitze (2962 m)

10 Jul

Wenn man in Deutschland wandert, dann muss man ja irgendwie auch mal den höchsten Punkt erreichen, und das ist nun mal die Zugspitze. Nach der Generalprobe am Wochenende davor war es dann am 5. Juli so weit: gemeinsam mit den Brüdern, der Freundin eines Bruders und einem Kollegen machten wir uns auf den Weg, diesen Berg durch das Reintal zu besteigen (Beschreibung). Um den Ansturm von Samstag auf Sonntag zu vermeiden, hatten wir uns den Montag freigenommen. Startpunkt der Tour ist das Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen und der Weg führt zunächst durch die Partnachklamm (Eintritt: 4 Euro). Es gibt keine Bilder. Hatte keine Lust, welche zu machen.Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Denn nun erinnern wir uns: Das erste Juli-Wochenende war geprägt von Hoch Annelie, oder auch: einer Affenhitze. Es war heiß. Wirklich heiß. Die erste Etappe der Tour führt durch das Reintal bis zur Knorrhütte. Das sind 17 Kilometer und rund 1.300 Höhenmeter. Bis zur Bockhütte (1.052 m) geht es noch, da ist viel Wald. Danach blauer Himmel und Sonne. Sehr viel Sonne. Nach einer kurzen Rast an der Partnach kurz nach der Bockhütte machten wir eine längere Pause an der Reintalangerhütte (1366 m).Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

An dieser Stelle hatten wir bereits 14 Kilometer zurück gelegt und gut 600 Höhenmeter überwunden. Einer meiner Brüder hatte sich bedenklich verfärbt, obwohl wir uns alle ständig mit 50+ Sonnencreme einbalsamierten. Nach zwei Skiwassern nahm er glücklicherweise wieder eine normale Farbe an und schlug vor, umzukehren. Bruder 2 machte ein ausgiebiges Nickerchen. Wir testeten auch einen Kaiserschmarrn. Drei Rosinen, kein Foto. Zu heiß. Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Die restlichen knapp 700 Höhenmeter verteilten sich dann nur noch auf drei Kilometer. Das war erstaunlich in Ordnung. Wir waren zwar weiter weg vom Fluss (in dem wir noch einmal unsere Wasservorräte auffüllten), aber auch endlich oberhalb der Latschenkiefern. Es gab ab und zu etwas Wind und das Gelände wurde anspruchsvoller, so dass man sich nicht mehr voll darauf konzentrieren konnte, wie heiß es war. Nach zwei Stunden erreichten wir unser Nachtlager: die Knorrhütte (2.052 m).Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Die Knorrhütte mag ich sehr gerne. Unter anderem gab es Himbeer-Heidelbeer-Milch und anderes Essen. Und eine sehr kalte Dusche. Perfekt. Im Aufstieg hatte es noch mehrfach geheißen, die Hütte sei voll bis unters Dach, aber Annelie hatte wohl einige Menschen an den Badesee statt an den Berg gelockt. So hatten wir luxuriös viel Platz im Lager. Den Abend verbrachten wir damit, die Aussicht zu genießen, UNO zu spielen und wieder eine normale Betriebstemperatur anzunehmen.Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Trotz viel Platz schlief ich in der Nacht kaum. Mein Körper signalisierte mir recht deutlich, dass er das ganze Unterfangen für doof hielt und schickte mich unter anderem viermal aufs Klo. Das im Keller der Hütte ist. Hrmpf. Kurz nach fünf gab es ein heftiges Gewitter und dann eineinhalb Stunden lang Regen. Wir frühstückten und machten uns fertig. Der Regen hörte auf, von der Hitze des Vortags war nichts mehr zu spüren (zum Glück!). Dafür sah es dann so aus:Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Bis zum Gipfel sind es von der Knorrhütte aus nochmal rund 900 Höhenmeter, verteilt auf ungefähr vier Kilometer. Erst einmal überquert man ein großes, relativ flaches Schotter- und Schneefeld. Nun könnte man in die Sonnalpin-Bahn steigen und zum Gipfel fahren. Das machten wir natürlich nicht. Wir konnten ihn ja jetzt schon sehen (der kleine Hubbel neben dem Kran).Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Was nun folgt ist unschön: sehr steiles, sehr fieses Geröll-Feld. Zähne zusammen beißen. Inzwischen regnete es und es ging ein fast schon eisiger Wind. Irgendwann erblickte Bruder 1 das Ende der Tour: eine längere, seilversicherte Passage. Er wies mich darauf hin, dass seine einzige Bedingung an die Tour gewesen sei, nicht an Seilen über Abgründen zu hängen. Tja, da hatte wohl jemand meine E-Mail nicht gelesen. Die seilversicherte Passage ist eigentlich noch einmal ganz lustig (kurz geht man über einen Grat) und die gute Nachricht: ich habe immer noch zwei Brüder*.

Und dann steht man plötzlich auf der Aussichtsplattform der Zugspitzbahn und hat Aussicht. Unter anderem auf den Ostgipfel (es gab mal einen zwei Meter höheren Gipfel, aber den haben die Nazis 1938 weggesprengt): Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

So richtig Lust, da hochzuklettern, hatte eigentlich keiner mehr. Aber nun waren wir ja schon einmal da. Wir investierten ca. 30 Sekunden in das obligatorische Gipfelfoto**:Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Danach sprangen wir in die Eibsee-Seilbahn und fuhren ins Tal (30,50 Euro). Da war es dann wieder warm. Mit der Zahnradbahn fuhren wir bis zur Haltestelle Hausberg und liefen in ca. 30 Minuten zurück zum Parkplatz.Zugspitze durch das Reintal | raupenblau

Fazit: Wir waren da. Ich finde die Tour nicht so wunderschön. Am Anfang läuft man sehr lange Forstwege, wenn auch durch das schöne Reintal. Der Teil zwischen Bockhütte und Knorrhütte hat mir eigentlich am besten gefallen. Nach der Knorrhütte sieht man dann sehr schnell die zahlreichen Liftstationen des Zugspitz-Skigebiets. Der letzte Teil des Aufstiegs ist eine Kombination aus purer Folter (steiles Geröll)  und ganz spaßigem Geklettere (seilversicherte Passagen; Meinungen gehen wie gesagt auseinander). Der Gipfel ist einfach kurios. Nochmal werde ich das nicht machen, aber, wie Ben so schön sagte: “Schön es auf dem Wandererportfolio zu haben.”

* Bruder 1 bat seine Freundin ihn daheim daran zu erinnern, einen Zettel in seine Wanderschuhe zu legen, auf dem steht, dass er nie wieder mit mir wandern gehen will.

** Es gibt auch eine Version ohne Finger. So viel Zeit musste dann doch sein. Danke an Kathy!

Durch die Höllentalklamm zur Bergstation der Alpspitz-Bahn

10 Jul

Vorletztes Wochenende, also grade noch im Juni war Generalprobe für letztes Wochenende. Und ja: ich blogge hier grade nicht sehr aktuell. Jedenfalls wollte ich mal gucken, wie anstrengend ich es finde, 1.300 Höhenmeter zu überwinden. Bergauf, versteht sich. Auf bergab hatte ich nicht ganz so arg viel Lust. Nach ein bisschen Überlegen dachte ich mir folgendes aus: man könnte durch die Höllentalklamm bis zur (sich aktuell noch im Bau befindlichen) Höllentalangerhütte laufen, dort abbiegen Richtung Alpspitze und dann dort die Bergbahn nach unten ins Tal nehmen. Der Gipfel der Alpspitze ist nur über einen Klettersteig erreichbar; kann man ja dann irgendwann auch mal machen.Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Leider kann ich keine Beschreibung der Tour verlinken, jedenfalls nicht in der Richtung, die wir gemacht haben. Die Tour wird offensichtlich eher umgekehrt gegangen (Beschreibung): mit der Bahn hoch, dann den Klettersteig, dann Abstieg durch die Höllentalklamm. Ich kann für mich persönlich nur sagen, dass meine Füße so viel Abstieg nicht mögen und der Rest von mir auch nicht. Uns kamen aber tatsächlich im letzten Drittel recht viele Menschen entgegen. Zuerst einmal geht es aber durch die Höllentalklamm, die wie immer voller Menschen war. Erschöpften Menschen, denn die Gemeinde Hammersbach geht nicht gerade offensiv mit der Information um, dass man erst einmal drei Kilometer kontinuierlich bergauf laufen muss, um die Klamm zu erreichen. Davon profitiert die Höllentaleingangshütte auf 1.045 m, an der sich alle erst einmal erfrischen. Wir zahlten lieber gleich unsere 1,50 Euro Eintritt für DAV-Mitglieder, wir hatten ja noch was vor. Die Klamm war wie immer sehr schön und nass:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Nach der Klamm geht man noch kurz am Hammersbach entlang und dann sehr schön an hohen Felswänden vorbei bis zum Höllentalanger. Hier wird gerade auf 1.387 m die Höllentalangerhütte neu errichtet. Sie sieht recht futuristisch aus, ich habe allerdings kein Bild gemacht. Ersatzweise hier ein Foto von meinem jungen Ich im Jahr 2009 vor der alten Hütte, quasi in memoriam:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Wir machten eine schöne Pause im Höllentalanger und folgten dann den Wegweisern Richtung Kreuzeck. Hier muss man etwas aufpassen: folgt man den Wegweisern Richtung Alspitze, landet man im Mathaisenkar und dann im Klettersteig. Möchte man (wie wir) den Gipfel der Alpspitze umgehen, hält man sich erstmal etwas nördlich. Der Weg ist wirklich wunderschön, ein schmaler Wanderpfad mit tollen Ausblicken. Ab hier waren wir relativ allein, ab und an kamen Leute von oben. Bald ist das Höllentorköpfl in Sicht.Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

In den Latschen trafen wir einige sehr angstfreie Gämsen, denen vermutlich wohl bewusst war, wie langsam sich Menschen bergauf bewegen. Jedenfalls ließen sie sich durch uns nicht weiter stören und verschwanden erst im letzten Moment seelenruhig zwischen den Büschen:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Nach den Latschen folgt der letzte Teil des Aufstiegs, der Rinderweg. Hier wäre eigentlich Geröll, aber das ist durch Holzleitern abgesichert. Das geht noch einmal gut in die Wadeln:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Ein kurzer Abstieg führt einem am Einstieg zum Klettersteig vorbei zur Bergstation der Alpspitz-Bahn. Man kann sich auf die gruselige Alpspix-Aussichtsplattform begeben:Alpspitze durch die Höllentalklamm | raupenblau

Die Plattform bietet eine tolle Gelegenheit, Höhenangst zu entwickeln. Um den Schock zu verarbeiten aßen wir ein Eis und fuhren dann mit der Alpspitzbahn (17 Euro für die Talfahrt) nach unten.

Nach einem kurzen Fußweg zurück zum Wanderparkplatz Hammersbach saßen wir wieder im Auto. Eine sehr schöne Tour an einem sehr schönen Tag: Sonnig, aber nicht zu heiß. Müde war ich nicht. Und damit zuversichtlich, das nächste Wochenende lebend zu überstehen.

Salz-Karamell/Honig-Brownies (für Helene)

25 Jun

Gester hatte meine Freundin Helene, eine wunderschöne Dänin, wohnhaft in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, Geburtstag. Helene wünschte sich von mir ein Geburtstags-Gebäck und zwar Brownies ohne Nüsse. Ich recherchierte und buk dann nach einem amerikanischen Rezept eine recht interessante Brownie-Variation.Salz-Karamell-Brownies | raupenblau

Zutaten:

230 gr Butter
120 gr dunkle Schokolade
400 gr Zucker
1 Päckchen Vanille-Zucker
4 Eier
130 gr Mehl
1/2 TL Salz
1 TL grobkörniges Meersalz
etwas Karamell-Soße/Dulce de Leche/Honig (das Rezept sprach von Karamell-Topping; ich habe Dulce de Leche und Honig verwendet)Salz-Karamell-Brownies | raupenblau

(1) Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

(2) Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen und verrühren. Zucker und Vanillezucker einrühren und die Mischung etwas abkühlen lassen. (Schon an dieser Stelle bekommt man eine ungefähre Idee vom Nährwert-Gehalt des fertigen Gebäcks).

(3) Nacheinander die vier Eier unter die Zucker-Butter-Schokolade-Masse mischen.

(4) Mehl und den halben Teelöffel feinkörniges Salz mischen. Mit der Eier-Zucker-Butter-Schokolade-Masse verrühren.

(5) Teig auf ein Blech geben. Ich habe ein ganz normales Backblech (mit Backpapier) verwendet und die Masse einfach mittig drauf gekippt. Im Ofen hat sich das dann von selbst auf dem Blech verteilt. Wenn man dickere Brownies möchte, kann man auch ein kleineres Backbleck oder eine rechteckige Form verwenden. Ich fand die Dicke so aber eigentlich ganz gut.

(6) Da ich keine Karamell-Soße bekommen, aber noch Dulce de Leche daheim hatte, habe ich einfach einige Kleckse auf den Teig gegeben und diese mit einer Gabel etwas verteilt. Und da da dann eh schon eine unglaubliche Masse an Süßem vereint war, dachte ich, ein wenig Honig könne nun auch nicht mehr schaden. Zufällig hatte ich Kastanien-Honig daheim, der hat dem ganzen noch einen ganz interessanten geschmacklichen Dreh gegeben. Zum Schluss das körnige Meersalz gleichmäßig aufstreuen.Salz-Karamell-Brownies | raupenblau

(7) Für 30 bis 35 Minuten in den Backofen. Am Ende Zahnstocher-Test machen, aber nicht wundern: die Brownies bleiben in der Mitte feucht. Es sollte nur kein nasser Teig mehr kleben bleiben.

(8) Abkühlen lassen, in kleine Rechtecke schneiden. Aufessen.

Ich war zuerst etwas skeptisch, da diese Brownies schon extrem viele süße Elemente in sich vereinen. Die Kombination mit dem Salz macht das dann aber sehr spannend. Die Reaktionen des Publikums waren durchweg positiv (selbst die an die KollegInnen verfütterten Ränder gingen weg wie nix). Zum Originalrezept geht es hier.

“Nimm’s mit” – Gemeinsam für eine saubere Bergwelt

19 Jun

Beim Wandern guckt man ja häufig auf den Boden und nicht selten findet man da außer Steinen, Wurzeln und Alpensalamandern: Wanderstock-Teller, Müsliriegel-Verpackungen oder gerne auch Reste von Blasenpflastern. Vieles fällt bestimmt versehentlich zu Boden, einige Mitmenschen scheinen aber zu glauben, dass es in den Bergen Straßenkehrer gibt. Breaking news: Gibt es nicht.Nimms' mit | raupenblau

Die Herren von gipfelfieber haben sich daher die Aktion “Nimm’s mit” – Gemeinsam für eine saubere Bergwelt ausgedacht. Die Grundidee ist ganz einfach: findest du Müll, pack ihn ein und nimm ihn mit ins Tal. Ich persönlich mache das immer, auch wenn’s manchmal schon ein wenig eklig ist. Eine Außentasche meines Rucksacks ist für Müll bestimmt. Eine Zeit lang gab es die Aktion Drecksack von Deuter, einige Exemplare sind online noch erhältlich (z.B. hier). Viele Hütten bieten Mülltüten an – oder man denkt einfach selbst dran und nimmt eine Tüte von daheim mit.

Also liebe mitwandernde Menschen, fasst euch ein Herz: das nächste Papierle, das euch über den Weg flattert, wird eingepackt! Und ein großes ‘Danke schön’ an Simon und Andreas für die Initiative und das Material.

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