Erster Wiesn-Tag

21 Sep

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Er hat also wieder angefangen, der alljährliche Wahnsinn. Grausig und schön zugleich. Tolle Trachten, fröhliche Menschen, leckere Schokofrüchte. Kotze, lallende und grabschende Betrunkene, Müll, Überfüllung. Und nach zwei Wochen ist der Spuk vorbei. Na dann: o’zapft is.

Eine Nacht in Berlin

19 Sep

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Dreizehn Stunden Bahnfahrt für einundzwanzig Stunden Berlin. Zugegeben, über das Konzept lässt sich streiten. Aber für so tolle Jugendliche, wie man sie beim Jugend hilft! Camp trifft, lohnt sich die Reise. Und für Berlin auch, selbst wenn man nur kurz mal gucken darf.

Strickfreuden

2 Sep

Am Sonntag in meiner Wohnung…

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Da kamen schon erste Herbstgefühle auf. War eigentlich auch ganz schön. Jetzt reise ich trotzdem erstmal Richtung Sonne.

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Ja, nach Hamburg. Etwas kontra-intuitiv, aber hoffen wir mal das beste. Ich werde berichten!

Brünnstein (1634m)

27 Aug

Letzten Sonntag wurde wieder fleißig gewandert, und zwar auf den Brünnstein. Eigentlich war eine andere Tour geplant, aber da ein Teil der Gruppe gesundheitlich etwas angeschlagen war, haben wir kurzfristig umdisponiert. Das Wetter blieb zum Glück beständig, auch wenn sich immer wieder dramatische Wolken bildeten:Brünnstein | raupenblau

Vom Tatzelwurm-Waldparkplatz aus stiegen wir den Weg 657 relativ gemütlich, selten steil hinauf zum Brünnstein-Haus (1360m). Dort war ein Jubiläum am Gange, wir ließen die Festgesellschaft aber erst einmal links liegen, um über den Mini-Klettersteig zum Gipfel zu klettern. Der Steig ist größtenteils unspektakulär und sehr einfach, es gibt sogar Treppen. Schwindelfrei und trittsicher sollte man aber auf jeden Fall sein:Brünnstein | raupenblau

Er hat einige witzige Details, wie diese Felsspalte, durch die man sich hindurchschlängeln muss:Brünnstein | raupenblau

Nach einer kurzen, aber gut machbaren Kletterstelle erreicht man den Gipfel mit seiner kleinen Kapelle und kann den tollen Ausblick genießen:Brünnstein | raupenblau

Da es arg windig war, blieben wir nicht lange und gingen wir den alternativen Weg zurück zur Hütte. Hier gab es unzählige Pilze und sehr flauschige Pflanzen zu sehen, unter anderem diesen Pilz im Korallen-Look:Brünnstein | raupenblau

Auch der alternative Abstieg vom Gipfel erfordert ein wenig Kletterei, etwas matschig war es auch. Inmitten der inzwischen recht alkoholschwangeren Festgesellschaft aßen wir noch schnell einen Kuchen auf der sehr schönen Terrasse. Zurück zum Parkplatz gingen wir über die Seelacher Almen (Wege 651/652, 653 und 655; eine Übersicht gibt es hier) und genossen den tollen Kaiser-Blick (laut einer älteren Hüttenbewohnerin hatte es dort schon den ersten Schnee gehabt):Brünnstein | raupenblau

Alles in allem eine sehr schöne Tagestour (mit einer einigermaßen fitten Gruppe in fünf Stunden gut machbar; wir haben etwas länger gebraucht). Der Anstieg ist bis zum Steig nicht zu steil, der Rückweg hat einige Gegenanstiege, aber tolle Ausblicke. Etwas schade ist, dass man im unteren Bereich des Berges auf Forststraßen unterwegs ist. Wenn man hier etwas Gas gibt, hat man das aber schnell hinter sich.

Brecherspitz (1683 m)

19 Aug

Am Sonntag habe ich mit Jasmin eine kleine Tour auf den/die Brecherspitz gemacht. Mir war nach dem Klettersteig-Wochenende nicht so nach etwas großem, daher sind wir auch nur vom Spitzingsattel aus gestartet (Tourenbeschreibung hier). Das sind dann so 560 Höhenmeter. Zuerst geht man vom Spitzingsattel Richtung Obere Firstalm (man kann direkt gehen oder über die Untere Firstalm). Dort ist dann die Brecherspitz auch schon ausgeschildert.Brecherspitz | raupenblau

Man geht dann einen recht steilen Grashang hinauf, der am Sonntag schön matschig war. Dieser Teil der Tour ist nicht so toll, aber danach kommt der Spaß: Der Grat. Von hier konnte man schon gut sehen, wie viel auf dem Gipfel los war. Da aber offenbar viele Menschen von Neuhaus aus aufsteigen, war der Grat gar nicht so überlaufen.Brecherspitz | raupenblau

Etwas klettern muss man auch, ist aber leicht machbar.Brecherspitz | raupenblau

Auf dem Gipfel hielten wir uns aufgrund des starken Verkehrsaufkommens nicht so lange auf. Brotzeit, Aussicht genießen, bisschen auf der Karte lesen, was man noch so machen könnte in nächster Zeit und weiter.Brecherspitz | raupenblau

Hinter dem Grat bogen wir dann nach rechts ab Richtung Freudenreichkapelle. Die ist äußerst niedlich.Freudenreichkapelle | raupenblau

Der Weg dorthin war etwas rutschig (was einige wandernde Personen zu fortwährendem lautem Quietschen veranlasste). Von der Freudenreichkapelle aus kann man zurück nach Neuhaus wandern (wenn man von dort gekommen ist) – wir stiegen weiter ab (noch rutschiger, ich hatte direkten Matschkontakt und das Gras wurde mein Freund) Richtung Freudenreich-Almen, bogen aber vorher links Richtung Firstalmen ab und kehrten nach einer kurzen Einkehr zurück zum Auto.

Besonders schön: die tollen Spätsommer-Wiesen. Die Tour ist natürlich sehr beliebt, der Rückweg war dennoch kaum begangen. Eine nette kleine Tour mit toller Aussicht – man sieht sogar München, das wie ein Pfannkuchen auf seiner Schotterebene liegt.

Vorfreude auf…

18 Aug

Theatron | raupenblau… die Moonband heute Abend als Teil des Theatron-Musiksommers auf der Seebühne im Olympia-Park. 

Rinnenspitze (3003m) und diverse Klettersteige (Bonus: 5-Rosinen-Kaiser!)

14 Aug

Letzten Freitag und Samstag hatte ich etwas Abenteuer. Gemeinsam mit meinem Kollegen Benjamin (der auch die Fotos gemacht hat) war ich auf Klettersteig-Kurs im Stubaital. Der Kurs wurde von meiner DAV-Sektion angeboten und war, wie alle TAK-Kurse bisher, wirklich super. Am Theorieabend konnte ich leider nicht teilnehmen (weil in Leeds) und war umso gespannter, die Gruppe kennen zu lernen. Wie immer war das eine bunte Mischung aus mehr oder weniger bergerfahrenen Menschen: vom ausrüstungsaffinen Norddeutschen, der in den Bergen alles möglichst schnell machen möchte und grundsätzlich nur Testsieger am Körper trägt, bis hin zur erfahrenen und gelassenen Alpinistin, die auch mal einen Klettersteig ausprobieren möchte, war alles dabei.

Franz-Senn-Hütte | raupenblau

Aufstieg zur Franz-Senn-Hütte | (c) Benjamin Krämer

Los ging es am Freitag um sechs Uhr früh – ich war ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt gewesen und hatte die halbe Nacht nicht geschlafen. Deswegen war ich müde und dadurch noch aufgeregter. Der Aufstieg vom Wanderparkplatz zu unserem Stützpunkt, der Franz-Senn-Hütte, war dann aber unaufregend kurz und sehr schön am Bach entlang. Als wir auf der Hütte ankamen, war ich in bester Bergstimmung.

Wildbach Stubaital | raupenblau

Wildwasser beim Aufstieg | (c) BK

Nach einer kurzen Brotzeit machten wir uns mit reduziertem Gepäck auf in Richtung Bergerlebniswelt Franz-Senn-Hütte. Hier kann man einige kürzere Klettersteige hochklettern und sich mit dem Material vertraut machen. Da ich am Abend vorher hatte feststellen müssen, dass mein geliebter Klettergurt seit seinem Kauf ca. 2001 deutlich geschrumpft ist (hüstel), hatte ich nur neues oder geliehenes Material, von dem ich nicht wusste, ob es sich um Testsieger handelt. Ich war trotzdem guten Mutes. Das änderte sich fast, als wir den ersten Steig (den Sommerwand-Klettersteig) angingen – der hatte Stellen mit Schwierigkeitsgrad C (Übersicht Schwierigkeitsgrade) und ich dachte mir so: “Hoppla, das macht man ernsthaft?” Früher bin ich aktiv geklettert, ich kam die Felsen dementsprechend schon hoch, war aber ziemlich irritiert davon, wie häufig man das Drahtseil zu Hilfe nimmt und wie anspruchsvoll und ausgesetzt die Stellen doch sind. Immerhin ist man ja nicht wirklich gesichert. Das Klettersteigset soll im Notfall verhindern, dass man 100 Meter in die Tiefe stürzt und ganz sicher tot ist, mehr aber auch nicht.

Höllenrachen-Klettersteig | raupenblau

Einstieg zum Höllenrachen | (c) BK

Der erste “Äh, ernsthaft?!”-Moment war aber schnell überwunden, zumindest auf meiner Seite. Eine Teilnehmerin setzte nicht einmal einen Fuß an den Fels, obwohl ihr Freund sie ganz nett motivierte: “Komm Schatz, probier das doch mal, dann können wir das gemeinsam erleben!” Sie entschied sich dann aber (konsequenter- und verständlicherweise) doch gegen den (potentiellen) gemeinsamen Sturz in den Tod und feierte ihr Debüt am zweiten Teil des Steiges, einem kleinen Felsen mit diversen Metall-Tritten. Großen Spaß schien sie aber nicht zu haben, sie verbrachte den Rest des Kurses in beobachtender Position. Als krönenden Abschluss des Tages begaben wir uns in den Höllenrachen. Das war ziemlich spaßig – man klettert unterirdisch am Gletscherbach entlang, wird etwas nass und schmutzig und fühlt sich stark abenteuerlich.

Franz-Senn-Hütte | raupenblau

Abendstimmung vor der Franz-Senn-Hütte | (c) BK

Abends auf der Hütte gab es noch Theorie und: einen fantastischen Kaiserschmarrn! Fünf von fünf Rosinen in der Kaiserwertung: fluffig, genau richtig süß, super leckere Rum-Rosinen. Etwas stärker karamellisieren könnte man ihn noch, aber die fünf Rosinen sind verdient. Im kuscheligen Zimmerlager fiel ich dann dementsprechend innerhalb von zwei Minuten ins Koma. Toller erster Tag.

Kaiserschmarrn | raupenblau

5-Rosinen-Kaiser | (c) BK

Für den zweiten Tag war dann eine etwas größere Unternehmung geplant: wir wollten die Rinnenspitze besteigen und dabei zwei Klettersteige begehen: ganz zu Beginn der Tour den Edelweiß-Klettersteig und dann unmittelbar vor dem Gipfel noch einen weiteren Steig. Benjamin kletterte beim Edelweiß-Klettersteig voran und war nach wenigen Sekunden außer Sicht. Da stand ich dann so, vor dem Fels und kletterte halt mal los. Da wir quasi grade den Frühstückstisch verlassen hatten, war ich überhaupt nicht warm und haute mir erstmal ordentlich das Knie an. Das tat ziemlich weh und ich war kurz etwas panisch. Aber nachdem ich den Schmerz runtergeschluckt und mich mit der Tatsache abgefunden hatte, dass wir jetzt 100 Meter senkrecht nach oben klettern, machte es ziemlich Spaß. Und ich bekam meine ersten echten in der freien Natur wachsenden Edelweiß zu Gesicht!

Edelweiß-Klettersteig | raupenblau

Edelweiß-Klettersteig | (c) BK

Ohne war der Steig aber nicht – erstens war er wesentlich länger als die Steige vom Vortag (natürlich aber immer noch sehr kurz im Vergleich zu dem, was die Alpen allgemein so zu bieten haben) und zweitens schwieriger (zum Teil C/D). Zwischendurch musste ich mal kurz mit unserem Bergführer verhandeln, ob ich zur Beruhigung des Nervenkostüms die Rast-Schlaufe mit ins Seil einhängen darf – ich durfte. Oben angekommen war ich dann aber doch ziemlich stolz und auch der Rest der Gruppe überlebte erleichtert.

Edelweiß-Klettersteig | raupenblau

Blick von oben auf den Edelweiß-Klettersteig | (c) BK

Danach ging es eine ganze Weile relativ flach am Hang entlang und dann (zum Teil über Felder mit großem Geröll) steil bis kurz unter die Rinnenspitze. Der Steig dort war ziemlich einfach und machte großen Spaß. Und dann standen wir oben auf dem Gipfel und hatten einen tollen Blick auf den Stubaier Gletscher – von meinem ersten 3.000er. Leider konnten wir den Triumph nur kurz genießen, denn es drohte zu regnen und wir mussten (für meinen Geschmack viel zu) schnell wieder zur Hütte absteigen. Dort gab es noch einmal Theorie und dann machten wir uns bei leichtem Geniesel an den Abstieg. Erschöpft, mit wehem Knie, aber ziemlich beeindruckt.

Rinnenspitze | raupenblau

Rinnenspitze | (c) BK

Mein Fazit mit dieser ganzen Klettersteig-Sache ist gemischt. Ich halte es für ziemlich gefährlich, die ‘Sicherung’ überzeugt mich gar nicht. Die leichteren Steige sind aber toll – so etwas würde ich zur Not auch ohne Sicherung gehen, mit Klettersteig-Set auf jeden Fall. Ein bisschen kraxeln macht auf jeden Fall immer Spaß. Schwierigere Stellen würde ich nur dann gehen, wenn es für eine tolle Tour unerlässlich wäre. Bei einem richtig langen Steig mit mehreren C+ Stellen würde ich mich aber nicht wohl fühlen. Ich habe jetzt aber das gute Gefühl, dass ich so etwas sowohl von der körperlichen und mentalen Fitness wie auch von der Technik her kann – zukünftige Klettersteig-Abenteuer sind also auf jeden Fall nicht auszuschließen.

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