Berg- und Wanderjahr 2015 – ein Rückblick

5 Feb

Für 2014 hatte ich mir vorgenommen, einen Monat am Berg zu verbringen – und habe es geschafft! Mal gucken, wie das 2015 so gelaufen ist.Aufstieg zum Gindelalmschneid im Schnee| raupenblauJanuar

Zwiesel (1 Tag)

Gindelalmschneid (1 Tag)

Schneeschuhwandern Spitzingsee | raupenblauFebruar

Schneeschuhwandern am Spitzingsee (1 Tag)

Skifahren am Brauneck und in Westendorf (2 Tage)

Tortal | raupenblauMärz

Tortal (1 Tag)

Lenzerheide (3 Tage)

Schnaiter-Alm | raupenblauApril

Zwiesel und Blomberghaus (1 Tag)

Solsteinhaus | raupenblau

(c) Felix Frey

Mai

Solsteinhaus und ein Erlspitze-Versuch (2 Tage)

Roßkopf, Rotkopf, Stolzenberg | raupenblauJuni

Roßkopf, Rotkopf und Stolzenberg (1 Tag)

Rotwand (1 Tag)

Zugspitze durch das Reintal | raupenblauJuli

Durch die Höllentalklamm zur Alpspitz-Bergstation (1 Tag)

Zugspitze (2 Tage)

Gleirschklamm und Oberbrunnalm (1 Tag)

20150803_almauer_alm_raupenblauAugust

Elmauer Alm und Tegernseer Höhenweg (2 Tage)

Neue Traunsteiner Hütte | raupenblauSeptember

Neue Traunsteiner Hütte und Großer Weitschartenkopf (2 Tage)

Wank (1 Tag)

Leonhardstein | raupenblauOktober

Leonhardstein (1 Tag)

Tor- und Rontalrunde | raupenblauNovember

Ron- und Tortalrunde (1 Tag)

Notfallkurs Alpin an der Rotwand (2 Tage; Post folgt noch)

Insgesamt komme ich auf 27 Bergtage, irgendwann bin ich auch noch einmal den Tegernseer Höhenweg gegangen, dann wären es 28 und wenn man den letzten Tag in Lenzerheide dazu zählt (da bin ich allerdings nur auf dem See rumgelaufen und habe Berge angeguckt) sogar 29. Damit bin ich sehr zufrieden, denn mein Sommer war sehr arbeitsreich und vor allem furchtbar heiß. Die Touren an Zugspitze, Gleirschklamm und Neuer Traunsteiner Hütte glichen eher einer tropischen Regenwaldtour als einer alpinen Bergwanderung.

Meine persönlichen Highlights waren die Tour zum Solsteinhaus (tolle Tour und eine supernette Hütte), zum putzigen kleinen Leonhardstein (auf dessen Gipfel man sich wirklich sehr bergig fühlt, obwohl er gar nicht so hoch ist), die Alpspitz-Tour (da fehlt noch der Klettersteig und ich bin sehr gespannt, wie die neue Höllentalanger-Hütte aussieht) und das wahnsinnig lehrreiche Notfallkurs-Wochenende, von dem ich unbedingt noch berichten muss.

Was ja auch immer ganz wichtig ist beim Wandern, sind die Wanderfreunde, und da hab ich schon ganz besonders tolle – mit mir gewandert sind 2015 (in alphabetischer Reihenfolge):

Andrea, Angela, Ben, Benjamin, Felix, Helene, Ieva, Jamie, Jasmin, Jennie, Kathy, Katya, Kilian, Liz, Mareike, Matthias, Nadine, Simon, Undine.

Das war sehr schön so und ich hoffe, mit vielen dieser Menschen auch dieses Jahr wieder vom Gipfel ins Tal gucken zu können.

Ich hoffe, 2016 hält wieder viele schöne Touren bereit – ein paar Gipfel sind zum Glück ja noch übrig.

Stone Edge Estate

4 Feb

Letzten November habe ich meine Doktorarbeit eingereicht, und wie das bei solchen Projekten gerne mal ist, hielt das Jahr davor für mich wenig bereit, was sich nach Urlaub anfühlte. Es musste also dringend eine Pause her und da es meiner lieben Freundin Nadine ähnlich ging, beschlossen wir, vor Weihnachten ein paar Tage der Wirklichkeit zu entfliehen. Ich dachte an Bali, wir flogen nach Kanada zu Nadines Onkel, Doug. Wie sie das genau gemacht hat, ist mir bis heute unklar. 20160204_stone_edge_estate_9_raupenblau

Über die Reise an sich werde ich noch einen Post veröffentlichen. Unser Wohnort für die zehn Tage war aber schon so besonders, dass er hier eine eigene kleine Geschichte verdient hat. Am 12. Dezember um neun Uhr nachts stieg ich in das Auto eines Limousinen-Services am Flughafen in Toronto. Wir fuhren über den Highway. Wir wechselten auf einen kleineren Highway. Dann auf eine kleinere Straße. “The place you’re going to is not really in a town.” bemerkte mein freundlicher Fahrer. Wir bogen ab in eine noch kleinere Straße, die den pragmatischen Namen 9th Line trägt. Von dort bogen wir in eine lange Auffahrt ein und standen dann vor dem Bed & Breakfast von Doug: Stone Edge Estate. Hier bei Tageslicht:20160204_stone_edge_estate_6_raupenblau

Nadine hüpfte mir fröhlich entgegen und wir tauchten ein in eine kleine verrückte Welt irgendwo auf dem Land in Ontario, Kanada. Bewohnt wird Stone Edge Estate von Doug und seiner Tochter Theresa, sowie einem Haufen Menschen, die aus verschiedenen Gründen dort ein- und ausgehen sowie den B&B Gästen, die dort eben grade residieren. Die Geschichte, wie Doug zu seinem B&B kam, kann man z.B. hier nachlesen. Unser Besuch fiel in die Vorweihnachtszeit und das Haus war, sagen wir: reichhaltig dekoriert:20160204_stone_edge_estate_2_raupenblau

Das Bild gibt das Ausmaß an Deko nicht wirklich wieder. Ich glaube kein Bild kann das wirklich wiedergeben. Doug ist Perfektionist, selbst die Fotos von der Deko musste ich noch einmal machen, da ich den falschen Winkel gewählt hatte. Immerhin lernte ich so die goldene Regel des Dekorierens, die mir bis dahin noch nicht bekannt war: “If it doesn’t look right, add more.” Ebenfalls integraler Bestandteil des Haushaltes ist Clara, der leicht manische Hund:20160204_stone_edge_estate_11_raupenblau

Clara und ich machten jeden Morgen einen Spaziergang und erkundeten Doug’s Grundstück. Das winterliche, wenn auch fast schneefreie Wetter, ließ erahnen, wie schön diese Landschaft im Sommer sein muss (bei Klick werden die Bilder groß).

Wir profitierten von allen Annehmlichkeiten, die Stone Edge Estate so zu bieten hat – neben dem Pool gab es für nordamerikanische Verhältnisse sehr viel Obst (auch wenn mein Porridge eher auf Unverständnis bis Ekel stieß):20160204_stone_edge_estate_1_raupenblau

Nach zehn Tagen fühlte es sich ein bisschen so an, als hätten wir ein Jahr dort gelebt und ich vermisse die verrückte kleine Gemeinschaft von Stone Edge Estate.20160204_stone_edge_estate_8_raupenblau

Jedem, der in der Umgebung von Toronto unterwegs ist, kann ich einen Aufenthalt dort nur wärmstens empfehlen. Es lohnt sich.

Rodeln am Wallberg (1.722 m)

2 Feb

Vor gut drei Jahren war ich das letzte Mal am Wallberg, da stieg ich zu Fuß mit den Brüdern und einem Cousin nach oben und geriet in einen Schneesturm. Das Erlebnis damals war etwas surreal, denn mitten im Schneegestöber tauchte auf einmal einen Tourengeher mit einem fröhlichen Australian Sheperd auf, der einige äußerst glückliche Momente damit verbrachte, uns zu hüten. Wir kleine verlorene Herde im Schneegestöber. Bis zum Gipfel gingen wir damals gar nicht, sondern tauten im Panorama-Restaurant auf.20160202_wallberg3_raupenblau

Vorletztes Wochenende probierte ich es dann einmal anders – zu fünft wollten wir Rodeln. Natürlich wollten das auch viele andere, das war absehbar gewesen. Was wir allerdings nicht vorhergesehen hatten, war die akute Rodel-Knappheit an der Talstation der Wallbergbahn und so warteten wir erst einmal zwei Stunden, bis wir mit dem entsprechenden Sportgerät ausgestattet waren (5 Euro pro Schlitten). Dann endlich ging es mit der Bahn nach oben (10,50 Euro).20160202_wallberg1_raupenblau

Bevor wir uns nun todesmutig auf eine von Deutschlands längste Rodelbahnen stürzten, wollten wir erst einmal den Gipfel besteigen. Das sind von der Bergstation aus ungefähr 100 Höhenmeter, am Ende sollte man etwas trittsicher sein.20160202_wallberg4_raupenblau

Da oben war es so schön. Mein letzter Gipfel liegt nun schon wieder viele Wochen zurück und dieser war ja nun auch geschummelt, aber: so schön. Bergluft. Aussicht. Schnee. Himmel.20160202_wallberg5_raupenblau

Danach gab es einen Kaiser. Damals im Schneegestöber war der köstlich, aber da war ich halt auch halb eingefroren. Diesmal war er lecker, aber nicht arg fluffig. Drei von fünf möglichen Rosinen, eine halbe Bonus, weil es leckere Beilagen (Rhabarber-Kompott und Rumpflaumen) dazu gab.20160202_wallberg_kaiserschmarrn_raupenblau

Nach dem Kaiser wurde dann endlich gerodelt. Der obere Teil der Rodelbahn war mörderisch ausgefahren und huggelig, aber die zweite Hälfte ist super: Nicht zu steil, aber schnell und breit genug zum Überholen.20160202_wallberg2_raupenblau

Alle überlebten mehr oder weniger unverletzt und wir ließen den Tag in der Seesauna am Tegernsee ausklingen. Liebe Berge. Ich bin bald wieder bei euch!

Innsbruck

18 Jan

Keine Angst, es gibt mich noch – raupenblau hat einfach ein bisschen Winterschlaf gemacht. Aber jetzt wo der Schnee da ist, sind wir alle wieder wach. Um dem Schnee ein wenig näher zu sein, war ich am Wochenende bei Ben und Undine in Innsbruck zu Besuch. Geplant war eigentlich, ein wenig Ski zu fahren und die Schneeschuhe in Gang zu setzen, doch es schneite und schneite und schneite und…Innsbruck | raupenblau

So wurde es ein gemütliches Wohnungs-, Stadt- und Spaziergangswochenende. Natürlich durfte das Goldene Dachl nicht fehlen…Innsbruck | raupenblau

… Innsbrucker Straßen wurden überquert…Innsbruck | raupenblau

… am Sonntag wanderten wir von Igls zum Goldbichl (auch: Goldbühel), das von der Kupferzeit bis zur Eroberung durch die Römer als Kultstätte genutzt wurde.20160118_innsbruck3_raupenblau

Gut mit Kuchen und Kaffee gefüttert und bepackt mit einem schönen österreichischen Marillen-Schnaps machte ich mich auf den Heimweg. Einen sehr langen Heimweg. Schnee, Schnee und nochmals Schnee verwirrte die Autofahrer. Ja, jetzt ist Winter. Mal gucken, was da noch so kommt.

Insel-Advent

7 Dez

Zum vierten Mal war ich gestern auf dem Fraueninsel-Christkindlmarkt im Chiemsee. Die letzten beiden Male hatte ich jeweils eine Gruppe Erasmus-Studierender im Schlepptau, die sich leider immer als etwas kälteempfindlich erwiesen (ein paar Erinnerungen aus 2012).20151207_fraueninsel_christkindlmarkt1_raupenblauDa man ja aus seinen Erfahrungen lernt, beschränkte sich die gestrige Gruppe auf Freundinnen und Familie. Kalt war es ja eh nicht. Es musste gut werden.20151207_fraueninsel_christkindlmarkt3_raupenblauDer 6. Dezember war in diesem Jahr auch der letzte Tag des Marktes. Als wir gegen halb vier endlich ankamen (unser Schiff musste eine Weile auf einen Platz am Steg warten, so viel Verkehr war auf dem See) war noch recht viel los. Zum Glück ist die Insel groß genug für alle.20151207_fraueninsel_christkindlmarkt4_raupenblau Es gab die traditionelle Renken-Semmel und den ersten Glühwein. Dann ging es direkt in den Klosterladen, der um 17 Uhr schließt, um (natürlich) Marzipan zu kaufen. Zur großen Freude meines kleinen Bruders bieten die Benediktinerinnen nun auch Marzipan in 1-Kilo-Stücken an:Chiemsee Fraueninsel Christkindlmarkt | raupenblauDen Rest des Abends verbrachten wir hauptsächlich mit Essen und Trinken, wobei dieser Glühwein-Stand mich mit seinem absolut leckeren Glühwein* wie jedes Jahr in ganz neue Glücks-Zonen katapultierte:Chiemsee Fraueninsel Christkindlmarkt | raupenblauWeitere Highlights waren der Lebkuchen-Likör, der Pralinen-Stand und der Bio-Glühwein am Feuer unter dem Wunschbaum, wo wir dann auch den Rest des Abends verbrachten.Chiemsee Fraueninsel Christkindlmarkt | raupenblau20151207_fraueninsel_christkindlmarkt7_raupenblauEinziges Manko: Kurzzeitig herrschte Wurst-Knappheit auf der Insel. Glücklicherweise tat sich direkt am Dampfersteg eine neue Bratwurst-Quelle auf. Wir kauften 24 Würste und fuhren mit dem Dampfer zurück.

*Für den weißen Glühwein gilt das nur, wenn man Ingwer mag. ICH mag Ingwer.

Der weihnachtliche Schuhkarton

25 Nov

Letzte Woche machte ich hier, wie jedes Jahr, auf die Aktion Frauen helfen Frauen aufmerksam. Meine Freundin Lena, inzwischen wohnhaft in Berlin, wollte auch gerne einen Schuhkarton packen und suchte nach einer vergleichbaren Aktion in Berlin – und wurde bei ver.di fündig. Auf #fraueleinrosina könnt ihr nachlesen, was Lena in ihren Schuhkarton gepackt hat. Und da ich diesen Einblick so spannend fand (ich frage mich ja jedes Jahr, was andere Frauen in ihre Kartons packen), habe ich mich dazu entschlossen, meinen diesjährigen Karton (bzw. dessen Inhalt) auch zu zeigen. Ganz fertig ist er noch nicht, was noch dazu kommt, ist unten mit aufgelistet.Frauen helfen Frauen | raupenblau

  1. Pflegeprodukte von Nivea. Bei den Kosmetikartikeln versuche ich immer etwas zu finden, was für Frauen in verschiedenen Altersstufen in Frage kommt – ich weiß ja nicht, ob die Empfängerin 19, 32 oder 58 Jahre alt ist. Letztes Jahr hatte ich Produkte von Dove, dieses Jahr habe ich mich für Shampoo, Duschgel und Bodylotion von Nivea entschieden.
  2. Kuschelsocken. Das sind noch nicht die Socken, die letztendlich in den Karton kommen – die befinden sich noch in Produktion. Mal sehen, ob sie rechtzeitig fertig werden. Wenn nicht, suche ich ein schickes Paar im Kaufhaus aus. Aber warme Füße kann man doch immer brauchen.
  3. Schmuck und Haarschmuck – ein schwieriges Thema. Aktuell laufen ja viele Frauen mit invisibobbles in den Haaren rum. Ich selbst verstehe das zwar nicht so ganz, richte mich hier aber einfach mal nach der Mehrheitsmeinung. Da ich die Originale sehr überteuert finde, habe ich die etwas günstigere Variante von dm gewählt (die meiner Meinung nach identisch ist).
  4. Etwas Lesestoff: Die Attentäterin von Yasmina Khadra (das ist ein Pseudonym, eigentlich ist der Autor ein Mann und heißt Mohammed Moulessehoul). Hier halte ich es wie Lena und schenke ein Buch, das ich selbst gelesen habe. Die Geschichte kreist um ein aktuelles, ernstes Thema, ist aber trotzdem recht leicht zu lesen und vom Stil her eher wie ein Krimi.
  5. Notizbuch (von IKEA) und ein guter Stift. Kann man immer brauchen.
  6. Ein kleines Windlicht für etwas Weihnachtsstimmung. Bei der Aktion von ver.di wird darauf hingewiesen, keine echten Kerzen mit in die Pakete zu geben. Diesen Hinweis gibt es in München nicht, ich habe aber zur Sicherheit ein LED-Teelicht besorgt. Mit Flacker-Effekt. Brennt ewig. Was will man mehr.
  7. Hustenbonbons. Winter. Logisch.
  8. Ein Lippenpflegestift, den ich selbst gerne benutze.
  9. Für den kleinen Luxus zwischendurch und vielleicht auch einfach ein bisschen Spaß: eine Gesichtsmaske.
  10. Nicht super weihnachtlich, aber praktisch: Desinfektions-Tücher. Dabei hatte ich im Hinterkopf, dass die Empfängerin momentan nicht daheim lebt. Manchmal ist es ja einfach beruhigend, eine fremde Umgebung ein wenig desinfizieren zu können.

Was noch dazu kommt: Ein paar Süßigkeiten, etwas Tee (hier fand ich Lenas Idee prima, eine kleine Selektion aus dem eigenen Tee-Vorrat zusammen zu stellen), eine MVV-Streifenkarte und natürlich eine Grußkarte.

Wie jedes Jahr hat es wirklich viel Spaß gemacht, den Karton zu packen – ich hoffe sehr, dass er der Empfängerin gefällt. Hier noch einmal die Informationen für München, wenn du nun auch Lust bekommen hast, einen Schuhkarton mit Weihnachten zu füllen:Frauen helfen Frauen 2015

Bestimmt gibt es die Aktion auch noch in anderen Städten – wenn euch etwas bekannt ist, gerne hier unter dem Post oder bei Lena kommentieren!

Jardin de Vie agrume

23 Nov

Kürzlich bin ich auf der Seite von Weleda (eine Marke, die mich seit meiner Kindheit begleitet*) über die neuen Natur-Düfte der Marke gestolpert. Man konnte Produktproben anfordern, was ich natürlich sofort machte. Zu meiner großen Überraschung trudelte kurz darauf nicht ein kleines Pröbchen, sondern ein ganzes hübsch verpacktes Eau de Toilette namens Jardin du Vie agrume bei mir ein:Jardin de Vie agrume | raupenblau

Das alles hat gar nichts mit meinem Blog zu tun, die Firma bat nur um eine Rezension auf ihrer Aktionsseite. Aber da mir der Duft gut gefallen hat und ich ehrlich gesagt aus fachlicher Sicht von der Kunden-Einbindung sehr beeindruckt bin, möchte ich hier kurz davon berichten.

Dazu muss ich vielleicht kurz erklären, dass ich seit Jahren fast ausschließlich Naturkosmetik verwende. Einzige Ausnahmen sind Deo, Zahnpasta und Düfte. Bei Deo und Zahnpasta werde ich sicher auch weiter bei chemischen Alternativen bleiben, Naturkosmetik hat mir da in beiden Fällen diverse Ekel-Erlebnisse beschert. Bei Düften würde ich aber gerne noch stärker auf Naturkosmetik setzen. Mein meist verwendetes Eau de Parfum ist aktuell Nuvola von der Schweizer Naturkosmetik-Marke Farfalla. Auf die Düfte von Weleda war ich dementsprechend sehr gespannt.Jardin du Vie agrume | raupenblau

Als ich die Duftprobe bestellte, richtete ich mich nach der Beschreibung auf der Website – agrume ist Französisch und bedeutet so viel wie Zitrusfrucht. Hätte ich das bei der Bestellung gewusst (mein Schulfranzösisch ist quasi nicht mehr vorhanden), hätte ich mich vielleicht für einen anderen Duft entschieden, denn Zitrusnoten würde ich mir spontan nicht zuordnen. Was mir ebenfalls nicht klar war – die Düfte richten sich nach den Pflegeserien von Weleda (Rose, Granatapfel und Sanddorn**). Das hätte dann aber wiederum für den Duft gesprochen, denn die Sanddorn-Serie liebe ich sehr.Jardin du Vie agrume | raupenblau

Ohne dieses Vorwissen war ich aber ganz unvoreingenommen und probierte den Duft einfach mal aus. Und nun kommen wir zum etwas komplizierten Teil dieses Posts: Wie beschreibt man denn einen Duft? Ich probiere es mal, aber letztendlich sollte jede_r selbst dran schnuppern: Im ersten Moment riecht das Eau de Toilette tatsächlich sehr nach Orange, diese Note verfliegt aber schnell. Zurück bleibt ein satter Sandelholz-Geruch, den ich als sehr warm und angenehm empfinde. Nach mehrmaligem Benutzen freue ich mich inzwischen aber auch auf den Zitrus-Kick am Anfang. Ich würde den Duft fast als etwas herb bezeichnen, was ich sehr mag – nicht jeden Tag ist mir nach süßen, blumigen Düften. Nach einer kurzen Warm-werde-Phase bin ich großer Fan des Dufts und trage ihn sehr gerne.

Mit rund 18 Euro finde ich den Preis für ein Naturkosmetik-Eau de Toilette auch wirklich fair. Allerdings würde ich mich freuen, wenn Weleda zukünftig auch ein Eau de Parfum oder ein Parfum-Öl auf den Markt bringen würde, denn der Duft verfliegt schnell. Alles in allem bin ich aber wirklich zufrieden und werde den Duft sicher wieder kaufen.

* Auch auf raupenblau tauchte die Marke schon auf, und zwar hier und hier

** Ich persönlich hätte sie auch einfach so genannt. Die französischen Namen finde ich eher unpassend im Gesamtkonzept der Marke Weleda. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

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